#FoneliscoStory
Hier findet ihr alle Geschichten, die FONELISCO geschrieben hat.

1/3 der Miete ist finanziert, unterstütze Fonelisco hier

Eine der letzten Geschichten erzählt uns Luise, die Volontärin und jetzt Mitarbeiterin bei Fonelisco e.V. ist:

Nach meinem Abitur verbrachte ich 173 Tage bei Fonelisco.
An jedem einzelnen dieser Tage schrieb ich in mein Tagebuch.
Nun ist es mehr als 3 Jahre her, dass ich wieder zurück in Deutschland bin und ich habe kein einziges Mal einen Blick hinein geworfen.
Für unserer Geschichten-Aktion habe ich es nun doch wieder einmal gewagt und dabei viele gemischte Gefühle verspührt.

Tag 1:
Ziemlich anstrengend und hart! Mir war klar, dass alles anders aussieht und einfach alles anders ist. Das dann aber hautnah zu erleben war krass.
Im Flugzeug war noch alles schön: Sonnenaufgang über Nairobi!
In Mwanza angekommen hatte ich es langsam realisiert: ich bin in Tansania, alles und alle sehen hier anders aus!
Mein Voluntärshaus ist schön, groß aber auch anders als bei uns. Anders ist wohl das Wort das alles beschreibt. Das Essen schmeckt mir nicht so.

Tag 173:
Kiki und ich machen noch einmal das letzte Mal den Vorschulunterricht, ich nehme alles ein letztes Mal ganz bewusst wahr, die Gesichter, die Umgebung, die Geräusche.
Dann ab an den Strand. Alle Kinder und fast alle Mitarbeiter waren da!
Wir haben jetzt ganz viele Fotos mit allen Mitarbeitern. Mama Esta hatte ein so tolles Kleid an, alle haben sich extra schick gemacht! Joseph hat die ganze Zeit mit den Kindern Fußball gespielt.
Das war so schön, ein richtiger Gemeinschaftsausflug.
Nach dem gemeinsamen Heimweg haben wir uns dann verabschiedet. Hände geschüttelt und uns umarmt. Wie sehr ich diese Situation gehasst habe.
Daheim gab’s dann ein letztes Mal Reis mit Bohnen, hat heute besonders lecker geschmeckt!

Die Zeit bei Fonelisco hat meine Sicht auf die Welt verändert und so soll Fonelisco es auch weiterhin tun! Deswegen bin ich dabei und unterstütze Fonelisco!

TANZEN – GEMEINSCHAFT – LACHEN – ZUSAMMENHALT

Diese vier Begriffe zeichnen Fonelisco aus und genau diese Dinge wollten wir zwei Freundinnen, Anja und Franzi näher kennenlernen. Wir beide haben nach dem Abitur 2015 für 4 Monate das Waisenhaus besucht, kennen und lieben gelernt. Diese Zeit war eine unvergessliche und prägende Zeit, die uns für immer in Erinnerung bleiben wird.
Eines der schönsten Erlebnisse war Weihnachten mit den Kindern zu feiern und die Feiertage mit ihnen zu verbringen. Die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest haben somit begonnen, dass wir eine Ziege mit Joseph an einem Ziegenmarkt gekauft haben. Das ist bei Fonelisco das traditionelle Weihnachtsessen, das sie oft als Spende geschenkt bekommen.

Anschließend haben wir bei den Zubereitungen des Weihnachtsessen geholfen und das Fest konnte somit beginnen. Für uns beide war es im ersten Moment ungewöhnlich dieses Fest nicht mit unserer Familie zu feiern. Doch die Kinder und Mitarbeiter haben uns von Anfang an das Gefühl gegeben, eine Familie zu sein. Somit haben wir dieses Weihnachtsfest mit unserer tansanischen Familie gefeiert. Wir tanzten, lachten, haben Spiele gespielt und abschließend haben wir das Christkind verkörpert ;).

Dieses Weihnachten war anders, aber etwas ganz Besonderes, das uns zeigte, dass es ein Fest der Liebe und der Geborgenheit ist.
„Fone“ bleibt uns immer im Herzen und denken an die unvergesslichen und schönen Momente mit den Kindern und Mitarbeitern, zurück.

Noch sind erst 16% der bald anfallenden Miete finanziert. Wir brauchen eure Unterstützung! Spenden geht ganz einfach über betterplace .

Beim Abendessen im Waisenhaus

Vor drei Jahren besuchten mein Mann, meine große Tochter und ich das Waisenhaus von Fonelisco in Mwanza. Luise, meine jüngere Tochter, verbachte dort ein halbes Jahr um dort zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln. Ich war ziemlich aufgeregt als wir gleich zu Beginn unseres Besuches zu einem Essen im Waisenhaus eingeladen wurden. Ein für mich fremdes Land und dazu noch Kinder, die mich nicht kannten und von denen ich nicht wusste, wie sie auf mich reagieren würden. Und Kiswuaheli, die Landessprache, konnte auch keiner von uns.

Vor dem Essen spielten die Kinder Fußball, wie alle Kinder dieser Welt, ausgelassen und mit großer Freude. Es wurde viel gelacht. Dann wurde es langsam dunkel und in der kleinen Kochhütte bruzzelten schon der Reis und die Bohnen auf dem Feuer. Ein bescheidenes Mahl, aber mehr war nicht drin bei so einer großen Kinderschar und der knappen Kasse im Heim. Die Köchin Theodora rührte mit ihrem großen Kochlöffel emsig in dem großen Topf und die Kinder schielten immer wieder in diese Richtung.

