Der Adventskalender des Fonelisco e.V. – auch in diesem Jahr erwartet euch jeden Tag eine Kleinigkeit. Dieses Mal reisen wir gemeinsam mit euch durch Tansania – seid gespannt! Wie auch im letzten Jahr möchten wir auch nun jeden Tag einen Spendenposten vorstellen und freuen uns über Unterstützung!

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Willkommen in Selous! Wir betreten heute das größte Wildschutzgebiet in Afrika!
Über 50.000km², auf denen (neben vielen weiteren Tieren) die größte Population Afrikanischer Wildhunde Zuflucht findet. Sie sind in Rudeln formiert und bevorzugen die Savanne als Lebensraum. Ihre Art ist aufgrund von begrenzter Fortpflanzung (ausschließlich durch Alphapaare), Lebensraumverlust und Krankheiten stark vom Aussterben bedroht. Experten schätzen, dass es nur noch ca. 5000 Afrikanische Wildhunde gibt.

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Quelle: https://www.bing.com/images/search?q=afrikanische+wildhunde&view=detailv2&id=7AFE6761438E2D0B13C1D1F8E4CC14932A
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Pro Mahlzeit kann ein Afrikanischer Wildhund bei einer Schulterhöhe von 70cm schon mal 6-8 Kilo Fleisch vertilgen. Eine stattliche Menge, oder?

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Unser Spendenposten des Tages: Bohnen für einen Monat – 200€

Maharagwe – die typisch braunen Bohnen, die es in Tansania zu so ungefähr jeder Mahlzeit gerne dazu gibt, vorzugsweise mit Reis. Sie sind nicht nur gesund, sie schmecken auch gut! Und so wie alles in Tansania werden sie traditionell mit der rechten Hand gegessen.

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Heute reisen wir weiter nach Mafia Island – Ein Paradies im indischen Ozean für alle Taucher, Schnorchler und Naturliebhaber. Diesen Geheimtipp könnt ihr bei eurer nächsten Tansania Reise nutzen!!
Seht selbst:

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Quelle: http://mafiaisland.com/en/wp-content/uploads/2013/12/windsurf-sea-activities-mafia-island-tanzania.jpg

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Quelle: http://mafiaisland.com/en/photo-gallery/#prettyPhoto[rel-423719880]/12/

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Quelle: http://mafiaisland.com/en/photo-gallery/#prettyPhoto[rel-21175915]/2/

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Quelle: http://mafiaisland.com/en/photo-gallery/#prettyPhoto[rel-21175915]/3/

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Unser Spendenposten des Tages: Wasserrechnung eines Monats – 150€

Ein großer Posten unserer monatlich anfallenden Kosten liegt im Wasserverbrauch.
Wenn sich über sechzig Menschen regelmäßig waschen, mit Wasser kochen und putzen und abgekochtes Wasser trinken versteht sich das von selbst. In den letzten Monaten hatten wir horrende Kosten, aufgrund mehrerer Wasserrohrbrüche. Wir hoffen, die Situation mit einem baldigen Austausch des Rohrsystems deutlich verbessern zu können, sodass die Kosten wieder in normalen Höhen liegen. Unser heutiger Spendenposten umfasst die Wasserrechnungen sowohl des Waisenhauses als auch des Freiwilligenhauses für einen Monat.

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Noch einen Tag bleiben wir in Dar es Salaam und schauen uns um.
Es gibt eine „Hamburg Avenue“ in Dar es Salaam. Einen „Dar-es-Salaam-Platz“ in Hamburg. Seit 1.7.2010 besteht zwischen den beiden Städten eine Partnerschaft. Sie zielt mit zahlreichen Projekten auf die Förderung der kulturellen Verständigung, Wissensaustausch und Verbesserung des Umweltschutzes ab. Neben der positiven Zusammenarbeit der Städte verbindet sie aber auch eine tragische Vergangenheit.
Das vor der Hamburger Lettow-Vorbeck-Kaserne platzierte Deutsch-Ostafrika-Ehrenmal, dessen Wiedererrichtung 2003 für kontroverse Diskussionen sorgte, erinnert an diese unrühmliche Kolonialzeit. Zu sehen sind darauf Askaris (afrikanische Soldaten, die den Kolonialmächten dienten), die einem Offizier folgen. 1938 erschaffen, diente es der Propagandamaschinerie der Nationalsozialisten. Heute steht es im Tansania-Park, um laut Initiatoren die deutsch-afrikanische Vergangenheit aufzuarbeiten.
Verherrlichung von Kolonialgeschichte oder verantwortungsbewusste Auseinandersetzung mit der Vergangenheit? Schaubild oder Mahnmal? Brisant oder längst vergessen? Folgender Artikel beleuchtet das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven:
http://www.deutschlandfunk.de/geschichtsgarten-deutschland-tansania-das-schwere-erbe-der.724.de.html?dram%3Aarticle_id=308954
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Unser Spendenposten des Tages: Spritkosten – 50 €

