WOW! Ihr habt uns heute ordentlich bei unserer Spendenaktion auf betterplace unterstützt und betterplace hat verdoppelt. 660€ vom Verdopplungstopf gingen an uns! Ein großes Danke für euren heutigen Support!!!

Ab jetzt wird zwar nicht mehr verdoppelt, aber trotzdem ist jede Spende weiterhin wichtig, damit wir die Kosten für Dezember und Januar zusammen bewältigen können!

Deshalb freuen wir uns weiter über euren Support!

 

Startschuss für unsere Spendenaktion im Dezember! 130 Millionen Euro schießen wir in Deutschland Jahr für Jahr in den Himmel. Wir wollen euch einen Anreiz geben, euer Geld in diesem Jahr lieber für Reis & Bohnen für die Kids in unserem Waisenheim einzusetzen.

Alle Informationen zu unserer Spendenaktion findet ihr auf betterplace!

Euch allen eine frohe Adventszeit!

Euer Fonelisco e.V. Team

Eine großzügige Spende erreichte Fonelisco e.V. von Wolfgang Stellmach, der seit 2014 als Soldat beim Supreme Headquarter Allied Powers Europe (SHAPE) in Mons/Belgien in der NATO arbeitet. Wolfgang Stellmach war 2015 in MWANZA als er seinen Sohn Lukas besuchte, der für ein halbes Jahr in MWANZA für ein Sozialprojekt arbeitete. Dabei lernte er Joseph und FONELISCO kennen und war so begeistert, dass er Fonelisco e.V. seit 2016 finanziell unterstützt. Sein Ziel ist es auch, FONELISCO in seinem Umfeld bekannt zu machen, um andere zu Spenden zu motivieren. Umso erfreuter war er, als die Frau eines seiner deutschen Kameraden Frau Manja Selge-Karth auf ihn zukam und ihm sagte, dass sie mit einer Aktion Fonelisco e.V. unterstützen wollte. Auf die Idee war sie gebracht worden durch die Ehefrau eines zivilen Mitarbeiters in SHAPE, Frau Caroline Gosepath, die von FONELISCO gehört hatte.
Jedes Jahr richtet die deutsche Unteroffizierkameradschaft für die 29 Nationen in SHAPE ein großes Oktoberfest aus, das Highlight aller gesellschaftlicher Feiern in SHAPE vor allen Dingen für die ausländischen Kameraden. Freitag und Samstag Abend findet eine große Party im eigens dafür aufgestellten Festzelt statt, Samstag Nachmittag dann ein Familiennachmittag mit vielen Aktionen für Kinder. Eine dieser Aktionen ist das „Kinderschminken“. Gegen eine Spende von 5 € für Fonelisco e.V. konnten sich die Kinder in einem Katalog eine Vorlage/ein Motiv aussuchen und sich durch die „Schminkprofis“ dieses aufmalen lassen. Organisiert von Manja Selge-Karth schminkten die Ehefrauen einiger Soldaten, die in SHAPE stationiert sind: Doris Klaas, Birgit Pump, Jennifer Nieves, Katharina Raichle, Theresia Gau, Manja Selge-Karth und Dirk Matthes (s. Bild). Dazu kam Jana Mai, sie war als Gast da und hat spontan mitgemacht. Dirk Matthes hatte etwas Besonderes parat, denn er malte Tattoos auf. Der Andrang war riesig, das Schminkteam im Dauerstress und so standen am Ende 585,- €uro für Fonelisco e.V. zu Buche. Wolfgang Stellmach hatte noch ein Plakat und Flyer gemacht, um Fonelisco e.V. bekannt zu machen, vielleicht fühlt sich ja der ein oder andere angesprochen, im Anschluss an das Kinderschminken sich für Fonelisco e.V. zu engagieren.
Am 03. Oktober übergab Manja Selge-Karth mit einem Teil ihres Schminkteams die 585 €uro an Wolfgang Stellmach; durch zwei weitere großzügige Spenden wurde das Ergebnis auf 1000 € aufgestockt und an Fonelisco e.V. überwiesen. Der Dank geht an das Schminkteam der deutschen Gemeinschaft in SHAPE, nach 2018 die zweite Spende, die uns aus BELGIEN erreicht hat. Damals hatte der deutsche militärische Repräsentant in SHAPE anlässlich seines barbecues bei seinen internationalen Gästen für Fonelisco e.V. gesammelt.

