Auch in diesem Dezember sammeln wir wieder Spenden für die Kinder von Fonelisco und hoffen dafür auf eure Mithilfe. Zu Jahresbeginn fällt bei Fonelisco nicht nur die Miete an, wir müssen auch zahlreiche Schulgebühren bezahlen. Jede kleine Spende ist uns eine kleine Hilfe. Deshalb freuen wir uns, wenn ihr uns mit einer Spende auf unser Konto oder auf unserer betterplace-Aktion unterstützt:
https://www.betterplace.org/de/projects/66383-fonelisco-adventskalender-2018

Wir wünschen Euch ein frohes Fest und eine schöne Zeit mit Euren Liebsten!

In unserem letzten Adventskalendertürchen wollen wir euch die Weihnachtsgrüße der FONELISCO-Family übermitteln.
Auch für die Kinder bei Fonelisco ist Weihnachten das Fest der Freude und Gemeinschaft, dass Sie bei einem Weihnachtsessen zusammen mit Joseph und seiner Familie bei Fonelisco verbringen werden!

Die Melodie der Nationalhymne Tansanias „Mungu ibariki Afrika“ („Gott segne Afrika“) wurde
1897 von dem Südafrikaner Enoch Mankayi Sontonga komponiert, die auch die Nationalhymne Sambias bildet und teilweise auch die Südafrikas.

zum anhören:  Youtube
und zum mitsingen:

Tansanisch:

Mungu ibariki Afrika
Wabariki Viongozi wake
Hekima Umoja na
Amani Hizi ni ngao zetu
Afrika na watu wake.

CHORUS:
Ibariki Afrika
Ibariki Afrika
Tubariki watoto wa Afrika.
Mungu ibariki Tanzania

Dumisha uhuru na Umoja
Wake kwa Waume na Watoto
Mungu Ibariki Tanzania na watu wake.

Deutsch

Gott, segne Afrika!
Segne seine Führer!
Weisheit, Einheit und
Frieden – diese sind unsere Schilde:
Afrika und seine Menschen.

CHORUS:
Segne Afrika,
Segne Afrika,
Segne uns, die Kinder Afrikas.
Gott, segne Tansania!

Bewahre Freiheit und Einheit
für Frauen, Männer und Kinder!
Gott, segne Tansania und sein Volk!

Kontodaten:
Fonelisco e.V.
IBAN DE59 7909 0000 0003 2457 48
BIC GENO DE F1 WU1
oder auf Betterplace

Geflüchtete in Tansania

120.000 Menschen beantragten im Jahr 2017 in Tansania Asyl. In Deutschland waren es 2017 in etwa 220.000 Anträge. “Das sind ja fast doppelt so viele, da haben wir es mal wieder”, hört man es schon tönen. Das mag sein, aber in Relation hierzu sollte man sich einmal die Bruttoinlandsprodukte der beiden Länder im selben Jahr anschauen: Während Tansania ein solches in Höhe von 52,09 Milliarden Dollar aufwies, kam Deutschland auf 3,677 Billionen US-Dollar, also etwa 700 mal so viel.

Um das wirtschaftliche Defizit auszugleichen, ist Tansania dringend auf die Hilfe des UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) angewiesen, die im Westen des Landes Flüchtlingslager betreiben. Geflüchtete in Tansania kommen insbesondere aus der Demokratischen Republik Kongo und Burundi. Im Kongo herrscht seit vielen Jahren Bürgerkrieg. Auch in Burundi war dies lange der Fall, viele Hutu flohen bereits seit 1972 vor ethnischen Säuberungen durch die Tutsi nach Tansania. Ab 2007 wurden 220.000 damals aus Burundi Geflüchtete etappenweise eingebürgert. Seit 2015 fliehen erneut viele Menschen aufgrund der Unruhen rund um die Präsidentschaftswahlen in Burundi. Neben dem Kongo und Burundi war auch Ruanda lange Zeit ein Herkunftsland Geflüchteter. Insgesamt nahm Tansania etwa 1,5 Millionen Geflüchtete allein zwischen 1993 und 2000 auf.