Ein Auto für die Organisation FONELISCO ist von großer Bedeutung. Wann immer medizinische Notfälle eintreten, größere Mengen Essen vom Markt transportiert werden müssen oder wichtige Fahrten zum „New Land“ auf dem ab Dezember dieses Jahres verschiedene langfristige landwirtschaftliche Projekte starten, unternommen werden müssen. Benzin ist in Tansania leider nicht billig, weshalb Monat für Monat ein Betrag anfällt, den wir decken müssen.

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gewinner
Wir möchten unseren ersten Gewinner des ADVENTSBINGOS verkünden:
Herzlichen Glückwunsch, Andrea Bahnsen!
Du erhältst einen FONELISCO Kalender für 2017 deiner Wahl:
ENTWEDER
1. mit Motiven aus der Tierwelt und der Landschaft Tansanias
ODER
2. mit Motiven aus dem FONELISCO-Alltag

Wir danken dir für deine Teilnahme und wünschen dir viel Freude mit dem Kalender.

An alle anderen: NEUE WOCHE NEUES GLÜCK!
Wenn ihr eine Mail mit dem Betreff „Adventsbingo“ an info@fonelisco-verein.de sendet , bekommt ihr noch heute einen Bingoschein für die neue Woche zugesendet! 🙂

daressalaam

#WhatWouldMagufuliDo
Tansania hat seit einem guten Jahr einen neuen Präsidenten: John Magufuli. Er erfreut sich immer noch hoher Beliebtheit und ist als „tingatinga“ bekannt – ein Bulldozer, der aufräumt mit Korruption und Vetternwirtschaft in Tansania.
Zu Beginn seiner Amtszeit sorgte ein Hashtag auf dem gesamten afrikanischen Kontinent für Furore. In kurzen Videos oder Bildern zeigten Menschen verschiedener afrikanischer Staaten auf humoristische Weise im Netz, wie man ebenso wie Magufuli Sparmaßnahmen ergreifen könne und verpassten den Beiträgen den Hashtag #WhatWouldMagufuliDo. Hier ein Video mit einer kleinen Auswahl schöner Werke. Wir wünschen euch allen einen wunderbaren Adventstag!

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Unser Spendenposten des Tages: Gemüse für einen Monat – 155€

Unser 12. Spendenposten handelt davon, wovor alle Kinder Angst haben: Gemüse. Unter anderem sogar Spinat. Igitt. Was hier in Deutschland vielleicht so sein mag, ist bei FONELISCO doch ein wenig anderes. Dort ist Gemüse eine willkommene Abwechslung und selbst das Mchicha, eine Art Spinat, wird von den Kindern jeden Alters gerne gegessen. Daneben gibt es auch immer wieder einmal Tomaten, eine Art Paprika und ähnliches Gemüse. Dass die Kinder regelmäßig Gemüse bekommen ist für einen ausgewogenen Speiseplan äußerst wichtig!