Wir, der Fonelisco e.V. haben uns ungemein über diese schöne Spendenaktion gefreut, über das große Interesse und die viele Freude und der große Erflog, die damit verbunden waren.

PASSANT supported by LOVELY DUST

GUTE MUSIK – GUTER ZWECK – GEILER ABEND

Am kommenden Dienstag, 14.08.2018 spielen ab 18:00 Uhr diese zwei Musikgruppen in der Waldschänke Dornheim (Tavaleraplatz, 97082 Würzburg) ein Benefizkonzert für uns.

Von Acoustic bis hin zu Neo-Soul-Music! Da ist für jeden was dabei! Also ganz egal ob für einen lauen Urlaubsabend oder zum Einstieg in den Feierabend – Komm vorbei und genieße den Abend mit uns!

 

Beginnen wird das musikalische Trio Lovely Dust mit Acoustic Gitarre und alten, sowie neuen Songs. Anschließend wird die Neo-Soul-Band Passant mit eigenen Songs einheizen.

Weitere Informationen zu den Bands und der Veranstaltung findest Du auf angefügten Flyer und auf unserer Facebookseite www.facebook.com/foneliscoev/ (hier findest du auch eine musikalische Kostprobe von Passant).

Wir freuen uns auf einen super Abend zusammen mit euch!

Tag 6-8: Safari durch die Serengeti und den Ngorongorokrater. Großartig!

Tag 9: Vormittags gehen Laura, Kilian und ich zum Tunza-Resort am Victoriasee, während die Kinder in der Kirche sind. Wir wollen einen Saft bestellen, doch von den zwanzig aufgelisteten Säften ist nur der Wassermelonensaft da. Ananas kaufen sie noch schnell für uns. Die Karte repräsentiert hier überhaupt nicht was es tatsächlich gibt, sondern dient wohl hauptsächlich Dekozwecken… Nachmittags organisiert Martin für die Kinder Sportwettbewerbe. Beim Sprinten und Fußballspielen mache ich mit und die Kinder ziehen mich so was von ab! Ich dachte immer, ich wäre schnell… Das sind bestimmt die Schuhe, auf denen kann man einfach nicht laufen. 😉
Zurück im Volunteershaus darf ich Klein-Dominik, den 3 Wochen alten Sohn von Helen und Joseph, auf dem Arm halten. Er ist soo süß und verzieht sein Gesicht immer so knuffig. In meinem Zimmer schneide ich mir mit meinem Taschenmesser kleine Werkzeuge aus leeren Plastikflaschen, um meine tierischen Mitbewohner zu versorgen. Eine Hebeschaufel für die Regenwürmer, ein längliches Stück, was als Schieber dient… u.s.w. Und ich starte meine erste Unterwäsche-Waschaktion in einer abgeschnittenen 1,5 l Flasche. Es funktioniert überraschend gut!

Tag 10: Heute traue ich mich zum ersten Mal an meinen großen Dreckwäschehaufen. Eddie hat angeboten mir zu helfen. Wir füllen im Vorgarten drei Eimer mit Wasser und ich stelle mich beim Waschen echt dumm an. Das ist voll schwer! Erst habe ich das Gefühl, die Sachen werden nicht sauber, dann habe ich das Gefühl die Seife geht nie raus. Mein Rücken schmerzt und mein Handgelenk blutet und brennt von der Reibung. Dass Wäsche waschen so anstrengend sein kann, hätte ich nicht gedacht! Ich werde auf jeden Fall meine Wäsche so lange selber waschen, bis ich es leichtfertig und ohne Schmerzen hinbekomme. Das gehört für mich zu den „Must be able to…“ ’s. Ich bin dennoch sehr froh als die Wäsche endlich fertig gewaschen ist. Eddie hat ungefähr 90% der Arbeit gemacht und belächelt mich, selbst überhaupt nicht beeinflusst von der getanen Arbeit.
Danach fahren wir zu fünft zum New Land, wo unsere Kühe und Ziegen wohnen und Mais angebaut wird. Auf dem Hinweg müssen wir kurz zum Flughafen. Die Schranke am Eingang wird manuell betrieben, da sitzt wirklich einer und ist der Schrankenheber. Absurd. Beim New Land angekommen, komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Es ist ein idyllisches Stück Land mit wunderbarem Ausblick auf den Victoriasee. Die Mitte säumt ein großer Hügel, den man erklettern kann und es gibt direkten Zugang zum Wasser. Alle sind schwer beeindruckt.

