Ab Anfang März sind Sibylle für ein halbes Jahr und Nicole für 4 Monate bei Fone und werden hier berichten, was sie dort erleben!

Liebe Familie, Freunde und Leser,
es ist viel Zeit vergangen als wir das letzte Mal geschrieben haben. Es ist auch einiges passiert! Wir waren nochmals auf dem New Land mit Matthias und Nana zusammen und haben eine „Send-off“-Party einer Braut besucht. D.h. sie feierte, dass sie bald in die Heimat des Bräutigams reist und ihn dort heiratet und wohnt. Das war sehr interessant und ein schöner Abend 🙂
Nana, Matthias und Nicole haben zusammen mit Eddie und Paul auch das Nachtleben weiter erkundet und waren in einer Disco. Ich hatte da keine Lust dazu.
Die Kinder waren sehr beschäftigt die Hundewelpen aufzuziehen, da die Hundemutter leider weggelaufen ist. Trotz allen Bemühungen haben die Kleinen leider nicht überlebt.
Joseph sowie FONELISCO e.V. versuchen weiterhin das Problematik rund um Hepatitis in den Griff zu bekommen. Es werden Spenden gesammelt damit alle Kinder getestet werden können, ob sie sich angesteckt haben und wenn nicht, dass sie geimpft werden können.

Ansonsten gibt es nicht so viel zu erzählen. Uns geht es gut und wir melden uns wieder, wenn wir Lust haben zu schreiben oder es spannende Neuigkeiten gibt!

Gestern war ein ereignisreicher Tag. Als wir ankamen standen viele Kinder am Brunnen, wo man Wasser heraufpumpen kann. Dort ist ein kleines Häuschen. In der Nacht hat Puppy, der Hund, Welpen bekommen. Wir haben schon vorher bemerkt, dass der Bauch immer dicker wird und den Tag zuvor konnte ich die Welpen im Bauch bewegen spüren, aber dass es so schnell geht, damit hat keiner gerechnet. Nun ja, nun haben wir also sechs kleine quietschende Welpen.
28.8Welpen
Nicole sich auch etwas um den Medikamentenbestand gekümmert. Sie hat handschriftlich geschriebene Zettel, die über die Medikamente informieren, abgetippt. Dies ist wichtig, da oftmals Volontäre Medikamente mitbringen, aber die Beipackzettel dementsprechend auf einer anderen Sprache sind. Daher hatten auch schon vorherige Volontäre angefangen, aufzuschreiben welches Medikament für was gut ist und in welcher Dosierung. So können es alle Volontäre auf Englisch lesen und auch alle Mitarbeiter auf Kiswahili. Wir wollen bald auch nachsehen ob alle vorhandenen Medikamente übersetzt worden sind. Ein Junge half ihr später dabei und hatte große Freude am Laptop zu schreiben, was die Kinder sonst ja gar nicht kennen.
In der Zeit überwachte ich das Ausleihen der Spiele. Wir haben noch etwas Mühe, dass alles geordnet abläuft und alle Spiele wieder zurückkommen, aber wir sind auf einem guten Weg.
Da Eddie nicht da war, übernahmen wir den Matheunterricht. Wie immer war dies ein wenig chaotisch, da trotz dass alle Kinder in derselben Klasse sind, diese unterschiedliche Niveaus haben. Das führt dazu, dass einige schon längst mit der Aufgabe fertig sind während andere sich noch wundern wie man die erste Aufgabe rechnet. Außerdem entwarf ich einen neuen Mülleimer. Die Kinder spitzen sonst ihre Stifte immer im Klassenraum und der Müll liegt überall herum. Da ich keine Lust habe den Klassenraum immer zu fegen und es auch nicht sehr sinnvoll finde, das andere das tun, schnitt ich den oberen Teil einer Flasche ab. So kann man nun über der Flasche spitzen und es entsteht kein Dreck auf dem Boden.
Anschließend gingen wir zum Mittagessen. Danach liehen wir wieder Spiele aus. Willi war auch wieder kurz vorbeigekommen. Willi ist ein weiterer Mitarbeiter, der Musik studiert und deshalb auch viel mit den Kindern tanzt oder musiziert. Zur Zeit kümmert er sich aber um ein erkranktes Familienmitglied, weshalb er nur kurz zu Besuch kam. Wir spielten viel mit den Kindern und ich musste die kleinen Welpen natürlich auch immer wieder sehen, denn ich finde es wirklich spannend, da ich noch nie so kleine Welpen gesehen habe und bin sehr gespannt wie sie sich entwickeln werden.
Abends war die Willkommensparty für Nana und Matthias. Die war wirklich schön! Die Kinder bemalten sich mit Asche und verkleideten sich teilweise etwas um später Tänze aufzuführen und zu singen. Willi und Elias trommelten dazu. Anschließend stellten sich auch alle Mitarbeiter vor und hießen die Beiden willkommen.