Als wir uns mit unseren Tellern in der Hand locker anstellten, gesellte sich ein etwa 3 jähriges kleines Mädchen zu mir. Dunkle Locken, ein rotes abgetragenes Kleidchen, keine Schuhe an den Füßen. Wir ließen uns einen dicken Löffel des Abendessens von der Köchin aufladen. Ich wollte gerade einen Sitzplatz suche, da schob sich die kleine Hand des Kindes in meine und führe mich zu einem Mäuerchen, auf dem schon andere Kinder saßen. Von dieser freundschaftlichen und gleichzeitig fürsorglichen Geste mir, dem fremden Gast gegenüber, war ich tief gerührt und sie ist mir bis heute unvergesslich. Man kann auch vor einem kleinen Kind großen Respekt haben.

Ich beobachtete sie also die ganze Zeit mit großer Neugier Ganz konzentriert leerte sie ihren Teller, jedes Reiskorn wurde mit Bedacht gekaut und auch der letzte Krümel verschwand blitzschnell im Mund der Kleinen. „Aha“, dachte ich „Essen ist hier eine ernste Sache“. Achtsamkeit, ein Begriff den wir in Europa ja gerade für uns wiederentdeckt haben, hat am Reistopf von Fonelisco einen ganz besonderen Wert. Wie auch nicht, wenn das Essen nie üppig ist und jedes Kind froh ist, jeden Tag etwas zu Essen zu bekommen (was für Straßenkinder, das die Kinder bei Fonelisco ja oft in ihrem Vorleben waren, nicht selbstverständlich ist). Meinen Teller habe ich ihr dann auch noch angeboten und jetzt weiß ich sicher, was ein Riesenappetit ist.

Nach dem Essen ließen uns die Kinder noch an ihrem Spiel teilnehmen. Rumtollen und Fangen Spielen waren angesagt. Und ich durfte das kleine Mädchen Eunice durch die Luft wirbeln. Beim Spiel war der ganze Ernst von vorher verflogen und wir hatten noch großen Spaß zusammen. Spielen ist eben auch hier eine lustige Sache, genau wie bei unseren Kindern.

Silvia Kratzer

Wir  brauchen dringend eure Unterstützung, um die Miete am 1.7. zahlen zu können:

Wie wir zu Fonelisco kamen: Wir -Tim und David- zwei Studenten aus Würzburg waren im Frühling 2019 für ein Praktikum im Bugando Medical Centre in Mwanza. Dort lernten wir Prof. Deckert kennen, der uns mit Joseph bekannt machte. Joseph war so nett uns direkt einzuladen und so fuhren wir am darauffolgenden Tag ins Waisenhaus. Nach einem freundlichen Empfang und einer Führung über das Gelände spielten wir ersteinmal eine wilde Partie Fußball mit den Kindern. Anschließend gab es für alle ein gemeinsames Essen und da an diesem Abend auch gerade eine Delegation aus der Stadt zu Besuch war, bekam der Abend einen festlichen Rahmen. Es wurde viel gelacht, gesungen und getanzt, was für uns aber auch besonders für die Kinder ein riesen Spaß war. Wir hatten während unseres Aufenthalts dann noch mehrmals die Gelegenheit Joseph und die Kinder zu treffen, was eine sehr wertvolle und beeindruckende Erfahrung gewesen ist. Die Kinder sind bei Joseph in besten Händen, der alles dafür gibt jedem von ihnen trotz geringer Mittel ein Zuhause zu bieten. Wir wünschen Fonelisco alles Gute für die Zukunft! Tim und David

Auch Wolfgang begleitet Fonelisco schon lange und möchte seine Geschichte mit euch teilen. Unterstützt auch ihr Fonelisco  und macht bei unserer Spendenaktion mit. Jeder Euro für die hohen Kosten im Juli wird dringend gebraucht. Jetzt aber Wolfgangs Geschichte:

Deswegen unterstütze ich FONELISCO

Im Dezember 2015 bin ich mit meinem Sohn Simon nach TANZANIA geflogen, um meinen Sohn Lukas zu besuchen, der ein halbjähriges Praktikum bei der sports-charity in MWANZA gemacht hat und dort als Co-Trainer für den lokalen Fußball Erstligisten TOTO AFRICAN MWANZA gearbeitet hat. Die Eindrücke, in eine völlig andere Welt einzutauchen, waren überwältigend. Eines Tages fragte Lukas, ob wir Lust hätten, ein Waisenheim zu besuchen, das von Joseph geleitet wird, bei dem, Lukas anfangs gewohnt hatte. Wir fuhren hin und waren begeistert. Warum begeistert?

 

 

  1. Mit welcher Freude und Aufgeschlossenheit uns die Kinder empfingen, fantastisch!
  2. Mit welcher Hingabe Joseph von seinem Projekt berichtete, das Leuchten in seinen Augen, phänomenal!
  3. Dass Waisenkindern eine lebenswertes Leben mit Schulbildung gegeben werden kann, wunderbar!
  4. Der Umgang der Kinder untereinander, Spielen mit wenig Mitteln, die Kinder waren glücklich, beeindruckend!
  5. Der Umgang des gesamten Teams untereinander, liebevoll und entspannt, vorbildlich!

Lukas berichtete, wie das Haus aussah, als er es im August 2015 das erste Mal gesehen hatte und wie sich das entwickelt hat und war begeistert. Und ich war es auch und bin es immer noch, die Eindrücke wirken nach. Zu Hause angekommen, habe ich FONELISCO e.V. gefunden und damit endlich ein Sozialprojekt gefunden, was mir jeden Spendeneuro wert ist. DANKE an all ehrenamtlichen Helfer bei FONELISCO e.V., die Ihr das neben Eurer Arbeit, Eurem Studium macht. Euch gebührt Respekt und Anerkennung aller, ich wünschte, in unserer Gesellschaft gäbe es mehr so engagierte Ehrenamtliche.

Deswegen unterstütze ich FONELISCO. Machst Du mit?