Tag 11: Heute hatte ich Kiswahili-Unterricht bei Eddie. Ich glaube, das wird mich echt weiterbringen. Bis meine Kreditkarte ankommt, habe ich sowieso kein Geld für einen richtigen Sprachkurs. Also mache ich hier das Beste draus. Nachmittags spiele ich mit den Kindern Fußball und ich werde langsam besser!
Beim Abendessen stellen Juliane und ich fest, dass wir beide große Backgammon-Fans sind und beide ein Spiel dabeihaben. Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet, dass mein Reisebackgammon nicht genutzt wird, weil Juliane die HOLZVERSION IN VOLLER GRÖßE dabei hat!

Tag 12: Im Vorschulunterricht lässt Eddie die Kinder heute Wörter von der Tafel ablesen und danach erklären. Das bringt ihnen einen Riesenspaß und sie lernen sogar etwas dabei. Meine Aufgabe ist das Stifte austeilen… Während die Anderen fleißig abschreiben, versuche ich der vierjährigen Rose, die wahrscheinlich noch nie einen Stift in der Hand gehalten hat, beizubringen, etwas anderes als krakelige Kreise zu malen. Nach etwa 20 Minuten hat sie verstanden, was ich will und malt einen Strich. Ziel erreicht. An jeden Strich hängt sie aber noch einen Kreis, die sind ihr wohl sehr wichtig. Währenddessen schläft die dreijährige Asia auf meinem Schoß. Sobald die Vorschüler fertig abgeschrieben haben, kommen sie zu mir um mir stolz ihr Werk zu zeigen. Ich glaube, ich bin die Einzige, die sie lobt und das kosten sie natürlich aus. Bei Unterrichtsschluss rennen alle raus um zu spielen, nur die zwei neuen Brüder bleiben im Klassenraum und schreiben alle Wörter, die sie im Klassenraum finden, ab. Ich muss Eddie die Hefte unter die Nase halten, damit er es mir glaubt. Die sind komplett lernverrückt, die Beiden.
Beim Mittagessen gratuliert Joseph Juliane plötzlich zum Geburtstag, ich, komplett unwissend, schaue sie nur verwirrt an, gratuliere ihr dann aber auch schnell.
Nachmittags geben wir den Pre-Secondary-School-Kids Englischunterricht. Die hatten in der Grundschule fast keine Englisch, haben aber ab Januar auf der weiterführenden Schule JEDES Unterrichtsfach auf Englisch. Das ist echt unglaublich, und so fies dazu! In der Stunde üben wir, sich auf Englisch vorzustellen. Es wird nämlich am ersten Tag in der neuen Schule von Ihnen verlangt, sich vor allen Klassenkameraden vorzustellen. Beim ersten Durchlauf sind sie super schüchtern, gucken beim Reden aus dem Fenster und sind kaum hörbar. Also arbeiten wir am Coolheitsgrad. Sie müssen mit einem coolen Gang nach vorne kommen, dort eine lässige Haltung finden, und dürfen mich beim Reden nicht aus den Augen verlieren. Langsam lockern sie sich auf und brechen gelegentlich in Gelächter aus. Zwei Stunden vergehen wie im Flug und am Ende der Stunde können sie sich tatsächlich alle äußerst selbstbewusst vorstellen. Ich bin zufrieden.
Abends spiele ich mit Juliane Backgammon. Sie gewinnt viermal und ist super glücklich. Sie meint, genau das hätte sie sich gewünscht. Da habe ich doch noch das perfekte Geburtstagsgeschenk gefunden. 😉