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daressalaam

Heute reisen wir weiter nach Daressalaam. Doch die Reise dort ist nicht immer leicht, denn der Verkehr verlangt viel Geduld. Wer schonmal vor Ort war, weiß wovon wir sprechen. Man fährt eher weniger, sondern bewegt sich langsam im Auto während man durch das Autofenster sämtliche Produkte kann, die man braucht oder eben auch nicht: von Erdnüssen, über Zigaretten bis hin zu Schmuck und Handtüchern.
Ja, da muss man ein wenig African Time zulassen, sonst schlägt der Stau noch aufs Gemüt.
Aber was ist mit African Time eigentlich immer gemeint? Jeder kennt den Begriff und hat viele Assoziationen:
eine Verspätung nach der anderen.
Aber wie kommt es zur Verspätung? In Tanzania sowie in einigen anderen afrikanischen Ländern hat Zeit eine andere Bedeutung als bei uns. Sie wird nicht linear wahrgenommen, sodass ein Zeitpunkt unwiederbringlich verstreicht. Noch dazu stehen Beziehungen im Fokus.
Der Tansanier, der auf einem Weg zu einem Termin einen Freund trifft, sieht größere Bedeutung in einem Austausch mit dem Freund zur Pflege ihrer Beziehung als in der Notwendigkeit pünktlich zu sein. Sein Kollege, mit dem er seinen Termin vereinbart hat, würde zudem ganz genauso handeln!
Diesen Wert, den Tansanier auf die Beziehung legen, zeigt sich auch in deren Art Geschäfte zu machen. Auch hier steht die Beziehung der verhandelnden Partner im Mittelpunkt, was zu langen Gesprächen über das Wohlergehen des anderen und dessen Familie führt…. ein Deutscher fasst sich hier womöglich an den Kopf und fragt sich, wanns denn endlich mal zur Sache geht.
Hier gilt auf beiden Seiten, dem Tansanier und dem Deutschen, sich daran zu erinnern, dass wir unser Verständnis von richtig und falsch von unserer kulturellen Erziehung abhängig ist!

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Quelle: https://leapafrica.files.wordpress.com/2014/02/africantimel.jpg
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Unser Spendenposten des Tages: Telefon und Internetkosten – 25€
Dieser Posten umfasst ausnahmsweise nicht nur Ausgaben in Tansania, sondern auch in Deutschland. Uns ist es ungemein wichtig, in Deutschland zu 100% ehrenamtlich zu arbeiten. Manchmal bedeutet das, dass wir auch die ein oder andere Sache aus eigener Tasche zahlen. Aber manches müssen wir uns auch erstatten lassen und hierzu gehören vor allem die Kosten für Telefonate nach Tansania. Auch wenn wir das meiste über Skype abwickeln können, müssen wir Joseph doch auch zuweilen auf dem Handy anrufen, wenn das Internet in Tansania schlecht ist oder es eilt. Daneben umfasst der heutige Posten aber auch die Gebühren für Josephs Internetkosten in Tansania. Kommunikation ist das A & O!

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Wir bleiben noch einen weiteren Tag in Sansibar, weil diese Insel so ein begehrter Urlaubsort ist. Dank der schönen Strände und dem verwunschenen Namen findet sich Sansibar auch in einigen Buchtiteln wieder. Von Sehnsuchtsromanen wie „Sehnsucht nach Sansibar“ bis hin zum gesellschaftskritischem Roman „Sansibar oder der letzte Grund“ von Alfred Arnsch, das im dritten Reich spielt. Sansibar selber wird hier nicht als konkretes Ziel, sondern als ferner und utopischer Ort einer besseren Zukunft verwendet.

Aber wie konnte Sansibar bei verschiedensten Autoren diese Sehnsucht erwecken?
Hierfür möchten wir euch ein paar Einblicke in die vielseitige Insel geben.
Leider ist an manchen Stellen der Tourismus insbesondere für Honeymoons sehr stark ausgeprägt. Diese Stellen lassen wir bei diesen Bildern beiseite.
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Copyright: Laura Klinker

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Unser Spendenposten des Tages: Monatliche Entleerung der Abwassertanks – 175€
Der ein oder andere wird sich wundern, warum wir uns dafür entschieden haben, einen solchen Kostenpunkt vorzustellen und zu bewerben. Schließlich ist es nichts, was für Spender sonderlich attraktiv wirkt. Wir möchten Ihnen aber gerne ein vollständiges Bild unserer Arbeit bieten. Dazu gehört auch das Sammeln von Geldern für die Entleerung unserer beiden Abwassertanks auf dem Gelände des Waisenhauses. Zugleich macht dieser Punkt einen nicht unerheblichen Teil unseres monatlichen Budgets aus. Aus diesem Grund würde es uns freuen, wenn ihr uns auch in dieser Sache unterstützen würdet!

