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Hallo, wir sind Luisa und Johanna aus Wunsiedel (Oberfranken) und Kassel und sind nun seit gut einer Woche bei Fonelisco. Wir werden euch in der kommenden Zeit abwechselnd von unseren Erfahrungen hier berichten und euch so gut es geht über die Entwicklung im Waisenheim auf dem Laufenden halten.

Nach einem langen Flug sind wir am 04.01.2020 relativ erschöpft abends in Mwanza am Flughafen angekommen. Dort haben uns Joseph und Iben schon fröhlich erwartet und in Empfang genommen. Gemeinsam sind wir zum Volontärshaus gefahren, wo wir Josephs Familie kennengelernt haben und von allen willkommen geheißen wurden, sodass wir uns direkt wohl gefühlt haben.
Am nächsten Morgen hat uns Iben zu Fone gebracht und uns die anwesenden Mitarbeiter und einige Kinder vorgestellt. Das war erstmal sehr beeindruckend und aufregend für uns, da es uns noch sehr schwerfiel sich so schnell so viele Namen und Gesichter zu merken und wir uns noch gar nicht ausdrücken konnten.
Nachmittags haben wir gemeinsam mit Iben Ilemela erkundet und Iben hat uns viel gezeigt und über Fonelisco und das Leben hier erzählt.
In den folgenden Tagen lernten wir langsam immer mehr Namen und Gesichter von den Kindern und traten mehr und mehr in Kontakt mit ihnen. Immer mehr kamen auf uns zu und die ersten Konversationsversuche mit unseren wenigen Worten, die wir in Suaheli schon wussten, entstanden.
Wir bekamen erste Eindrücke von dem Alltag in Fone: von den Mahlzeiten dort, von der großen Begeisterung vieler Kinder am Malen in ihren Malheften bis hin zu Ereignissen wie der wöchentlichen Movie Night, welche Iben weiterhin am Laufen erhält, kleinen Dance Sessions am Abend oder Ausflüge zum Sabasaba Sport Charity Center einem großen Sportplatz in Ilemela. Viele Eindrücke, die uns faszinierten und neugierig machten. Und da die Schule noch nicht angefangen hatte, waren meistens auch so gut wie alle Kinder da, was vorteilhaft war, um möglichst viele in den ersten Tagen kennenzulernen und Kontakt aufzunehmen.
Außerdem begannen wir mit unserem Sprachkurs bei Mama Salala und lernten so immer mehr Wörter und Sätze auf Suaheli, was uns half, immer mehr Begrüßungsfloskeln mit den Kindern in Fone und den Menschen in Ilemela auszutauschen.
Abgesehen davon freuten Luisa und ich uns jedes Mal aufs Neue, von Mama Salala über die Kultur und das Leben in Tansania erfahren zu können. Auch wenn diese manchmal eventuell etwas subjektiv waren, empfanden wir ihre Erzählungen als sehr spannend und hilfreich, um die tansanische Kultur besser zu verstehen.
Ein wirklich besonderer Abend war für uns die Willkommensparty nach unserer ersten Woche in Fonelisco. Zum einen waren wir erstmal sehr überrascht, als Joseph uns erzählte, dass diese geplant ist, zum anderen waren wir im Vorhinein völlig ahnungslos, was uns erwartet.
Am späten Nachmittag kam Joseph dann runter ins Waisenhaus und trommelte alle Kinder zusammen. Es wurden zwei Stühle für uns aufgestellt, auf die wir uns setzen sollten. Etwas verunsichert und schüchtern setzten wir uns hin und fragten uns, was nun passieren würde.
Auf einmal erhoben sich alle Kinder und fingen gemeinsam mit Joseph und den anderen Mitarbeitern lautstark an, ein Lied nach dem nächsten auf Suaheli zu singen und zu tanzen, um uns willkommen zu heißen. Luisa und ich waren zum einen peinlich berührt, aber konnten vor Aufregung und Freude gar nicht mehr aufhören zu grinsen und zu lachen. So viel Freude über unser Dasein und Gastfreundschaft überwältigte uns total und ließ sogar die eine oder andere Freudenträne rollen.
Nachdem die Kinder und Erwachsenen zu guter Letzt die tansanische Nationalhymne gesungen hatten, kamen einzelne Kinder und die Mitarbeiter zu uns oder stellten sich auf und formulierten eigene persönliche Willkommensworte für uns, was ebenfalls sehr berührend war. Luisa und mir fehlten vor lauter Rührung wirklich die Worte und wir brachten lediglich immer wieder „Asante! Asante Sana!“ hervor.
Ich bin mir sicher, dieser Abend wird bei keinem von uns beiden je in Vergessenheit geraten.