Am Freitagmorgen gingen Juliane, Silke, Dominik, Jospeh und ich zum Ziegenmarkt. Silke wollte von einem Teil ihrer gesammelten Spenden zwei Ziegen kaufen. Nachdem Juliane und ich eine Ziegendame und ein kleines Zieglein sepndeten, wollte sie eine weitere Ziegendame und einen Ziegenbock damit Fonelisco eine kleine Ziegenherde hat, die sich vermehren kann. Die kleinen Ziegen können verkauft oder großgezogen und den Kindern zum Essen gegeben werden. Da das Hühnerhaus nun leersteht, haben die Ziegen für die Nacht auch ein Obdach. Außerdem fressen sie das auf dem New Land vorhandene Gras und somit enstehen keine weitere Kosten. Gesagt- getan sind wir dann zum Ziegenmarkt gefahren. So spektakulär war das erstmal nicht, da einfach mehrere Verkäufer mit ihren Ziegen am Straßenrand standen. Als wir ausstiegen befanden wir uns plötzlich inmitten eines Kreises, in dem die Verkäufer eine ihrer Ziegen an den Vorderbeinen packten und uns präsentierten. Die Art und Weise fand ich sehr belustigend!

Ich dachte wir laufen dort umher und suchen uns die Ziegen aus -nach Farbe, Preis oder wie auch immer man eine „gute gesunde“ Ziege erkennt.

Dominik spricht sehr gut suaheli und begann sofort die Verhandlung mit zwei Männern, die uns jeweils einen Ziegenbock verkaufen wollte. Einer bot auch gleich eine Dame dazu. Schneller als ich überhaupt gucken konnte lagen zwei Ziegen auf dem Boden und man band ihnen die Beine zusammen. Und dann waren sie auch schon in Josephs Kofferraum! Zwei schöne schwarze Ziegen. Juliane kam auf die schlaue Idee zu fragen ob das Vater und Tochter seien. Wir wollen ja keine Inzucht betreiben. Das war der Fall, doch kein Problem! Innerhalb gefühlter 5 Sekunden wurde die schwarze durch eine braune Ziegendame ausgetauscht. Silke bezahlte während Dominik den Preis für das Seil aushabdelte und schon waren wir 7 im Auto auf dem Weg zum New Land. „Määähhhh“ macht es sicherlich auch aus keinem deutschen Kofferraum. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass man Ziegen so in Deutschland transportieren würde. Die Ziegen schrien vor sich hin -gut, da wussten wir zumindest dass sie noch leben. Zwischendurch wurde es ziemlich leise und wir hielten unterwegs mal an um nachzusehen wie es ihnen erging. Ganz klare Verteilung des Territoriums wie es in Deutschland bei Paaren im Bett vorkommt: 3/4 gehört der Frau und der Mamn muss sich mit 1/4 genügen. Ansonsten ging es beiden gut und wir fuhren weiter.
Am New Land angekommen hob ich die Ziegendame „Lotti“ genannt aus dem Kofferraum und befreite sie vom ihren Fußfesseln. Dominik kümmerte sich um den Ziegenbock, der „Maxi“ heißen soll.

Der Weg zu unseren anderen Ziegen gestaltete sich schwierig. Maxi, ein wahrer Bock, sträubte sich wehemmend mit uns mitzukommen. Ob ziehen oder schubbsen, er hielt an oder sprang in die falsche Richtung. Und als er gar keinen Bock mehr hatte, da legte er sich einfach hin! Das wäre echt ein Video zu eurer Belustigung wert gewesen!
Nun gut, wir kamen dann endlich an und nun sind alle vier Ziegen vereint.

Ich hatte noch eine Schlangenhaut gefunden. Ich bin echt froh, dass ich noch keine getroffen habe! Hier leben wirklich gefährliche Schlangen. Dominik meinte sogar, er hätte bei einem seiner Besuche eine Black Mamba gesehen. Na dann gut‘ Nacht!
Nachdem wir nach unseren schwangeren Kühen gesehen hatten und Affen, die leider unseren Mais klauten, ging es zurück zum Mittagessen.

Während Silke und Juliane die Kinder sie seit neuestem jeden Freitag zu Tunza brachten um dort am Strand zu spielen, warteten Dominik und ich auf Joseph um unseren geerneteten Reis zu einer Maschine zu bringen, die die Schale abmacht. Diese könnt ihr hier bewundern:

Leider haben wir das ernüchternde Ergebnis erfahren, dass wir viel zu wenig Reis ernten konnten. Dominik wird darüber sicherlich noch ausführlicher schreiben.