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Wir bleiben noch einen weiteren Tag in Sansibar, denn von hier stammt einer der bedeutendsten Rocksänger der 1970er und 1980er Jahre.
Er wurde am 5. September 1946 als erstes Kind des britischen Regierungsangestellten Bomi Bulsara (1908–2003) und seiner Frau Jer (1922–2016) auf der Insel Sansibar als Farrokh Bulsara in eine aus Indien stammende parsische Familie geboren. Seinen Spitznamen erhielt er in der Schule, ein Internat, das er in Panchgani in Indien besuchte. Dort erkannte man auch sein musikalisches Talent. Seine ersten Auftritte fanden mit einer Schulband statt. Kurz nach seiner Rückkehr nach Sansibar 1963 musste die Familie auch von dort nach London fliehen, da es in Sansibar zu einer gewaltsamen Revolution gegen den Sultan kam.
Von wem hier die Rede ist? Hört und seht selbst – wir haben eines der besten Lieder mit seiner weltweit bekannten Band rausgesucht. Diese Band gründete sich 1970, kurz nach dem er sich auch seinen Künstlernamen wählte….

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Unser Spendenposten des Tages: Dagaa für einen Monat – 230€
Dagaa sind kleine Fischchen aus dem Viktoriasee, die dort tonnenweise gefischt werden und die Standardbeilage zu Ugali darstellen. Nachdem sie gewaschen und gebraten werden, werden sie im Ganzen verspeist – mit Kopf und Flossen. Nicht nur bei FONELISCO, in der ganzen Region des Viktoriasees landen sie regelmäßig auf dem Teller. Kauft man genug Dagaa für ein Abendessen bei FONELISCO für alle Kinder, kommt dabei jedes Mal ein stattlicher Haufen an Fischen zusammen!

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Heute reisen wir weiter nach Sansibar und schauen uns hier zunächst Stone Town an.
Stone Town – von Sklaven und Gewürzen
Stone Town – „steinerne Stadt“ – wird die historische Altstadt von Sansibar-Stadt, der Hauptstadt der Insel Sansibar vor der Ostküste Tansanias, genannt. Der Name kommt wohl von den prachtvollen Gebäuden, die dort im 19. Jahrhundert zur Zeit des florierenden Sklaven- und Gewürzhandels gebaut wurden.
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Damals war Sansibar ein wichtiges Handelszentrum. Es wurden vor allem Gewürze, besonders Nelken, exportiert. Sansibar wurde zum wichtigen Punkt der sogenannten Gewürzroute, die Europa, Afrika und Asien verband. Auch im Sklavenhandel spielte Sansibar eine wichtige Rolle, da von dort aus viele Sklaven in den Nahen Osten gelangten. So gibt es heutzutage ein Sklaverei-Denkmal auf dem ehemaligen Sklavenmarkt in Stone Town.

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Im 19. Jahrhundert zog der Sultan aus dem Oman nach Sansibar und mit ihm kamen viele weitere Araber. 1851 trennte sich Sansibar vom Oman und wurde ein unabhängiges Sultanat. Im Jahr 1890 schlossen Deutschland und Großbritannien den Helgoland-Sansibar-Vertrag und von da an gehörte Sansibar zur Schutzherrschaft Großbritanniens. Durch den Kolonialismus kamen auch einige Europäer nach Sansibar. Somit ist die Architektur Stone Towns vor allem einzigartig wegen der Mischung aus europäischem, arabischem, indischem und einheimischem Stil. Deswegen gehört Stone Town auch seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Viele der Gebäude aus Korallenstein wurden restauriert, weshalb Stone Town eine der größten Touristenattraktionen auf Sansibar ist.
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Unser Spendenposten des Tages: Kosten für medizinische Versorgung – 90€

Heute stellen wir Ihnen einen ganz besonders wichtigen Spendenposten vor: Die monatlich anfallenden Kosten für die medizinische Versorgung unserer Kinder. Damit können Arztbesuche und der Kauf von Medikamenten gedeckt werden. Immer wieder erkranken Kinder an Malaria, erkälten sich oder ziehen sich andere Krankheiten zu. Natürlich kann man nie genau wissen, wie viele Behandlungen in einem Monat nötig sein werden. Doch bei unserem genannten Posten handelt es sich um einen recht genauen Erfahrungswert.

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