28.4trommeln

28.4tanzen

Dann war auch schon Abendessenszeit für die Kinder und wir gingen nach Hause. Willi, Eddie und Joseph begleiteten uns. Nana, Matthias, Nicole und ich quatschen noch lange mit Willi und Eddie.

Heute ist ja, wie gestern schon erwähnt die Erinnerung an die Vereinigung von Sansibar und Tansania. Also waren wieder alle Kinder bei FONE und wir konnten neue Spiele ausprobieren. Am Morgen kauften wir dann zuerst etwas Süßes für die Mannschaften. Die Lieblingsbonbons der Kinder sind hier „Ivori Buttermilk“, die Sibylle und ich, zu deren Glück gar nicht mögen ?
Für heute planten wir vor allem Staffelspiel.
Das Erste war „Stadt, Land, Fluss“, wir vergasen dabei, dass nicht alle schreiben können, fanden aber schnell eine Lösung. Sie konnten immer zu zweit zu dem Blatt mit der Tabelle rennen und das ältere Kind hat geschrieben. In der Auswertung stimmten alle 29 Kinder mit einem sehr gut ab.
Danach mussten Sie als Schubkarre rennen. Dies fanden 27 sehr gut und zwei so mittelmäßig.
Als nächstes erfolgte ein Zeitungslauf. 15 Kinder waren begeistert, 8 bewerteten dies mit mittelmäßig und zwei mochten dieses Spiel nicht.
Der nächste Durchlauf erfolgte rückwärts, welches wieder alle positiv abstimmten.
Zu Letzt mussten sie ein vorgegebenes Bild auf den Rücken eines anderen Kindes malen und dieses zum Schluss aufzeichnen. Dieses Spiel fanden auch alle sehr gut.
Ich würde zusammenfassend sagen, es war ein gelungener Morgen.
Nane und Matthias wurden von Paul durch das Volontärhaus geführt und wir gingen gemeinsam zum Mittagessen.
Nach dem Mittagessen erkundeten die beiden mit Joseph und Paul die Stadt, Sibylle und ich gingen wieder zu FONE. Dort fragten die Kinder wieder nach Spielen aus dem Office, auch einige Nachbarskinder waren zum Spielen rübergekommen. Außerdem wurden die Haare der Kinder wieder abrasiert.
Abends kamen auch die anderen beiden wieder und wir spielten gemeinsam mit den Kindern.
Zeitungslauf schubkarre

Bis bald!