Abends trafen wir uns noch mit Eddie und John, einem Jugendlichen aus der HighShool auf ein Bier bzw. Soda.

Am Samstagmorgen stand seit langer Zeit endlich ein Teammeeting an.

Da es solange kein Teammeeting gab, dauerte dies auch bis mittags an. Es war sehr konstruktiv und ich konnte außerdem einige Aufgaben für die kommende Woche mitnehmen. Samstagmittag passierte dann nichts mehr spannendes. Abends gingen wir noch einmal ins Waisenhaus um den Kindern einen Film zu zeigen. Für diese ist das sehr besonders, da sie keinen Fernseher oder PC/Laptop haben und deswegen sonst keine Filme schauen können. Nach ein paar Problemen den Laptop mit Lausprechern zu verkabeln ging es dann doch und die Kinder freuten sich.

Zum Abendessen gab es übrigens Pilau, einen Gewürzreis von hier mit den üblichen Bohnen und Helens Aubergine in Tomatensoße. Das kocht sie auch oft so als Mittagessen zusammen mit Reis oder Spaghetti.

Der Sonntagmorgen begann entspannt. Mittags halfen Silke und ich Helen bei der Herstellung von „Sambusa“. Das sind Teigtaschen, die unterschiedlich gefüllt werden können. Wir füllten sie mit Kraut.
Nach dem Mittagessen sah ich ein von vor einem Jahr aufgenommenes Interview von einem der älteren Kids und Joseph, das noch für andere Zwecke verarbeitet werden muss. Zu meiner Belustigung wurde das hier gefilmt und all der Alltagslärm war darin wie die Kirchenmitglieder, die hier jedes Wochende proben und schreiende Kinder. Zwischendurch lief noch Buddy, der Hund oder ein Huhn durchs Bild.
Anschließend diskutierten Juliane, Dominik, Joseph und ich mit Silke, in was das von ihr gesammelte Geld investiert werden soll.
Den Abend ließen wir im Tunza ausklingen.

Huhu ihr da draussen!
Inzwischen habe ich mich lange nicht mehr gemeldet und es hat sich viel getan. Die zwei dänischen Freiwillige sind abgereist sowie auch eine Besucherin, die einen Monat hier war. Auch Nicole ist wieder in Deutschland. Inzwischen ist eine weitere dänische Prakrikantin gekommen, die bis November bei FONELISCO bleiben wird. Außerdem ist auch Silke angereist. Sie macht eine Auszeit auf der Arbeit und beglückt FONE für drei Monate. Ihr könnt das Wichtigste auch unter News im Newsletter lesen. Bald erscheint der Julinewsletter. Es lohnt sich also kurz vorbeizuklicken!

Im Moment bin ich mit Silke auf Sansibar und mache ein wenig Urlaub. Am Freitag kehren wir Beide zurück. Solange genießen wir den Indischen Ozean, auch wenn es leider häufig kurz regnet.
Gestern waren wir unter anderem auf Prison Island, eine Insel die ein Gefängnis werden sollte, aber eine Quarantänestation wurde. Heute gibt es dort das Gebäude zu sehen und große Schildkröten, die damals ein Geschenk des englischen Königs waren.
Es ist ziemlich komisch die Tourismuswelt zu sehen und wenn man durch das Tor geht, sind dort Dörfer wie auch Ilemela. Es fühlt sich so falsch an, wenn diese zwei Extreme aufeinandertreffen.

Ich versuche hier mal auch per Handy ein Foto hochzuladen.
Wenn nicht, könnt ihr bald wieder aus dem Alltag im Waisenhaus lesen und mich auf den letzten Wochen hier in Ilemela begleiten.


