Mwanza got me back!

Ich sitze im Esszimmer am Computer, neben mir läuft der Fernseher mit irgendeiner recht grauenhaften Fernsehserie – ich bin wieder in Mwanza. Zum mittlerweile vierten Mal bin ich bei FONELISCO und werde allerdings auch wie bereits vor zwei Jahren ein juristisches Praktikum bei einem Anwalt absolvieren. Bis mindestens Mitte September werde ich in Mwanza sein und würde mich freuen, wenn einige von euch Lust haben, während dieser Zeit meinen Blog zu verfolgen. Es ist viel passiert in den ersten Tagen hier, also stellt euch auf einen langen Blog ein.

Doch der Reihe nach. Am Samstag, den 5.8. ging es los. In einem überfüllten Zug ging es von Freiburg zum Frankfurter Flughafen. Dort hatte ich gleich großes Glück, dass mich in der Schlange vom Check-In Marius ansprach. Er war auf dem Weg nach Kapstadt und würde wie ich mit Emirates über Dubai fliegen. Zusammen lässt es sich besser warten und fliegen, dachten wir uns und taten uns zusammen. Bereits am Schalter erhielten wir die verheißungsvolle Botschaft, dass unser Flug überbucht war und so boten wir uns an, im Fall der Fälle einen Flug später zu nehmen. Diesen würden wir in 10.000 Meter Höhe dann jedoch mit Champagner und gutem Essen in der Business-Class genießen dürfen. Die nächsten Stunden verbrachten wir also mit Warten und Hoffen, bis uns letztlich die frohe Botschaft erreichte, dass wir tatsächlich erst am Abend fliegen würden. Neben dem Business-Upgrade bekamen wir noch einen kostenlosen Freiflug innerhalb des nächsten Jahres geschenkt und wurden für die Wartezeit in einem Hotel untergebracht und bekamen ein Essen spendiert. Für mich hatte das Ganze den schönen Nebeneffekt, dass ich die elfstündige Wartezeit in Dubai über Nacht deutlich verkürzen konnte – also nur Vorteile.

Der Business-Flug war in der Tat äußerst komfortabel. Nachdem wir vor dem Abflug bei Champagner das Finale des deutschen Supercups schauen konnten, genossen wir während des Fluges das leckere Essen und den guten Wein, bevor wir unsere Sessel in die angenehme Liegeposition brachten und den Rest des Fluges verschliefen. Angekommen in Dubai war der Flughafen dort heillos überfüllt und die Flasche Wasser mit 7 USD doch recht kostspielig, sodass ich mich freute, als es dann nach Dar Es Salaam weiterging – in der ganz gewöhnlichen Economy Class. In Dar musste ich lange auf mein Visum warten, bekam es dann aber doch anstandslos ausgestellt, sodass meinem Aufenthalt in Tansania nichts mehr im Wege stand. Ein letzter kurzer Flug brachte mich dann letztlich an mein Ziel Mwanza. Dort am vertrauten Flughafen konnte ich noch während der Gepäckabholung Joseph und Sibylle, eine der Freiwilligen vor Ort, erblicken. Die Begrüßung Josephs war wie immer herzlich und es war toll, ihn nach über einem Jahr wiederzusehen. Auch im Freiwilligenhaus wurde ich freudig willkommen geheißen und traf auf die beiden anderen Freiwilligen. Silke verbringt einen Teil ihres Sabbathalbjahres in Mwanza und Juliane aus Dänemark hat FONELISCO für ihr sechsmonatiges Praktikum im Rahmen ihres Studiums ausgewählt. Nach dem Abendessen und der Dusche verkroch ich mich rasch ins Bett, um die anstrengende Reise durch eine gehörige Portion Schlaf auszugleichen.