Heute Morgen halfen wir einem Kind, einen Bewerbungsbogen auszufüllen. Er möchte etwas mit Gartenlandschaft studieren. Am Abend zuvor besprachen wir einige vorgegebene Fragen mit ihm z.B. warum er das studieren möchte und einige Fragen zu seiner Person.
Anschließend machten wir uns wieder auf den Weg in die Uni. Heutige Thema: „Some of the Factors behind Crime causation in society today“ Der Lehrer sah mir glaube ich einmal an, dass ich etwas nicht verstanden habe, denn er ist auf mich zugekommen ? Dann sagte er, dass wir nicht schüchtern sein sollen und fragte nach unseren Namen. Naja aber soweit gut verständlich, teilweise hat er eine andere Aussprache, sodass ich nicht immer mitkomme. Er sagte zum Ende das am Mittwoch aufgrund des Feiertages kein Unterricht ist. SIibylle und ich wussten zu dem Zeitpunkt noch nicht welcher Feiertag ist. (Eddie erklärte uns später das an die Vereinigung von Sansibar und Tansania gedacht wird.) Nächste Woche Dienstag schreibt die Klasse einen Test, sodass wir erst dann die Woche Mittwoch in die Uni gehen.
Nach der Uni sind wir zum Mittagessen in die Stadt gegangen. Wir haben einen Burger gegessen, zwar etwas trocken aber sonst echt gut! Dieser hat mit Pommes umgerechnet gerade mal 3€ gekostet. In der Post war leider heute nichts für mich, aber Freunde sagten mir ich soll immer mal wieder nachschauen gehen.
Im Supermarkt gibt es nun leider seit einigen Tagen nicht mehr unsere Lieblingsschokolade, die weiße mit Smarties?
Bei FONE haben wir den Kindern noch Spiele aus dem Büro gegeben. Ich spielte etwas mit einem Jungen Federball. Wir besprachen am Abend alle gemeinsam nochmal die Regeln des Spiele Ausleihens, da das bisher noch etwas chaotisch verläuft.
Gegen 20 Uhr erreichten Matthias und Nanne, zwei neue Volontäre, das Volontärhaus. Sie kommen aus Dänemark. Die beiden waren aber auch ganz schön K.O. von der Reise, sodass sie sich schnell hingelegt haben.

Der Gesundheitsstatus zu Hause sieht gerade nicht so gut aus, es fühlen sich drei weitere Leute nicht so gut. Hierbei ist mir nochmal bewusstgeworden, das sie hier gar keinen Hausarzt kennen und direkt ins Krankenhaus gehen, wenn sie sich nicht wohlfühlen. Sibylle sagte das es ihr etwas besser geht und sie mit zur Arbeit kommen mag.
Dort fragten mich alle nach der Reise. Viele waren noch am Frühstück und ich setzte mich gemütlich zu ihnen an einen Baumstamm gelehnt in die Sonne. Als ich aufgestanden bin hatte ich überall Ameisen und die Kinder halfen mir diese abzuschütteln??
Anschließend schaute und spielte ich mit einigen Kindern Fingerfußball. Sie haben im Sand ein Spielfeld aufgemalt und mit Kronkorken eine Murmel weggestoßen, sehr kreativ die Kinder! Außerdem hat ein Junge mir noch gezeigt, wie er täglich im Garten um das Zuckerrohr mit einer Schaufel den Boden auflockert. Er hatte großen Spaß darin mich anzuleiten. Ich war aber auch froh wenn ich wieder abgelöst wurde, das ist ganz schön anstrengend:D
Heute sollten die Kinder aber auch noch neue Spiele kennenlernen.
Zuerst spielten wir Personenmemory im Anschluss Zombieball. Beide spiele evaluierten wir mit einer kurzen Aufstellung nach sehr gut, gut und nicht so gut. (Memory: 14 sehr gut / 8 gut/ 7 nicht gut; Zombieball: 15 sehr gut/ 8 gut / 1 nicht gut)
Nach der Mittagspause, wollten wir Ihnen noch weitere neue Spiele zeigen.
Wir begannen mit dem Spinnennetz. Für dieses Spiel befestigten wir an einem Tor viele Wollfäden. Die Auswertung ergab 18 x sehr gut, 8 x gut und 4 x nicht so gut.
Nach diesem Spiel erklärten wir den Gordischen Knoten, das hat aber leider nicht wie gewohnt funktioniert. Nach drei, vier Versuchen gingen wir in ein anderes Spiel über und erklärten Völkerball. An diesem Spiel beteiligten wir uns aber nicht mehr aktiv. Denn wir müssen noch unsere Mitarbeiterbefragung zu Ende bringen, am Morgen sprach ich einen Kollegen an ob er dafür Zeit hätte und er sagte das es ihm später besser passte. Nach der kurzen Befragung hat der Kollege erzählt, dass er bald heiraten wird. Er zeigt uns eine Karte, die für uns aussah wie eine Einladungskarte. Doch nach Eddies Erklärung bekommt man erst eine Karte, in der der Monat der Feier steht und der Gast Geld reinlegt. Nachdem er diese Karte zurückgegeben hat, bekommt der Gast eine richtige Einladungskarte. Der zukünftige Ehemann erzählt uns, das er 200 Gäste eingeladen hat. Wir dachten, dass er uns diese nur zeigen möchte, doch dann fragte er uns nach unseren Namen für die Karte. Wir bemerkten beide, dass wir dafür nicht die passsende Kleidung mithatten. Es schloss sich ein Gespräch mit Eddie über die Unterschiede von Hochzeiten in Deutschland und Tansania an.
Am Abend war ich mit Eddie joggen und später schauten wir zu dritt einen Film.
spidergame