Leider sind die vier Monate Praktikum für mich vorbei. Nun sitze ich am Flughafen in Dar Es Salam und kann es noch gar nicht fassen, das ich Mwanza verlassen habe.
Der letzte Monat verging besonders schnell und mit sehr gemischten Gefühlen für mich. Einerseits freue ich mich jetzt auf meine Familie und Freunde, andererseits vermisse ich jetzt schon die Leute und das Leben in Tansania. Am Montag haben wir erst Helena eine Besucherin verabschiedet und es war ein komisches Gefühl, sie zum Flughafen zu begleiten. Die letzet Zeit mit den Kindern war auch besonders intensiv, jetzt habe ich den Eindruck man ist sich etwas näher gekommen und ich muss das Waisenhaus verlassen.
Meine Abschiedsfeier habe ich am Strand organisiert, das war für alle etwas Besonderes. Ich habe dort eine kleine Hüpfburg mit Rutsche aufbauen lassen und jeder hat eine Soda bekommen. Am Strand konnten wir noch die letzten schönen Abschlussfotos machen. Ich habe mich auch gefreut das die meisten ArbeitskollegenInnen es geschafft haben zur Feier zu kommen und auch in mein Erinnerungsbuch geschrieben haben. Das Erinnerungsbuch habe ich von meiner Tante zu meiner Abschiedsfeier in Deutschland bekommen. In Tansania habe ich mir dieses oft durchgelesen, wenn ich an meine Liebsten gedacht habe. Nun kann ich es schon gar nicht abwarten zu Hause das Buch in die Hand zu nehmen und an Tansania zu denken.
Für zu Hause bzw. für meinen kurzen Urlaub mit meinen Freund und meinen Papa habe ich mir nochmal typisch afrikanische Haare machen lassen.
Insgesamt möchte ich sagen, ich konnte die Kultur Tansanias gut kennen lernen und bereue es nicht diesen Schritt nach Tansania gewagt zu haben. Für mich war es das erste Mal in einem anderen Land mit Einheimischen zu leben und so hätte man als Tourist bestimmt niemals eine Hochzeit oder Beerdigung gesehen. Ich habe nicht damit gerechnet in Tansania oft Erkältungssymptome zu bekommen, da kann ich den nächsten Volontären nur raten etwas dafür mit in die Reiseapotheke mitzunehmen. Für die Zukunft würde ich einen professionellen Sprachkurs belegen, da es für mich schwierig geblieben ist für meine Arbeit notwendige Dinge zu kommunizieren. Eddie hat uns zwar besonders in der Anfangszeit sehr intensiv geschult, jedoch fehlte mir wohl die Struktur. In Tansania gibt es einen Swahilikurs, der auch von einer deutschen Lehrerin angeboten wird. Dieser kostet für 40 h, 250€ und bietet einen guten Überblick.
Die Organisation FONELISCO war für mich in der ganzen Vielfalt spannend kennenzulernen. Besonders an Joseph, konnte ich sehen wie viel ihm an der Organisation liegt. Wünschenswert wäre sicherlich eine stellvertretende Kraft für ihn, da ich ihn eigentlich ununterbrochen arbeiten gesehen habe und er abends immer sehr KO ins Bett gegangen ist. Einige Teammitglieder müssen des Öfteren so genannter Temporary – Arbeit nachgehen um ihre Familien zu ernähren. Die Zahlung der Mitarbeiter ist keinesfalls ausreichend und ich betrachte es als Gefahr ob das Team so konstant die Organisation unterstützen kann wie sie es gerne würden, obwohl man sagen muss das die Jobaussichten in Tansania tendenziell nicht so einfach sind. Im Vergleich zu Deutschland schätze ich die Wichtigkeit von Teamgesprächen und Evaluationsarbeit, so gehen keine wichtigen Informationen verloren und die Arbeit kann reflektiert werden, welches auch zur Motivation anregen kann. Einen großenteil habe ich mit den anderen Mitarbeitenden daran gearbeitet, dass die Kinder ein Sorgfalt- und Verantwortungsbewusstseinsgefühl bekommen. Denn wenn sie Spiele aus dem Büro bekommen, sind diese teilweise nicht wieder im gleichen Zustand zurückgekommen. Ich war auch zunächst etwas enttäuscht, als ich meine gespendeten Schuhe nach wenigen Tagen kaputt oder ohne Schnursenkel gesehen habe, hierbei darf aber der Unterschied in der Erziehung nicht vergessen werden. Schön fand ich, dass die älteren Kinder auf die jüngeren achten und sie alle einen großen Zusammenhalt haben.
Im Gegensatz zu einer Kindereinrichtung in Deutschland, sind nicht alle Materialien jederzeit vorhanden und die Organisation kann diese nicht immer stellen. So wird man auch als Volunteer kreativ oder kauft mal von sich aus ein paar Blätter zum malen.
Mir hat es gut gefallen, das ich im guten Kontakt auch zum Fonelisco e.V. in Deutschland stand. Abschließend kann ich sagen, dass ich FONELISCO auf jeden Fall nocheinmal besuchen möchte und auch im Austausch mit den Mitarbeitern, soweit es möglich ist, bleiben möchte.