An meinem ersten Morgen in Mwanza wartete gleich eine kleine Überraschung auf mich. Mein Praktikum würde erst am nächsten Montag, den 14.08., anfangen. Jedoch bat mich der Anwalt spontan, mich heute bereits vorzustellen. Also fuhr ich mit Joseph und Juliane in die Kanzlei. Diese ist ein gewöhnliches Wohnhaus, das von außen nicht besonders ausschaut, von innen aber teilweise doch recht edel ist. Hier führte mich Leonard in die Arbeit ein, die mich so erwarten wird. Glücklicherweise spielt Strafrecht hier wohl doch eine größere Rolle. Nachdem dies das Gebiet ist, dass mich am meisten an Jura interessiert, ist das schon einmal eine gute Nachricht. Allerdings habe ich ein bisschen Angst, dass die Firma eher auf die Verteidigung von ökonomischen „bad guys“ spezialisiert ist, also größeren Firmen wie „Mining Companies“. Aber ich bin gespannt darauf, was mich erwartet. Die Arbeitszeiten sind mit 07h30 bis 17h00 hart, dafür gibt es aber eine eigene Küche mit einem hervorragenden Koch, dessen Künste wir bereits testen durften. Leonard selbst ist nun für zwei Wochen in Paris, aber ich werde ohnehin von seinem Kollegen Bruno betreut. Ich bin gespannt, was mich dort erwartet – am Montag geht es los.

Mit Juliane besorgte ich noch Wasser in der Stadt und holte mir Geld bei der Bank. Wir sorgten für große Belustigung bei den Tansaniern, wie wir zwei große Wasserkisten durch die halbe Stadt trugen. Außerdem machte mich ein Straßenhändler glücklich, bei dem ich vor vier Jahren eine Kette gekauft habe, die ich für gewöhnlich immer trage und die mir letzte Woche kaputt gegangen war. Er konnte sie mir reparieren, sodass ich meine Erinnerung an Mwanza, mein kumbukumbu, wieder mit mir tragen kann. Insgesamt war die Stadt noch die, die ich vor einem Jahr verlassen habe. Aber man merkt doch, dass Mwanza im Wandel ist. Viele neue Gebäude werden hochgezogen, insbesondere größere Hotels. Auch die Straße in die Stadt wird komplett auf vier Spuren erweitert und über sie verläuft auf Höhe der letztes Jahr eröffneten „Rock City Mall“ eine moderne Brücke. Erschreckend war die deutlich gestiegene Anzahl an Straßenkindern in der Stadt, jedenfalls kam mir dies so vor.
Nach dem Mittagessen ging es dann endlich das erste Mal zu den Kids zu Fone. Nach herzlicher, teils schüchterner Begrüßung gingen wir mit den Kindern zu Tunza, einer Strandbar in der Nähe. Dort hatten die Volontäre mit den Besitzern ausgehandelt, dass wir von Zeit zu Zeit mit den Kindern kostenlos dorthin dürfen. Sie genossen die Zeit am Strand inklusive des Fußballspielens im Sand. Ich kaufte den Kids einige Packungen Popcorn, dass diese mit Freude verspeisten. Ganz typisch tansanisch boten sie aber auch uns Volontären an, ein wenig von ihren Portionen zu essen.
Den Abend ließen wir vier Freiwilligen in der nahegelegenen „Miami Bar“ ausklingen, wo ich über die aktuelle Situation und die Probleme vor Ort aus ihrer Sicht informiert wurde. Auch wenn wir nun schon seit fast sechs Jahren FONELISCO unterstützen, gibt es doch immer noch viele kleine Dinge, an denen es hier und da hakt. Insgesamt war es aber doch ein sehr gutes Gespräch, bei dem ich vieles aufnehmen konnte, aber vielleicht auch die ein oder andere Sache näher erklären konnte. Trotzdem ist mir ein weiteres Mal klargeworden, dass eine Zusammenarbeit zwischen Menschen zweier Kulturkreise eine Herausforderung ist. Darin liegt vielleicht die Schwierigkeit unserer Arbeit, gleichzeitig aber auch der besondere Reiz. Denn FONELISCO wäre nicht FONELISCO, wenn das Waisenhaus nicht von Joseph, einem Tansanier, begründet und geleitet werden würde. Und genau diese Eigeninitiative macht die Organisation für mich so interessant und unterstützenswert. Dass damit natürlich auch einige Probleme verbunden sind, liegt auf der Hand.