Heute bin ich um 4: 30 aufgestanden, um ca. 5 Uhr brachte Joseph; Paul, Eddie, das Kind zur Reintegration und mich zur Busstation. Sibylle hatte leider Magenbeschwerden und konnte uns daher nicht begleiten.
Der Bus ist pünktlich um 6 Uhr losgefahren, Eddie sagte mir das die Busse immer pünktlich sind aufgrund der vielen Haltestellen.
Nach ca. 1 Stunden mussten wir aussteigen um die Fähre zu bezahlen. Das Schiff brachte uns in ca. 30 Minuten auf die andere Seite. Ich fragte das Mädchen ob sie aufgeregt ist und sie bejahte dies. Als wir das Schiff verliessen nahm sie mich an die Hand, da kam ich mir wieder vor wie eine Mutter. Jedoch ist es eigentlich schade, dass ich das Mädchen nicht so gut kenne, so stellte ich ihr über den Tagesverlauf einige Fragen wie z.B. wie alt sie ist, wie lange sie bei Fone ist und wie sie den Kontakt zur Familie hergestellt hat. Leider stellte sich aber im Austausch mit Paul und Eddie heraus, dass sie mich wohl falsch verstand uns sie mir keine richtige Antwort gab. Jetzt habe ich zwar die Informationen von den Männern, hätte aber lieber weiter mit ihr persönlich gesprochen.
Wir fuhren 9 Stunden mit dem Bus. Die Fahrt war aber recht angenehm, denn es war ein normaler Reisebus den ich aus Deutschland gewohnt bin und wir saßen nicht so eng wie sonst zusammen. Außerdem konnte man die Natur wieder bewundern. Eddie fuhr diesen Weg auch zum ersten Mal und nannte ihn „banana land“. Wir konnten auch noch eine Movie schauen, Vokabeln lernen und schlafen So verging die Zeit wie im Flug. Im Town Bukoba angekommen, nahmen wir noch ein Taxi zur Welfare Organisation. Dort gab Paul einen Brief vom Goverment ab und das Mädchen konnte von ihrem Bedürfnis der Reintegration berichten. Leider sagten die Sozialarbeiter im Büro das sie heute keinen sicheren Schlafplatz mehr für das Kind organisieren können. Aus diesem Grund vertrösteten sie uns auf Morgen.
Wir aßen in einem Restaurant zu Mittag, ich nahm eine Tomatensuppe, sehr lecker und mal wieder etwas Neues! Paul sagte er hat einen Freund der in dem Hotel arbeitet und uns einen guten Preis machen wollte. Da er diesen nicht erreichen konnte und die Zimmer zu teuer waren, suchte wir das nächste Hotel auf.
Das Perfekt Hotel war eine super Entscheidung! Wir zahlten 25000 TSH für ein Zimmer mit Dinner und Breakfast inklusive. Das Problem war nur, dass das Kind nicht mehr zum Schlafen eingerechnet war, sodass ich das Geld vorgestreckt habe.
Am Abend konnte ich dann noch frittierte Kochbananen testen und Tilapia Fisch, ein besonderer Fisch den ich unbedingt bei Eddie probieren sollte, hat sich gelohnt!
Eddie und ich schauten am Abend noch die Movie zu Ende, da im Bus der Akku nicht gehalten hat. Paul erklärte mir wenn jmd. an die Tür klopft soll ich erst nach dem Namen fragen, da Leute gerne in ein Zimmer kommen, da sie denken Leute im Hotel haben Geld. Wenn ich alleine im Zimmer bin schließe ich schon aus Gewohnheit ab, aber Eddie bestand auch darauf abzuschließen, als wir zusammen im Zimmer waren, was für mich etwas komisch gewesen ist.
Die Nacht hat stark geregnet und am Morgen hatte ich keinen Strom, auch Klopapier gab es nicht im Hotel? Hier nur der Tipp an die nächsten immer Papier mitnehmen, außerdem kann ich zusätzlich tragbare Akkus empfehlen.
Ich war als erste beim Frühstück und vergas mal wieder die Afrikatime.
Zum Frühstück wurden gesüßte Spaghetti, Kochbananen, Mandazis und Toast serviert, sowie Kaffee und Tee.
Die Welfare Organisation nahm uns heute wieder im Empfang und wir sollten uns in ein Gästebuch eintragen. Sie waren nur noch nicht bereit für den Transport für die Vermittlung des Mädchens aufzukommen, sodass Paul mich nach Geld fragte. Paul und Eddie hinterließen ihre Kontaktdaten und wir verabschiedeten uns.
Sie sagten, dass der einzige Bus zurück um 10 Uhr fuhr. Ich glaube Eddie und Paul währen noch gerne ein paar Stunden in dem, Ort gewesen, da sie sagten: „hier kommt man nicht so schnell wieder hin vielleicht kann man irgendwann mal Urlaub machen hier.“ Auf der Rückfahrt waren nur noch Plätze hinten im Bus frei, dort wurde ich regelrecht nach oben aus dem Sitz gepuscht. Es war schon etwas lustig, teilweise hat es mich an Achterbahn fahren erinnert? Aber ich konnte mit der Position auch nicht so gut meinen Laptop bedienen.
Wir sind wieder gut zu Hause angekommen.

