Die ersten Tage

Ein Tag vor der Reise. Ich bin so wahnsinnig aufgeregt und habe etwas Angst, weil ich nicht weiß was mich erwartet und ob ich dem gewachsen bin.
Doch ehe ich mich versehe sitze ich schon im Flugzeug und bestaune den Sonnenaufgang über Afrika.
Auch wenn ich in den ersten Stunden von allem Neuen überflutet werde, macht mir die herzliche Begrüßung von Joseph und den anderen tansanischen Hausbewohnern den Anfang meines nächsten halben Jahres sehr schön.
Die nächsten Tage kommt ein aufregender Moment nach dem anderen: Die erste Daladalafahrt, der erste Stromausfall, die erste Dusche mit Regenwurm, mein erstes tansanisches Frühstück, die erste Mango (der noch viele folgen werden), die erste Heuschrecke (der nicht viele folgen werden) und das erste Mal bei den Kindern im Waisenhaus.
Das Waisenhaus wird momentan renoviert, die Außenwände sind schon in einem fröhlichen grün angestrichen und die Dächer in blau. Demnächst wird auch jedes Kind in einem neuen Bett schlafen.
Mein Eindruck von der Unterkunft war also sehr gut. Noch besser war die Begegnung mit den Kindern. Wir haben am Abend zusammen getanzt, wobei wirklich jeder Spaß hatte. Ich war außerdem auch beeindruckt, weil sogar die ganz kleinen besser tanzen können als wir Deutsche.
Jeden Morgen von Montag bis Freitag unterrichten wir eine Stunde in der Vorschule und spielen danach zusammen. Ob Basteln, Malen, Kiswahili oder Englisch, die Kinder sind immer interessiert und machen einem das unterrichten einfach.
Die Stimmung im Waisenhaus ist immer fröhlich und sehr friedlich. Es wirkt wie eine große Familie und ich freue mich die nächsten Monate ein Teil davon zu sein.