„Knock, knock, knock – Domi“. Der Dienstagmorgen begann erstaunlich früh, jedenfalls schlief ich noch tief und fest, als Joseph mich weckte. Für diesen Morgen war eine Fahrt zum New Land angedacht, nur wann genau „Morgen“ sein würde, hatten wir nicht definiert. Also verschlangen wir Freiwilligen ein schnelles Frühstück und ab ging es in Richtung des Grundstücks von FONELISCO, auf dem wir einige landwirtschaftliche Projekte begonnen haben. Diese habe ich noch nicht mit eigenen Augen gesehen, sodass ich sehr gespannt war, mir davon einen Eindruck zu verschaffen. Bereits auf der halbstündigen Fahrt dorthin fiel mir auf, wie ausgetrocknet die Gegend war. Die Umgebung von Mwanza ist eigentlich bekannt dafür, aufgrund der Lage am Lake Victoria sehr grün zu sein. Nun ist es Trockenzeit und man merkt deutlich, dass die letzten zwei Regenzeiten ausgefallen sind. Leider hat dies auch deutlichen Einfluss auf unsere Projekte auf dem New Land. Die Reisernte ist drastisch unter dem Erwarteten. Die nächsten Tage werden wir mal probeweise einen Sack Reis fertig zubereiten lassen, sodass wir ausrechnen können, wie viel Kilogramm nun tatsächlich geerntet wurden. Nachdem aber auch der Reispreis plötzlich wieder gefallen ist, bin ich doch sehr enttäuscht, wie das eigentlich vielversprechende Projekt gelaufen ist. Auch der gepflanzte Mais hat mit der Hitze zu kämpfen, ebenso mit Tieren, die versuchen die Ernte zu stehlen. Feuerstellen auf den Boden zeugten davon, wie unsere Massai versuchten, die Tiere zu verscheuchen. Unsere Kühe hingegen sahen sehr gesund aus. Sie sind zurzeit alle schwanger, sodass sie keine Milch geben, aber wir hoffen, dass wir, sobald sie kalben, hier mit der Milch einen guten Umsatz machen können. Joseph zeigte mir noch drei Wasserbecken, in denen wir ein Fischprojekt aufziehen könnten. Noch bin ich hier aber vorsichtig, weil es doch wieder eine größere Investition wäre und mich der Ausgang der bisherigen Projekte wenig überzeugt hatte. Denn auch das Hühnerprojekt war ein großes Verlustgeschäft, nachdem sich in Mwanza eine riesige indische Firma namens „Kuku Poa“ niedergelassen hat, die Hühner zu tausenden „produziert“ und den Marktpreis in kürzester Zeit von 12.000 TZS (ca. 5€) auf 6.000 TZS (ca. 2,50€) reduziert hat. Wir sind sicher nicht die einzigen in der Region, die darunter leiden. Auf der anderen Seite hat es natürlich auch etwas für sich, wenn Hühner für die Bevölkerung erschwinglicher werden. So hatten wir uns dazu entschlossen, den Großteil unserer Hühner für die Kinder selbst zu nutzen. Mit großem Geschrei wurden die verbleibenden 12 Hühner eingefangen und in dem Kofferraum ins Waisenhaus verbracht. Belustigt hat mich auf dem Rückweg der DalaDala mit der wundervollen Aufschrift „Air Force One“ – ein treffender Name für die „komfortablen“ Kleinbusse Über die Projekte werde ich im Laufe des Monats einen weiteren „Agricultural Report“ schreiben, um wieder einen guten Überblick über die Situation zu geben.