Allgemein war es für uns wirklich beeindruckend, wie herzlich wir hier in Mwanza und vor allem bei Fonelisco und im Volontärshaus willkommen geheißen wurden. Schon am ersten Abend sagte Joseph wir alle seien eine Familie. Und dieses Gefühl bestärkte sich immer wieder. Ob bei dem freudestrahlenden Begrüßungen von Joseph jedes Mal, wenn er nach Hause kam, dem täglich liebevoll zubereiteten Essen von Helen, Unterstützung und Gespräche mit Eddie, einem netten Spieleabend mit Elias, Helens ältestem Sohn, der häufen Kontaktaufnahme von der kleinen Natasha (eine von Helens Töchtern) oder vor allem dem freudigen „Mambo“ der Fone-Kinder wenn wir durchs Tor herein kommen. Alle heißen uns sehr herzlich willkommen, was es uns deutlich leichter macht, uns hier wohl zu fühlen.
Vor allem aber erwähnt werden muss die liebe Iben, die uns seit Tag 1 alles zeigt, uns durch die Innenstadt Mwanza führt, uns alles erklärt, uns zu verschiedenen Orten, wie z.B. der Sprachschule bringt, für uns immer wieder den Dolmetscher spielt, wenn es mal wieder an unserem noch sehr ausbaufähigen Suaheli scheitert und für wirklich unzählig viele Fragen von uns Geduld und Verständnis aufbringt.
Auch wenn es für uns nicht immer leicht ist, uns an all die neuen Eindrücke zu gewöhnen, wir noch immer etwas unsere Rolle in Fonelisco suchen und uns an vieles gewöhnen müssen, hatten wir eine wirklich schöne erste Woche hier, in der ich für meinen Teil mich viel schneller eingewöhnt habe, als ich es im Vorhinein vermutet hätte.

WOW! Ihr habt uns heute ordentlich bei unserer Spendenaktion auf betterplace unterstützt und betterplace hat verdoppelt. 660€ vom Verdopplungstopf gingen an uns! Ein großes Danke für euren heutigen Support!!!

Ab jetzt wird zwar nicht mehr verdoppelt, aber trotzdem ist jede Spende weiterhin wichtig, damit wir die Kosten für Dezember und Januar zusammen bewältigen können!

Deshalb freuen wir uns weiter über euren Support!

 

Startschuss für unsere Spendenaktion im Dezember! 130 Millionen Euro schießen wir in Deutschland Jahr für Jahr in den Himmel. Wir wollen euch einen Anreiz geben, euer Geld in diesem Jahr lieber für Reis & Bohnen für die Kids in unserem Waisenheim einzusetzen.

Alle Informationen zu unserer Spendenaktion findet ihr auf betterplace!

Euch allen eine frohe Adventszeit!