Warum fliehen so viele Menschen nach Tansania? Ein Grund ist natürlich die geographische Nähe Tansanias. Schließlich schätzt man, dass etwa 79% der Geflüchteten auf dem afrikanischen Kontinent in Zentral- und Ostafrika beheimatet sind. Aber es ist auch die vergleichbar hohe politische Stabilität Tansanias, die den Staat zu einem der Hauptaufnahmeländer von Geflüchteten machten. Zum anderen erkannte Tansania bereits früh, welche Chance der Bevölkerungszuwachs in wirtschaftlicher Hinsicht bedeuten könnte. Aber auch in Tansania gibt es viele Debatten um Migration, auch hier fürchten sich Personen vor einem Mangel an Arbeitsplätzen oder Kriminalität. Viele Migranten kommen nur in Lagern unter, die Integration ist für einen finanzschwachen Staat wie Tansania eine gewaltige Aufgabe. Und trotzdem können wir sehr viel von den Tansaniern lernen, wie sie sich dieser Herausforderung stellen. Es zeigt aber auch, dass wir über den europäischen Tellerrand hinausblicken sollten, denn nicht nur Europa muss sich mit Integration und Migration auseinandersetzen. “Fluchtursachen bekämpfen” wird überall gepredigt. Aber was heißt das überhaupt? Die Antwort darauf würde diesen Rahmen sprengen. Aber ein wichtiger Bestandteil hiervon ist die Prävention. Allzu oft ist Armut der Ursprung für Konflikte. Genau hier versuchen wir anzusetzen. Tansania ist keines der Länder, die wir automatisch mit Migration verbinden. Und das soll auch so bleiben. Schafft man es, Tansania langfristig durch nachhaltige Entwicklungshilfe zu mehr Autarkie zu verhelfen, so kommt dies letztlich der gesamten Region zugute. Einen kleinen Beitrag hierzu wollen wir mit FONELISCO leisten.

Unterstützt uns dabei mit einer Spende auf betterplace oder unser Konto!

Für mehr Informationen rund um die Situation von Geflüchteten: https://fluechtlingsforschung.net/ostafrikas-fluchtlinge/

Bildquelle: https://www.unhcr.org/thumb3/5a05c7d81.jpg

Letztes Jahr um diese Zeit waren wir im Fernsehen! Genau genommen wurde Laura Klinker die Schriftführerin von Fonelisco e.V. für den Beitrag Weltweit engagiert von Lebensformen im bayrischen Fernsehen porträtiert.

Das Video könnt ihr euch hier auf unserer Facebook-Seite angucken. Lasst auch gerne ein Like da, um auch auf Facebook regelmäßige Infos über unsere Arbeit zu erhalten!

Heute wollen wir euch eine beeindruckende tansanische Frau vorstellen! Das Porträt hat Rike Nägelsbach ursprünglich für unseren Fonelisco-Kalender geschrieben, da Asha-Rose Migiro aber so eine interessante Persönlichkeit ist, wollten wir ihn Euch nicht vorenthalten.


Asha-Rose Mtengeti Migiro wurde am 9. Juli 1956 in Songea in der Ruvuma Region in Tansania geboren. Sie ist eine tansanische Juristin und Politikerin. Mit ihrem Mann Cleophas Migiro hat sie zwei Töchter. Von 2007 bis 2012 war sie Stellvertreterin des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon.

Asha-Rose Mtengeti Migiro studierte Jura an der staatlichen University of Dar es Salaam, an der sie 1980 den Bachelor of Laws und 1984 den Master of Laws absolvierte. 1992 wurde sie an der Universität Konstanz beim Konstanzer Rechtswissenschaftler Carsten Thomas Ebenroth mit einer Arbeit über die Wirtschaftsbündnisse in Afrikas Osten und Süden promoviert, nachdem sie seit 1888 als DAAD-Stipendiatin an die Universität Konstanz war. Während ihres Deutschlandaufenthalts wirkte sie gleichzeitig als Gastdozentin an der Fakultät für Frauenrecht der Universität Oslo.

Danach kehrte sie nach Tansania zurück. Dort leitete sie an der University of Dar es Salaam zuerst die Sektion Verfassungs- und Verwaltungsrecht und später die Sektion Zivil- und Strafrecht. Die engagierte Juristin qualifiziert sich weiter als Gastdozentin in den Vereinigten Staaten und bei Seminaren in Irland im Bereich Frauen- und Menschenrechte. 1997 wurde Asha-Rose Mtengeti Migiro als Mitglied der tansanischen Kommission für Rechtsreform und trat ein Jahr später der neu eingesetzten Verfassungskommission bei. Diese hatte unter anderem die Bekämpfung von Korruption und das Vorantreiben von Reformen als Ziel. In ihren Ämtern, aber auch in Anwaltsvereinen und Frauenorganisationen setzt sie sich stets kontinuierlich für die Verbesserung von Kinder- und Frauenrechten ein.

