Newsletter Februar – Mitte März 2017

Wie immer war der Januar ein standesgemäß aufregender Monat zu Beginn des Jahres, im Februar kehrte nun ein wenig Ruhe ein. Trotzdem hatten wir mit einem Budget von etwa 3.100€ (obwohl noch ein Restbetrag von etwa 500€ aus dem Januar offen geblieben war) für laufende Kosten eine große Aufgabe zu bewältigen. Etwa 2.400€ konnten wir noch im Februar sammeln und den Rest im März bezahlen. Für den März steht inklusive der fehlenden 700€ aus dem Vormonat ein Budget von 3.400€ an, von dem noch gut 1.200€ ausstehen. Daraus wird deutlich, wie schwierig es Monat für Monat ist, das Geld für die gewöhnlichen Kosten wie zum Beispiel Gehälter, Essen, Strom, Wasser oder medizinische Versorgung aufzubringen. Aber wir geben unser Bestes! Dank der Reparatur der Wasserrohre Ende letzten Jahres sparen wir dort eine Menge Geld: Im Dezember betrug allein die Wasserrechnung im Waisenhaus etwa 530€, im März gerade einmal 165€. Die Reparatur zahlt sich also aus!

Jahr für Jahr besonders problematisch sind die Schulgebühren. In Februar und März konnten wir dank der großen Unterstützung 22,3 Mio. Tansanische Schilling (ca. 9.500€) für Schulgebühren aufbringen. Einerseits ist es zwar eine gute Nachricht, dass wir so vielen Kindern den Schulbesuch ermöglichen können, andererseits tut es uns sehr leid, dass zwei Kinder immer noch nicht zur Schule gehen können, weil die insgesamt etwa 900€ für beide noch nicht bezahlt werden konnten. Wir sind weiter auf der Suche nach Paten für die beiden und hoffen, sie bald in die Schule schicken zu dürfen.

Auch wenn Tansania nicht von der Hungersnot betroffen ist wie andere Staaten Afrikas, herrscht auch in der Umgebung von Mwanza von einer großen Dürreperiode. Joseph berichtete uns, dass es seit September/ Oktober nun Anfang März das erste Mal wieder geregnet hatte. Dabei hätte eigentlich im Dezember die kleine Regenzeit sein sollen. Besonders dramatisch ist dies für die Bauern, sodass die Lebensmittelpreise in die Höhe schießen und unser für Essen berechnetes Budget eigentlich nicht mehr genügt. Auch wir haben Ende letzten Jahres auf die Tube gedrückt, um noch den Regen abzupassen und unsere landwirtschaftlichen Projekte auf dem New Land begonnen. Somit haben wir nun auch mit der Dürre zu kämpfen, die insbesondere unserem Reis und Gemüse gar nicht gut tut. Über eine Pumpe können wir zwar Wasser aus dem See holen, aber trotzdem hoffen wir, dass die große Regenzeit, die nun eigentlich beginnen sollte, gut ausfällt, sodass wir bald von unseren Projekten profitieren können.

Neben all diesen doch ein wenig ernüchternden Nachrichten, gibt es aber auch wundervolle: Nach längerer Zeit sind endlich einmal wieder zwei Freiwillige vor Ort. Sibylle und Nicole haben unsere Website bereits um viele Blogbeiträge bereichert, die wir euch ans Herz legen möchten: http://www.fonelisco-verein.de/blog/category/blog/sibylle-und-nicole-bei-fonelisco/

Wir wünschen allen eine gute Woche!