Liebe Leser und Leserinnen,
natürlich möchte ich auch gerne über unser Osterfest schreiben! Ich möchte auch hier nochmals Nicoles Freund und meinen Eltern für die finanzielle Hilfe danken. Ohne sie hätten die Kinder kein Osterfest gehabt. Wie schon geschrieben überlegten wir abends zusammen was die Kinder gerne essen und mögen und kalkulierten was wir brauchen. Da noch ein kleiner Restbetrag fehlte, einigten sich die Mitarbeiter darauf, auch noch etwas dazuzugeben.
Morgens ging Helen schon ein paar Zutaten für das Essen kaufen, vor allem Reis und Bohnen, da diese sehr lange kochen müssen. Paul, Eddie, Nicole und ich gingen los und besorgten Fleisch, Gemüse und Obst. Wir brachten es anschließend zu FONE, wo die größeren Mädels schon fleißig kochten. Am Wochenende ist die Köchin nicht da und so kochen die Kinder mit Hilfe der Mitarbeiter selbstständig. Nicole und ich halfen auch mit abzuspülen, das Fleisch zu richten und das Gemüse zu schneiden.

Ostern1

Es sind auch noch ein paar Kinder angereist, die sonst im Internat wohnen. Das sind vor allem ältere Kinder, die auch englisch sprechen. Sie mögen es Fotos zu machen und Thema Nummer eins ist Fußball. Ich glaube sie können mehr Fußballvereine und Spieler aus Deutschland nennen als ich 😀 Außerdem lieben sie Fotos machen und Selfies.

ostern4

Wir beschlossen noch einmal loszuziehen und ein paar Süßigkeiten für die Kinder zu besorgen um diese zu verstecken. Als wir zu Hause die Tüten richteten, rief uns Eddie zu Essen. Wir eilten zurück zu FONE und aßen mit den Kindern. Sie haben wirklich toll gekocht  Es gab Pilau (ein speziell gewürzter Reis), Bohnen, Fleisch, Spinat mit Kraut und Karotten und Ananas, Banane und Wassermelone. Es gab für jeden einen großen Teller. Die Kinder genossen es sehr. Auch wenn für so manch einen das Essen vielleicht nicht speziell klingen mag, so mag ich anmerken, dass die Kinder hier sonst immer Pilau. Dazu gibt’s Fisch oder etwas Gemüse. Morgens gibt es Porridge. Daher freuten sich die Kinder morgens auch sehr über Tee und Maandazi.