Asanteni sana nimefurahia kukaa na ninyi!

Der Gesundheitsstatus zu Hause sieht gerade nicht so gut aus, es fühlen sich drei weitere Leute nicht so gut. Hierbei ist mir nochmal bewusstgeworden, das sie hier gar keinen Hausarzt kennen und direkt ins Krankenhaus gehen, wenn sie sich nicht wohlfühlen. Sibylle sagte das es ihr etwas besser geht und sie mit zur Arbeit kommen mag.
Dort fragten mich alle nach der Reise. Viele waren noch am Frühstück und ich setzte mich gemütlich zu ihnen an einen Baumstamm gelehnt in die Sonne. Als ich aufgestanden bin hatte ich überall Ameisen und die Kinder halfen mir diese abzuschütteln??
Anschließend schaute und spielte ich mit einigen Kindern Fingerfußball. Sie haben im Sand ein Spielfeld aufgemalt und mit Kronkorken eine Murmel weggestoßen, sehr kreativ die Kinder! Außerdem hat ein Junge mir noch gezeigt, wie er täglich im Garten um das Zuckerrohr mit einer Schaufel den Boden auflockert. Er hatte großen Spaß darin mich anzuleiten. Ich war aber auch froh wenn ich wieder abgelöst wurde, das ist ganz schön anstrengend:D
Heute sollten die Kinder aber auch noch neue Spiele kennenlernen.
Zuerst spielten wir Personenmemory im Anschluss Zombieball. Beide spiele evaluierten wir mit einer kurzen Aufstellung nach sehr gut, gut und nicht so gut. (Memory: 14 sehr gut / 8 gut/ 7 nicht gut; Zombieball: 15 sehr gut/ 8 gut / 1 nicht gut)
Nach der Mittagspause, wollten wir Ihnen noch weitere neue Spiele zeigen.
Wir begannen mit dem Spinnennetz. Für dieses Spiel befestigten wir an einem Tor viele Wollfäden. Die Auswertung ergab 18 x sehr gut, 8 x gut und 4 x nicht so gut.
Nach diesem Spiel erklärten wir den Gordischen Knoten, das hat aber leider nicht wie gewohnt funktioniert. Nach drei, vier Versuchen gingen wir in ein anderes Spiel über und erklärten Völkerball. An diesem Spiel beteiligten wir uns aber nicht mehr aktiv. Denn wir müssen noch unsere Mitarbeiterbefragung zu Ende bringen, am Morgen sprach ich einen Kollegen an ob er dafür Zeit hätte und er sagte das es ihm später besser passte. Nach der kurzen Befragung hat der Kollege erzählt, dass er bald heiraten wird. Er zeigt uns eine Karte, die für uns aussah wie eine Einladungskarte. Doch nach Eddies Erklärung bekommt man erst eine Karte, in der der Monat der Feier steht und der Gast Geld reinlegt. Nachdem er diese Karte zurückgegeben hat, bekommt der Gast eine richtige Einladungskarte. Der zukünftige Ehemann erzählt uns, das er 200 Gäste eingeladen hat. Wir dachten, dass er uns diese nur zeigen möchte, doch dann fragte er uns nach unseren Namen für die Karte. Wir bemerkten beide, dass wir dafür nicht die passsende Kleidung mithatten. Es schloss sich ein Gespräch mit Eddie über die Unterschiede von Hochzeiten in Deutschland und Tansania an.
Am Abend war ich mit Eddie joggen und später schauten wir zu dritt einen Film.
spidergame