Auch später engagierte sie sich politisch: August 2000 wurde Asha-Rose Mtengeti Migiro in den UNO-Ausschuss zur Beseitigung der Diskriminierung der Frau gewählt. Zwei Monate später zog sie als Abgeordnete in das tansanische Parlament ein. Als Ministerin betreute sie dort die Themenbereiche Stadtentwicklung, Gleichberechtigung und Familie/Kinder. Im Januar 2006 wurde sie schließlich die erste weibliche Außenministerin Tansanias seit der Unabhängigkeit des Landes 1961.

Von 2007 bis 2012 war sie Stellvertreterin des Generalsekretärs der Vereinten Nationen Ban Ki Moon. Das Amt führte der ehemalige Generalsekretär Kofi Annan 1997 ein. Als Nachfolgerin von Mark Malloch Brown war Asha-Rose Mtengeti Migiro die dritte Person und nach der Kanadierin Louise Fréchette die zweite Frau, die diese Position innehatte. Der Zuständigkeitsbereich der Vize-Generalsekretärin umfasst neben Verwaltungs- und Managementaufgaben vor allem die Entwicklungspolitik. Ab 2014 war sie Justizministerin in Tansania. 2015 konkurrierte sie um die Nachfolge von Präsident Jakaya Kikwetes. Sie verlor jedoch gegen den heutigen Präsidenten Tansanias John Magufuli. Präsident Magufuli ernannte Asha-Rose Mtengeti Migiro im Mai 2016 als High Commissioner für das Vereinigte Königreich. Dabei vertritt sie Tansania als Teil des Commonwealth of Nations.

Asha-Rose Mtengeti Migiro veröffentlichte mehrere Beiträge über Frauenrechte, die Pressefreiheit und über die Flucht von Afrikanern nach Europa. Sie ist davon überzeugt, dass in der angemessenen Beteiligung der tansanischen Frauen an der politischen und wirtschaftlichen Verantwortung ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung des Landes liegt.

Viele von euch verfolgen unseren Adventskalender und wir freuen uns über das tolle positive Feedback, das wir dafür bekommen. Wir haben uns große Mühe gegeben, ihn so abwechslungsreich und interessant wie möglich für euch zu gestalten. Gleichzeitig ist es uns natürlich ein großes Anliegen, den Kindern einen guten Start in das neue Jahr 2019 zu ermöglichen. Dabei zählen wir auf euch! Wir haben euch einmal zwei Möglichkeiten herausgesucht, mit denen ihr uns unterstützen könnt und die besonders dringend sind.


Unsere Adventsaktion – Weihnachtsgeschenke für Fonelisco

Auf Betterplace haben wir Weihnachtswünsche formuliert, um unsere großen drei Säulen für Fonelisco sichern zu können: Ernährung, eine sichere Unterkunft und Bildung. Mit 15€ können wir beispielsweise das Essen für ein Kind für zwei Wochen bezahlen, mit 30€ Wasser, Miete und Strom für einen Tag. Mit 65€ können wir ein Grundschulkind für ein Jahr zur Schule schicken. Im Januar kommen viele Kosten auf uns zu: Die Miete ist fällig, die Grundschulkinder müssen ihre jährlichen Gebühren zahlen und die laufenden Kosten des Januars müssen ebenfalls gedeckt werden. Deshalb freuen wir uns über jeden Euro, der bei unserer Aktion zusammenkommt und für uns auch eine Bestätigung unseres Aufwands bedeutet. Spenden könnt ihr ganz einfach auf betterplace oder direkt auf unser Konto.