ostern3

ostern2

Nach dem Mittagessen packten wir die restlichen Tüten zusammen und gingen anschließend zurück. Da jemand meinte es wäre gut, die Tüten mit Namen zu versehen, so dass jeder seine eigene Tüte hat, trommelten wir die Kids zusammen und schrieben jeden Namen auf. Wir packten dann in jede Tüte einen Namen und anschließend ging Manton mit den Kindern nach draußen damit wir die Tüten verstecken konnten. Als wir fertig waren, stürmten alle Kinder in den Hof und begannen sofort mit der Suche. Die Kinder waren echt schnell! Wir hatten gar nicht daran gedacht, dass wir auch unsere Tüten suchen müssen und hatten nicht darauf geachtet wo wir sie versteckt haben. So halfen uns die Kinder bei der Suche. Nicoles und Fatus Tüte blieben allerdings verschollen. Da wir aus Versehen zwei Tüten mit Kennedy beschrifteten gaben wir eine Fatu und Nicoles fanden wir später noch im Büro. Allerdings freuen sich die Kinder bestimmt wenn sie Fatus Tüte später finden.

ostern5

Außerdem gaben wir den Kindern anschließend unsere Kleiderspenden. Wir dachten es passt gut zu Ostern, dass die Kinder ein Geschenk bekommen. Eddie half uns bei der Wahl der Kinder, denn die Mitarbeiter wissen am Besten welches Kind Kleidung braucht. Wir konnten viele Kinder glücklich machen. Vor allem Nicoles Handtücher und Fußballschuhe waren beliebt. Hier haben die wenigsten Kinder ein Handtuch und auch Schuhe gibt es wenige. Einige Kinder haben nur ihre Schulschuhe, die dann leider schneller kaputt gehen. Und da die Jungs eh Fußball lieben, sind Fußballschuhe natürlich besonders toll 😀 Auch die Kleidung kam gut an und die Kinder zogen sie gleich an.

ostern6

ostern7

Wir spielten anschließend noch ein wenig mit den Kindern. Seilspringen war bei ein paar angesagt und ein größeres Mädchen kam später mit einem Buch in kiswahili, das ich ihr vorlesen sollte. Sie übersetzte mir einiges ins Englische. Zwischendurch bemalte ich das Gesicht der 2-Jährigen mit Sonnencreme. Weiße Creme passt einfach super zu dunkler Haut wie ich finde! Wir Beide hatten riesen Spaß dabei 😀

ostern8

Paul organisierte währenddessen mit den größeren Jungs Soda Und Eddie kümmerte sich um die Musik. So wurde abends noch zu Musik getanzt und jedes Kind konnte eine Soda trinken. Tanzen lieben die Kinder hier. So viele Kinder versammelten sich in dem kleinen Klassenraum und tanzten zwei Stunden lang, bis es solangsam Zeit fürs Bett wurde.
Wir hatten wirklich ein schönes Osterfest und die Kinder waren sehr glücklich und dankbar dafür, dass sie so ein schönes Osterfest haben konnten. Die Mitarbeiter und wir waren natürlich auch sehr glücklich darüber, dass die Kinder sich so freuten. Und sie waren auch sehr dankbar über die Spende, dass das ermöglicht werden konnte.
Nun hoffe ich, dass ihr bald von unsrem Osterfest lesen könnt, denn das Internet streikt leider wieder. Ich hoffe ihr hattet auch alle ein schönes Osterfest und wünsche euch noch frohe Ostern!
Bis bald!

P.S.: Unser Internet geht nun wieder, unser Datenvolumen war aufgebraucht!

