Robins Geschichte

Hallo zusammen,
mein Name ist Robin Schwerdt. Ich habe von März bis April dieses Jahres im Volontärshaus von FONELISCO gelebt und konnte hierdurch einen kleinen Einblick in den Alltag vor Ort gewinnen. Ich bin damals nicht als Volontär nach Mwanza gereist, wie es wohl der Normalfall ist, sondern als „einfacher“ Besucher. Umso überraschter bin ich gewesen, wie herzlich und offen ich in der Fone-Familie aufgenommen worden bin. An meinem ersten Tag vor Ort dauerte es keine fünf Minuten und ich war umgeben von Kindern, die mit mir Karten, Fangen, Verstecken und Fußball spielen wollten. Ich war zunächst ziemlich überrascht und auch ein wenig überrumpelt von der Offenherzigkeit, die einem Fremden direkt nach der Ankunft entgegengebracht wird. Wie konnte das sein? Sollten Straßen- und Waisenkinder aufgrund ihres Hintergrunds nicht vielmehr zurückhaltend, resistent, wenn nicht gar ein wenig misstrauisch gegenüber allem Fremden sein? Ich wurde jedoch eines Besseren belehrt und es brauchte ein wenig bis ich realisierte, woran das lag. Wie sagt man so schön: Ein Kind, dem man mit Toleranz begegnet, welches man ermutigt, lernt Offenheit und Selbstvertrauen. Ein Kind, dem man Zuneigung entgegenbringt, lernt Freundschaft zu empfinden. Die Kinder bei FONELISCO sind derart offenherzig, weil es ihnen so tagtäglich vorgelebt wird und ein jeder Mitarbeiter, sei es Joseph, Pius, Eddie und all die anderen lokalen Betreuer, die Köchinnen, die Massai, die Volontäre und viele mehr als gutes Vorbild vorangehen. Es ist schön zu wissen, dass die Kinder unter teilweise sehr schwierigen Umständen trotz allem so gut betreut werden.
Vielen Dank FONELISCO!
Euer Robin