Schulpatenschaften

Mit dem Ende das Jahres suchen wir auch wieder nach Schulpaten und Schulpatinnen. Im Januar beginnt in Tansania das neue Schuljahr und damit die Schüler und Schülerinnen der Secondary und High School auch dieses Jahr weiter die Schule besuchen können, brauchen wir eure Hilfe!
Bildung ist ein elementares Standbein von Fonelisco. Zu Josephs Konzept gehört neben der aktuellen Versorgung der Kinder auch die Vorbereitung auf die Zukunft. Eines Tages sollen die Fonelisco-Kinder schließlich auf eigenen Beinen stehen und Bildung ist der Schlüssel zu einer selbstbestimmten Zukunft.
Der Abschluss der Secondary School entspricht der Mittleren Reife und ist Voraussetzung für eine Berufsausbildung. Die Kosten belaufen sich hier ja nach Klassenstufe auf ca. 300€ pro Jahr. Die High School, die für ein Studium erfolgreich abgeschlossen werden muss, ist in Tansania als Internat konzeptioniert. So betragen die Kosten für ein Jahr 1165€. Mehr Infos findet ihr in unserem Schulpatenschaftsflyer für 2019 oder auf unserer Website. Wir würden uns sehr freuen wenn, ihr euch vorstellen könntet, eine Schulpatenschaft für eines der älteren Fonelisco-Kinder zu übernehmen! Bei Interesse schreibt uns gerne ganz unverbindlich eine Mail.


Über jede Art von Unterstützung freuen wir uns sehr und möchten uns bereits im Voraus ganz herzlich bedanken!

In unserem heutigen Türchen wollen wir auch ein Bongo Flava Song aus Tansania vorstellen. Muziki von Darassa ft. Ben Pol ist ein millionenfach gehörter Hip-Hop Song über Musik und das Leben aufgenommen zum Party machen.
Auch wenn sich Darassa Art zu rappen ein wenig an kenianischen Stilen orientiert wird der Song dem Bongo Flava zugeordnet.

Bongo Flava ist tansanische Rapmusik auf Suaheli und ist die populärste Musikrichtung in Ostafrika bzw. mit die weit verbreiteste Version des afrikanischen Hip-Hops.

Neben identitätsbildenden Elementen, durch das Suaheli und die internationale Repräsentation von Tansania, hat der Bongo Flava auch eine wichtige gesellschaftliche Rolle durch die häufig kritischen Texte. So beteiligten sich einige Bongo Flava Künstler an der nationalen AIDS-Aufklärungskampagne, klagen aber gleichzeitig in ihren Texten z.B. Korruption, mangelnde medizinische Versorgung und nicht eingelöste Wahlversprechen an.

Aber auch musikalisch lohnt es sich mal in den Bongo Flava reinzuschnuppern und sich auf die Klänge des tansanischen Hip-Hops einzulassen.

 

Die FONELISCO Familie gratuliert!

Wie ihr vielleicht schon wisst, haben Johanna, unser erster Vorstand des FONELISCO e.V., und Marcel dieses Jahr geheiratet. Um dem frisch vermähltem paar gute Wünsche zukommen zu lassen, hat sich die FONELISCO Familie etwas Besonderes überlegt: jedes Kind von FONELISCO hat einen Papierflieger für Johanna und Marcel gestaltet. Da die Wurfkünste der Kleinen aber dann doch nicht bis über den Ozean reichen, wurden sie von Laura nach Thüngersheim transportiert. 😉

Seht selbst: Papierflieger Weitwurf

Liebe Johanna, lieber Marcel, wir wünschen euch von Herzen alles Gute für eure Zukunft.

 

Euch gefällt der Adventskalender? Jetzt spenden: Spendenaktion

Sundi – ein Mädchen mit Albinismus aus Mwanza

Heute möchten wir euch Sundi vorstellen. Sundi ist ein fröhliches Mädchen. Sie ist neun Jahre alt und besucht eine Grundschule in Mwanza. Sundi fällt unter ihren Mitschülern auf. Ihre Haut und ihre Haare sind hell. Sundi hat Albinismus. Ihrem Körper fehlen Farbpigmente, sie produziert kein oder wenig Melanin. Während in Deutschland ca. eine Person von 20.000 Albinismus hat, so ist, Schätzungen zufolge, das Verhältnis in der Region rund um Mwanza in Tansania 1 zu 1.400.

 

Als Sundi vor neun Jahren, im Jahr 2010, geboren wurde, da war ihr Aussehen für ihre Eltern ein Schock. Sundis Eltern haben beide dunkle Hautfarbe. Sie wussten nicht, dass sie beide Träger des Albinismus-Genes sind. Doch vor allem wussten sie nicht, wie umzugehen mit diesem kleinen, weißen, schutzlosen Kind. Das Jahr 2010 war kein gutes Jahr, um in Mwanza als Kind mit Albinismus geboren zu werden.