Heute war wieder eher weniger los. Eigentlich wurde auf 10Uhr eine Teambesprechung einberufen. Um 10:10Uhr kam dann ein Mitarbeiter, Joseph kam um 11.30Uhr und der Rest wurde nach 12Uhr angerufen. Da haben wir herausgefunden, dass zwei Mitarbeiter keine Zeit haben und so wollten sie die Besprechung auf 16Uhr verlegen. Es kam dann noch ein Sozialarbeiter, der ein social welfare officer ist. Dieser hat uns Unterlagen vom Staat gebracht mit aktuellen Richtlinien und Gesetzten in der Sozialen Arbeit mit Kindern. Zwischendurch gab es dann Mittagessen, wir schaute etwas TV und besorgten Wasser und kauften uns ein Snickers. Damit warteten wir dann um 16Uhr auf die Besprechung. Um 17Uhr war –wie schon am Morgen- nur Eddie da. Wir riefen also Joseph an, der noch mit dem social welfare officer unterwegs war und uns dann mitteilte, dass sie das Meeting abgesagt haben. Schönen Dank auch. Ich hasse Warten. Ich habe dann meine Wäsche gewaschen. Eddie versuchte mir beizubringen wie das so super schnell funktionieren soll, aber so einfach wie das aussieht ist das gar nicht! Er hat dann gewaschen und ich habe die Sachen im klaren Wasser ausgewaschen und aufgehangen.
Nun ist es auch schon spät und wir warten immernoch auf das Treffen zur Osterplanung. Morgen ist ja schon Ostersonntag und es soll auch etwas Besonderes für die Kinder gestaltet und besorgt werden.
Das Treffen ist nun vorbei und für Ostern ist geplant was gekocht werden soll und wer was besorgt. Um 8Uhr geht’s los!
Joseph sagte noch, es wird heute Nacht regnen und morgen wohl leider auch. Ich hoffe ja nicht! Außerdem hatte ich noch Wäsche draußen, die noch gar nicht trocken war nun. Nun gleicht mein Bett wieder eher einem Wäscheständer. Richtig zu waschen und auch zum richtigen Zeitpunkt zu waschen, haben wir echt noch nicht drauf!

Heute Morgen habe ich das Office aufgeräumt, das hat den ganzen Morgen gedauert. Aber es hat sich gelohnt! Neue Spiele entdeckt: Federball, eine kleine Autorennbahn und das Beste für die Girls ein paar Puppen! Die zwei jährige hat die Woche jeden Morgen wenn wir kamen nichts anderes gesagt als Ndole ? Die Puppe die ich ihr gegeben hatte, nutzten aber auch weitere Mädchen zum Spielen, sodass ein Mädchen mir diese immer wieder aus ihrem Schrank für die Kleinste gab.
Sibylle hat am Morgen die Personalsituation, im Worddokument formatiert. Wir haben festgestellt das uns diese Arbeit beide sehr zum Fluchen bringen kann. ??
In der Mittagspause habe ich mich über die vielen Nachrichten auf meinem Handy gefreut und gewundert, da ich gar nicht mehr daran dachte das Karfreitag ist und in Deutschland nicht alle arbeiten müssen.
Bei Fone fragten die Kids wieder nach Spielen aus dem Office. Ich war eine längere Zeit damit beschäftigt die Spiele rauszugeben, da ich nun wo das Office aufgeräumt ist auch sehr darauf bestehe, das sich immer nur ein Kind ein Spiel aussucht und die anderen vor der Tür warten.
Wir erzählten Eddie von der gefundenen Autorennbahn und er sagte er hat sie noch nie zuvor gesehen. Also wollten wir sie direkt testen. Leider sind die Batterien ausgelaufen, aber wir kauften schnell neue. Die Autos wollten aber auch mit einer neuen Batterie nicht fahren, haben aber zumindest schon mal geleuchtet. Sibylle und Eddie gaben sich echt sehr viel Mühe die Autos auseinanderzunehmen. Eine Kinderschah schaute interessiert zu. (siehe Foto) Da ich nicht groß helfen konnte und meine Technik auch nicht mein Talent ist, lernte ich ein paar Vokabeln. Schlussendlich möchte Eddie sich noch einmal in Ruhe daransetzen, ich bin überzeugt er bekommt das hin. Denn er ist unser Meister im Reparieren!
Als Paul kam, berichtete ich ihm das schon einige meiner Familie und Freunde gespendet haben. Seine freudige Reaktion war für alle sichtbar, denn er nahm mich hoch und lief mit mir kurz über den Hof und bedankte sich vielmals? Wir finden es schon gut, dass es nicht als selbstverständlich angesehen wird, da der Verein ja nun mal auf Spenden beruht.
Wir benötigten Paul als unseren Supervisor aber auch nun dringend für unsere weitere Projektplanung. Vor der Durchführung müssen wir nämlich auch die Kids nach ihren Erwartungen, Ressourcen und Zielvorstellungen fragen. Ich finde dabei haben die Kinder richtig gut mitgewirkt und wir konnten sehr viel von ihnen notieren.
Abends brachte uns Eddie wieder nach Hause, wie er das übrigens immer macht, wenn es dunkel wird. Joseph sagte gerade um die Ostertage sei es abends besonders gefährlich auf der Straße.
Einne lustige Sache diesbezüglich habe ich im letzten Bericht vergessen zu erwähnen. Wir sind die Woche zweimal alleine nach Hause gelaufen, als es noch hell gewesen ist. Auf diesem Weg kamen ganz viele Kinder (schätze 10) zu uns angerannt und nahmen unsere Hände und begleiteten uns nach Hause. Das war vielleicht ein Bild?? ich hätte so gern ein Foto gemacht hatte aber leider keine Hand frei!
So und jetzt muss ich etwas Ordnung in meine angefangenen Berichte bringen. Ich bin auch schon sehr gespannt morgen auf unser erstes Teammeeting.
Ich wünsche Euch allen schon mal schöne Ostertage!