Euer Fonelisco e.V. Team

Eine großzügige Spende erreichte Fonelisco e.V. von Wolfgang Stellmach, der seit 2014 als Soldat beim Supreme Headquarter Allied Powers Europe (SHAPE) in Mons/Belgien in der NATO arbeitet. Wolfgang Stellmach war 2015 in MWANZA als er seinen Sohn Lukas besuchte, der für ein halbes Jahr in MWANZA für ein Sozialprojekt arbeitete. Dabei lernte er Joseph und FONELISCO kennen und war so begeistert, dass er Fonelisco e.V. seit 2016 finanziell unterstützt. Sein Ziel ist es auch, FONELISCO in seinem Umfeld bekannt zu machen, um andere zu Spenden zu motivieren. Umso erfreuter war er, als die Frau eines seiner deutschen Kameraden Frau Manja Selge-Karth auf ihn zukam und ihm sagte, dass sie mit einer Aktion Fonelisco e.V. unterstützen wollte. Auf die Idee war sie gebracht worden durch die Ehefrau eines zivilen Mitarbeiters in SHAPE, Frau Caroline Gosepath, die von FONELISCO gehört hatte.
Jedes Jahr richtet die deutsche Unteroffizierkameradschaft für die 29 Nationen in SHAPE ein großes Oktoberfest aus, das Highlight aller gesellschaftlicher Feiern in SHAPE vor allen Dingen für die ausländischen Kameraden. Freitag und Samstag Abend findet eine große Party im eigens dafür aufgestellten Festzelt statt, Samstag Nachmittag dann ein Familiennachmittag mit vielen Aktionen für Kinder. Eine dieser Aktionen ist das „Kinderschminken“. Gegen eine Spende von 5 € für Fonelisco e.V. konnten sich die Kinder in einem Katalog eine Vorlage/ein Motiv aussuchen und sich durch die „Schminkprofis“ dieses aufmalen lassen. Organisiert von Manja Selge-Karth schminkten die Ehefrauen einiger Soldaten, die in SHAPE stationiert sind: Doris Klaas, Birgit Pump, Jennifer Nieves, Katharina Raichle, Theresia Gau, Manja Selge-Karth und Dirk Matthes (s. Bild). Dazu kam Jana Mai, sie war als Gast da und hat spontan mitgemacht. Dirk Matthes hatte etwas Besonderes parat, denn er malte Tattoos auf. Der Andrang war riesig, das Schminkteam im Dauerstress und so standen am Ende 585,- €uro für Fonelisco e.V. zu Buche. Wolfgang Stellmach hatte noch ein Plakat und Flyer gemacht, um Fonelisco e.V. bekannt zu machen, vielleicht fühlt sich ja der ein oder andere angesprochen, im Anschluss an das Kinderschminken sich für Fonelisco e.V. zu engagieren.
Am 03. Oktober übergab Manja Selge-Karth mit einem Teil ihres Schminkteams die 585 €uro an Wolfgang Stellmach; durch zwei weitere großzügige Spenden wurde das Ergebnis auf 1000 € aufgestockt und an Fonelisco e.V. überwiesen. Der Dank geht an das Schminkteam der deutschen Gemeinschaft in SHAPE, nach 2018 die zweite Spende, die uns aus BELGIEN erreicht hat. Damals hatte der deutsche militärische Repräsentant in SHAPE anlässlich seines barbecues bei seinen internationalen Gästen für Fonelisco e.V. gesammelt.

Wir, der Fonelisco e.V. haben uns ungemein über diese schöne Spendenaktion gefreut, über das große Interesse und die viele Freude und der große Erflog, die damit verbunden waren.

1/3 der Miete ist finanziert, unterstütze Fonelisco hier

Eine der letzten Geschichten erzählt uns Luise, die Volontärin und jetzt Mitarbeiterin bei Fonelisco e.V. ist:

Nach meinem Abitur verbrachte ich 173 Tage bei Fonelisco.
An jedem einzelnen dieser Tage schrieb ich in mein Tagebuch.
Nun ist es mehr als 3 Jahre her, dass ich wieder zurück in Deutschland bin und ich habe kein einziges Mal einen Blick hinein geworfen.
Für unserer Geschichten-Aktion habe ich es nun doch wieder einmal gewagt und dabei viele gemischte Gefühle verspührt.

Tag 1:
Ziemlich anstrengend und hart! Mir war klar, dass alles anders aussieht und einfach alles anders ist. Das dann aber hautnah zu erleben war krass.
Im Flugzeug war noch alles schön: Sonnenaufgang über Nairobi!
In Mwanza angekommen hatte ich es langsam realisiert: ich bin in Tansania, alles und alle sehen hier anders aus!
Mein Voluntärshaus ist schön, groß aber auch anders als bei uns. Anders ist wohl das Wort das alles beschreibt. Das Essen schmeckt mir nicht so.

Tag 173:
Kiki und ich machen noch einmal das letzte Mal den Vorschulunterricht, ich nehme alles ein letztes Mal ganz bewusst wahr, die Gesichter, die Umgebung, die Geräusche.
Dann ab an den Strand. Alle Kinder und fast alle Mitarbeiter waren da!
Wir haben jetzt ganz viele Fotos mit allen Mitarbeitern. Mama Esta hatte ein so tolles Kleid an, alle haben sich extra schick gemacht! Joseph hat die ganze Zeit mit den Kindern Fußball gespielt.
Das war so schön, ein richtiger Gemeinschaftsausflug.
Nach dem gemeinsamen Heimweg haben wir uns dann verabschiedet. Hände geschüttelt und uns umarmt. Wie sehr ich diese Situation gehasst habe.
Daheim gab’s dann ein letztes Mal Reis mit Bohnen, hat heute besonders lecker geschmeckt!

Die Zeit bei Fonelisco hat meine Sicht auf die Welt verändert und so soll Fonelisco es auch weiterhin tun! Deswegen bin ich dabei und unterstütze Fonelisco!