Sundis Eltern sind Wasukuma. Im tradionellen Glauben dieses Stammes spielt die Farbe Weiß eine besondere Rolle. Ein auch bei anderen Stämmen verbreiteter Aberglaube besagte „Albinos“ seien keine Menschen, sondern Geister. Dies machten sich kriminelle Witchdoctors („Hexendoktoren“) zunutze, als sie ca. im Jahr 2006 ein grausames Geschäftsmodell erfanden, indem sie behaupteten, aus Körperteilen von Menschen mit Albinismus könnten sie „Medizin“, also „Zaubertränke“ oder -pulver, herstellen, welche ihren Kunden zu Reichtum wie z.B. höherem Fischfang, Goldfunden oder Wählerstimmen bei Wahlen verhelfen würden. Bis zum Jahr 2015 sind in Tansania deshalb zahlreiche Morde an Menschen mit Albinismus verübt worden. In anderen Ländern wie z.B. Malawi, Mali oder Südafrika hat es sogar im Jahr 2018 noch Morde an Menschen mit Albinismus gegeben. Nicht so in Tansania. Dort verbessert sich die Lebenssituation für Menschen mit Albinismus zunehmend. Gerade in Mwanza erkennt man das. Die Menschen mit Albinismus kehren ins Stadtbild zurück.

Als Sundi im Jahr 2010 geboren wurde, haben ihre Eltern eine mutige Entscheidung getroffen. Sie haben ihr Kind bei sich behalten. Andere Familien haben ihre Kinder mit Albinismus in Zentren der Regierung gebracht, wo manche bis heute weit weg von ihrer Familie leben. Auch in der Region Mwanza gibt es eine Schule, in deren Internat über 100 Kinder mit Albinismus zu Hause sind. Die Mitindo Primary School. Die Kinder dort leben fern der Stadt, abgeschirmt und geschützt hinter zwei Zäunen. Sie mögen physisch sicher sein. Doch was für ein Leben ist das?

Sundi konnte bei ihrer Familie aufwachsen. Stigma und Ausgrenzung kennt sie dennoch. In der Schule muss sie ganz vorne in der ersten Reihe sitzen. Denn ihre Augen sind schlecht. Das Sehvermögen ist bei Menschen mit Albinismus eingeschränkt.

Auch kann Sundi nicht lange mit ihren Freunden in der Sonne spielen. Ihre Haut hat keinen natürlichen Schutz gegen die UV-Strahlen der Sonne. Sonnencreme ist für sie überlebenswichtig.

Anmerkung:
Sundi ist ein fiktiver Charakter, basierend auf den Recherchen von Ramona Seitz für ihre Multimedia Graphic Novel über Albinismus. Sundi ist die Protagonistin der Graphic Novel und die Geschichte geht so:

Sundi findet in der kleinen Bibliothek ihrer Schule ein Buch, welches Lebensgeschichten von erfolgreichen Menschen mit Albinismus enthält. Das Mädchen beginnt darin zu lesen. In Comics-Journalismus-Manier schildert die Graphic Novel die Lebenswege von erfolgreichen Tansaniern, die Albinismus haben. Zwischen den einzelnen Kapiteln tritt Sundi auf und kommentiert, was sie gerade gelesen hat. Sundis Selbstbewusstsein steigt und sie schöpft Mut für ihr eigenes Leben.

Sundi ist die einzige fiktive Protagonistin der Graphic Novel. Die Protagonisten der einzelnen Kapitel sind reale Personen mit Albinismus.

Ramona Seitz hat für ihre Multimedia Graphic Novel drei Jahre recherchiert und war allein im Jahr 2018 vier Monate vor Ort in Tansania. Ihre Recherchen wird sie in Kürze unter anderem auf riffreporter.de veröffentlichen. Im Mai 2019 werden Auszüge aus ihrer Graphic Novel über Albinismus im Rathausfoyer in Würzburg ausgestellt.

Die Comic-Zeichnungen hat der tansanischer Künstler Marco Tibasima angefertigt.

Bei unserer Sommer-Spendenaktion in 30 Tagen um die Welt – dein Gruß nach Mwanza habt ihr mit jedem gespendeten Euro die Grußkarte an Joseph und die Kinder von FONELISCO einen Kilometer weiter geschickt.
Die insgesamt 3867 Kilometer, also 3867 Euro, wurden tatsächlich erreicht!!
Joseph und alle Kinder bei FONELISCO haben sich sehr über eure Grüße auf der Karte gefreut und sind dankbar für eure großartige Hilfe!!

 


Mit diesen vielen freudigen Botschaften und Bildern wünschen wir euch einen wunderbaren 3. Advent!