Sorry die Tage habe ich nicht immer Zeit gefunden den Blog zu schreiben, aber wir sind noch da und es geht uns gut!
Also die Ferien haben begonnen! Einige neue Kindergesichter für uns, bedeutet noch mehr Namen lernen?
Es ist so schön mal Zeit für alle Kinder zu haben. Die ersten Tage fragten Sie viel nach Spielen aus dem Office, wir haben einige Puzzle, Malbücher, Uno, Mensch ärgere Dich nicht, Springseile und Seifenblasen. Wir fertigten eine Liste an, mit ausgeliehenen und zurückgebrachten spielen.
Für unsere Berichte müssen wir zur Personalsituation schreiben. (Alter, Ausbildung, Seit wann bei FONE) Eddie übersetze uns die Fragen auf Swahili und ist wieder unser Begleiter, damit wir auch die antworten verstehen konnten. Diese Tabelle bearbeiteten wir jetzt immer, wenn ein MitarbeiterIn gerade Zeit hat.
Am Dienstag kam ein Bus von einer christlichen Privatschule und brachte Spenden. Ein Schüler sagte zu Ostern müssen wir drei Dinge tun: beten, spenden und fasten. Es waren wieder sehr tolle, nützliche Sachen dabei wie Hefte, Stifte, Seifen und Schuhcreme.
Einige Jungen tanzten gestern mit Begleitung von Will zur Musik. Will haben wir als Staffmitglied bisher noch nicht kennengelernt, da er bei seiner Familie ist und nun zwei Tage nach Fone geschaut hat.
Wir konnten den Kids neue Spiele zeigen besonders gefallen hat ihnen Brennball. Ansonsten haben wir auch das beliebte Wasserspiel kennengelernt. Bei diesem Spiel hat jeder eine Wasserflasche in der Hand und rennt hinter die anderen her um diese nass zu machen. Das war sehr lustig auch wenn ich am Anfang keine Flasche hatte und sehr schnell nass wurde ?
Weitere Spielen waren: Fischer fischer welche Farbe weht heute? Blinzeln, Bowlen, Aufstellung nach Größe /Namen. Wir hoffen, dass sie diese spiele auch in Erinnerung halten, da uns besonders gefallen hat keine Materialien zu benötigen.
Zu Ostern, von zu Hause kenne ich das die Geschäfte voll mit Osterhasen sind und daheim dekoriert wird. Hier könnte man den Tag fast vergessen. Wir machen uns viele Gedanken, wie wir das Fest schön gestalten können. Traditionell wird eine Ziege geschlachtet, Pilau gekocht, getanzt und getrommelt. Wie wir erst spät erfahren haben, hängt dies immer von finanziellen Möglichkeiten ab. Wir haben noch Freunde und Familie bzgl. der geringen Finanzen angeschrieben, vor Ort können wir auch sehen wo das Geld hinfließt. Außerdem haben wir unsere Kleiderspenden für den Tag aufgehoben. Bei unseren Teammeeting am Samstag werden wir das auf jeden Fall noch einmal ansprechen.