Im Waisenhaus angekommen schaute ich mir die Schlachtung der Hühner an, die einer unserer älteren Jungs fachmännisch und unaufgeregt durchführte. Außerdem spielte ich ein wenig Fußball, während unser Spielfeld immer wieder von hühnertragenden Kindern durchquert wurde. Danach ging es dann zum Mittagessen– leckeres Hühnchen mit Spaghetti – ins Freiwilligenhaus. Am Nachmittag fuhren wir Freiwilligen ans andere Ende der Stadt in die Nähe von Igoma. Am 8.8. ist in Tansania der Feiertag „Nane Nane“ (Swahili, Nane = 8), der Tag der Landwirtschaft. In Igoma fand ein großes Fest statt, das uns jedoch enttäuschte. Anstatt Ausstellungen von Tieren und Pflanzen fanden wir vorwiegend einen gigantischen Markt mit viel Geschrei, Lärm und unzähligen Menschen vor. Nachdem wir uns eine Stunde durch die Massen gequetscht hatten, entschieden wir uns für den Rückweg. Angesichts der vollgestopften DalaDalas entschieden wir uns für die Fahrt mit PikiPikis, den Motorradtaxis. In der Stadt gingen wir Burger essen in einem von Dänen geführten Laden, der mit dem Ertrag eine Suppenküche für Bedürftige eröffnen möchte. Gegen Abend führte ich ein längeres Gespräch mit Silke. Zum einen überlegten wir ein bisschen, wohin wir möglicherweise zusammen gegen Ende unserer Zeit in Tansania reisen möchten. Allerdings bin ich mir noch nicht sicher, wieviel mein knappes Budget wohl so hergeben kann. Jedenfalls eine Zugfahrt möchte ich aber unbedingt machen, denn davon träume ich schon seit ich das erste Mal in Mwanza war. Zum anderen sprachen wir aber auch über FONELISCO und die Arbeit des Fonelisco e.V. – ein wirklich sehr gutes Gespräch, über das ich viel nachdenke.

Am gestrigen Mittwoch fuhren wir am Morgen in die Stadt und wollten dort eigentlich bei einer von Dänen organisierten Essensausgabe dabei sein. Leider verschob sich dies alles, sodass wir uns für ein rasches Mittagessen entschieden. Mit rasch war allerdings nicht viel. Unsere mageren Hühnchenknochen mit labbrigen Pommes bedurften offenbar besonders intensiver Zuneigung, sodass wir leider die Essensausgabe vollständig verpassten. Danach gingen wir zu einem Blumenladen. Dort wollte Juliane für ein Projekt mit den Kindern Pflanzensprösslinge besorgen, die die Kinder dann selbst züchten. Die Verkäufer waren Feuer und Flamme dafür, uns diverse Blumen von überall heranzuschleppen und die Sprösslinge auszureißen. Vollbepackt mit den Sprösslingen fuhren wir auf dem Rückweg noch beim Supermarkt in der pompösen „Rock City Mall“ vorbei und bei einer meiner Lieblingsorganisationen in Mwanza: Tunaweza. Hier nähen und schneidern Behinderte Kleidung und Souvenirs, die dann für den Erhalt der Organisation verkauft werden. Mit Stefano, einem der Mitarbeiter von Tunaweza, bin ich gut befreundet und hatte ihn auch bei seiner Hochzeit vor einigen Monaten unterstützt.

Alphonsi mit selbst gebasteltem Radio.

Den Nachmittag verbrachte ich bei Fonelisco. Gemeinsam mit Margreth, einem etwa 13jährigen Mädchen, übersetzte ich zwei Bücher vom Englischen ins Swahili. Mein Swahili reicht für gewöhnlich mittlerweile für die meiste Kommunikation, aber bei Wörtern wie „hovercraft“, „scuba diving“ oder „current“ stößt es dann spätestens an seine Grenzen. Trotzdem hat es mir riesigen Spaß gemacht und ich durfte mich mal wieder ein wenig wie ein richtiger Volontär fühlen. Denn dieses Gefühl blieb mir so richtig nur bei meinem ersten Aufenthalt vergönnt, mittlerweile sehe ich Fonelisco doch eher durch die Augen des Mitarbeiters des Fonelisco e.V. Augen, die leider oft zu viele Probleme sehen… Danach schaute ich Silke noch bei ihrem Englischunterricht zu, den sie wirklich gut gestaltete und bei dem die Kinder toll mitmachten. Allerdings sagte Silke, dass dies wohl eher deshalb war, weil ich mit dabei war. Mich scheint eine wahrlich furchteinflößende Aura zu umgeben… Den Abend beschloss ich mit einem langen Gespräch mit Joseph am Strand von Tunza, wo uns Rama bediente, den ich noch von der befreundeten Sports Charity kannte. Wir hatten ein wirklich produktives Gespräch in positiver Atmosphäre versüßt mit tansanischem Bier und Cider, bei dem viele Probleme auf den Tisch kamen. Ich bin auch optimistisch, dass einige Dinge nun angegangen werden. Eines der Hauptprobleme liegt sicher in dem Abhängigkeitsverhältnis zwischen Fonelisco und unserem deutschen Partnerverein als größten Geldgeber. Dadurch ordnet sich Joseph uns manchmal unter, was wir aber auf keinen Fall wollen. Unser Ziel ist es, gleichberechtigt mit ihm zu arbeiten und ihm dabei zu helfen, langfristig auf eigenen Beinen zu stehen. Also habe ich Joseph ermutigt, uns immer klar auch seine Meinung zu kommunizieren, damit wir auf keinen Fall entgegen seinem Willen entscheiden. Aber natürlich ist es nicht immer ganz leicht, den Spagat zwischen der Verantwortung unseren Spendern gegenüber und seiner Entscheidungsfreiheit zu schlagen. Trotzdem denke ich, dass unser Gespräch diesbezüglich einiges geklärt hat. Zudem ist für Samstag bereits ein Staff-Meeting anberaumt, das lange überfällig war und auch so bin ich gespannt, ob das Gespräch viele produktive Ergebnisse mit sich bringt.

Heute früh besprach ich mit Joseph die aktuelle finanzielle Situation. Uns macht große Sorgen, dass zum einen das Essen noch nicht für den Rest des Monats gesichert ist und die Mitarbeiter noch nicht bezahlt sind. Besonders problematisch ist jedoch die Situation um unser krebskrankes Mädchen. Sie ist an Gebärmutterhalskrebs erkrankt und muss sich einer Radiochemotherapie in sechs Zyklen unterziehen. Der nächste Zyklus steht nun am 18. August an und es ist mittlerweile auch sicher, dass sie dort operiert werden soll. Ihre Behandlung ist äußerst kostspielig und ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere auf unserer eigens für sie eingerichteten Spendenaktion vorbeischaut. Dort gibt es auch nähere Informationen zu dieser Situation: https://www.betterplace.org/de/projects/56225-unterstutzung-fur-krebskrankes-waisenkind

Danach fuhr ich mit meinem PikiPiki-Fahrer, den ich schon seit zwei Jahren kenne, zu der Sprachschule, in der Silke einen Kurs absolviert. Dort bot mir die Lehrerin, eine Deutsche, die seit vielen Jahren in Tansania wohnt, einen Rahmenvertrag an, sodass unsere Freiwilligen in Zukunft zu vergünstigten Konditionen Kurse absolvieren können. Nach einem weiteren längeren und interessanten Gespräch mit Silke in der Stadt fuhren wir heim, wo ich den Nachmittag am Computer verbrachte, um einige Fonelisco-Sachen zu organisieren – unter andere diesen Blog. Daneben skypte unser deutsches Team noch, wo ich sie über die aktuelle Situation hier vor Ort auf den neuesten Stand brachte. Nun stehe ich noch vor dem klischeehaften Problem, dass ich gleich eine Dusche aus Wasserflaschen zu mir nehmen muss, nachdem wir nun schon zwei Tage lang kein Wasser mehr haben. Bei Bauarbeiten wurde ein Rohr beschädigt, sodass ganz Ilemela keinen Zugang zu Wasser hat.

Insgesamt liegen sehr ereignisreiche und geschäftige Tage hinter mir, in denen ich bereits viel erlebt habe. Die Freiwilligen vor Ort hinterlassen einen wirklich positiven Eindruck. Insgesamt fühlt es sich einfach toll an, wieder in meinem „second home“ zu sein. Auch wenn der „Nervenkitzel“ der ersten Touren ein wenig vergangen ist, so ist das Gefühl, sich hier heimisch zu fühlen, doch vielleicht sogar noch mehr wert.

Bis zum nächsten Mal!