Ich wollte noch gerne ein paar Eindrücke von hier mitgeben. Vieles läuft hier anders und natürlich erfahre ich nur einen kleinen Teil und es ist noch schwieriger das für andere in Worte zu fassen, dennoch möchte ich dies versuchen. Hier sind ein paar Fotos, die ich auf dem Weg zum Tunza Beach geknippst habe.


Hier sieht man ein Wohnhaus und dahinter einen Hügel, wie es hier viele gibt. Mwanza hat meiner Meinung nach zurecht den Kosenamen „Rockcity“. Es gibt hier viele Hügel und noch viel mehr Steine. Das gezeigte Haus ist ein gewöhnliches Wohnhaus hier.


Weitere Häuser


Dieses Bild zeigt einen Einkaufsladen. Diese sind meistens vergittert zum Schutz und man bekommt seine Waren durch ein kleines Loch im Gitter. Außerdem sind die Läden nicht begehbar. Es gibt hier keine Supermärkte, außer in der Innenstadt von Mwanza selbst. Diese sind meistens jedoch teurer. Kleine Läden haben auch keinen Kühlschrank -außer manche für Soda. D.H. es gibt keine Butter, Milch, Joghurt, Käse, Wurst etc. zu kaufen. In diesen kleinen Läden gibt es dennoch das meiste: Toast, Seife, Creme, Waschpulver, Tee, Batterien, Süßigkeiten… Auch ein paar Lebensmittel wie Mehl, Zucker,Bohnen und Kartoffeln. Diese werden abgewogen wie mit einer Waage aus Omas Zeiten wo auf der einen Seite das Lebensmittel ist und auf der anderen Seite ein Gewicht.


Gemüse und Obst kann an diesen Ständen gekauft werden, die es sehr oft am Straßenrand gibt. Außerdem gibt es kleine lokale Märkte, bei denen es eine Ansammlung dieser Stände gibt. Auf unserem lokalen Markt werden noch Fische verkauft. Diese liegen ebenfalls an solch einem Stand und die Verkäuferinnen versuchen mit einem Stück Zeitung mehr oder eher weniger erfolgreich die Mücken wegzuwedeln.
Außerdem gibt es manchmal einen Käfig, in dem Hühner -natürlich lebend- sind.

Das wars erstmal, bis dann!

Am Freitagmorgen gingen Juliane, Silke, Dominik, Jospeh und ich zum Ziegenmarkt. Silke wollte von einem Teil ihrer gesammelten Spenden zwei Ziegen kaufen. Nachdem Juliane und ich eine Ziegendame und ein kleines Zieglein sepndeten, wollte sie eine weitere Ziegendame und einen Ziegenbock damit Fonelisco eine kleine Ziegenherde hat, die sich vermehren kann. Die kleinen Ziegen können verkauft oder großgezogen und den Kindern zum Essen gegeben werden. Da das Hühnerhaus nun leersteht, haben die Ziegen für die Nacht auch ein Obdach. Außerdem fressen sie das auf dem New Land vorhandene Gras und somit enstehen keine weitere Kosten. Gesagt- getan sind wir dann zum Ziegenmarkt gefahren. So spektakulär war das erstmal nicht, da einfach mehrere Verkäufer mit ihren Ziegen am Straßenrand standen. Als wir ausstiegen befanden wir uns plötzlich inmitten eines Kreises, in dem die Verkäufer eine ihrer Ziegen an den Vorderbeinen packten und uns präsentierten. Die Art und Weise fand ich sehr belustigend!

Ich dachte wir laufen dort umher und suchen uns die Ziegen aus -nach Farbe, Preis oder wie auch immer man eine „gute gesunde“ Ziege erkennt.

Dominik spricht sehr gut suaheli und begann sofort die Verhandlung mit zwei Männern, die uns jeweils einen Ziegenbock verkaufen wollte. Einer bot auch gleich eine Dame dazu. Schneller als ich überhaupt gucken konnte lagen zwei Ziegen auf dem Boden und man band ihnen die Beine zusammen. Und dann waren sie auch schon in Josephs Kofferraum! Zwei schöne schwarze Ziegen. Juliane kam auf die schlaue Idee zu fragen ob das Vater und Tochter seien. Wir wollen ja keine Inzucht betreiben. Das war der Fall, doch kein Problem! Innerhalb gefühlter 5 Sekunden wurde die schwarze durch eine braune Ziegendame ausgetauscht. Silke bezahlte während Dominik den Preis für das Seil aushabdelte und schon waren wir 7 im Auto auf dem Weg zum New Land. „Määähhhh“ macht es sicherlich auch aus keinem deutschen Kofferraum. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass man Ziegen so in Deutschland transportieren würde. Die Ziegen schrien vor sich hin -gut, da wussten wir zumindest dass sie noch leben. Zwischendurch wurde es ziemlich leise und wir hielten unterwegs mal an um nachzusehen wie es ihnen erging. Ganz klare Verteilung des Territoriums wie es in Deutschland bei Paaren im Bett vorkommt: 3/4 gehört der Frau und der Mamn muss sich mit 1/4 genügen. Ansonsten ging es beiden gut und wir fuhren weiter.
Am New Land angekommen hob ich die Ziegendame „Lotti“ genannt aus dem Kofferraum und befreite sie vom ihren Fußfesseln. Dominik kümmerte sich um den Ziegenbock, der „Maxi“ heißen soll.

Der Weg zu unseren anderen Ziegen gestaltete sich schwierig. Maxi, ein wahrer Bock, sträubte sich wehemmend mit uns mitzukommen. Ob ziehen oder schubbsen, er hielt an oder sprang in die falsche Richtung. Und als er gar keinen Bock mehr hatte, da legte er sich einfach hin! Das wäre echt ein Video zu eurer Belustigung wert gewesen!
Nun gut, wir kamen dann endlich an und nun sind alle vier Ziegen vereint.

Ich hatte noch eine Schlangenhaut gefunden. Ich bin echt froh, dass ich noch keine getroffen habe! Hier leben wirklich gefährliche Schlangen. Dominik meinte sogar, er hätte bei einem seiner Besuche eine Black Mamba gesehen. Na dann gut‘ Nacht!
Nachdem wir nach unseren schwangeren Kühen gesehen hatten und Affen, die leider unseren Mais klauten, ging es zurück zum Mittagessen.

Während Silke und Juliane die Kinder sie seit neuestem jeden Freitag zu Tunza brachten um dort am Strand zu spielen, warteten Dominik und ich auf Joseph um unseren geerneteten Reis zu einer Maschine zu bringen, die die Schale abmacht. Diese könnt ihr hier bewundern:

Leider haben wir das ernüchternde Ergebnis erfahren, dass wir viel zu wenig Reis ernten konnten. Dominik wird darüber sicherlich noch ausführlicher schreiben.

Abends trafen wir uns noch mit Eddie und John, einem Jugendlichen aus der HighShool auf ein Bier bzw. Soda.

Am Samstagmorgen stand seit langer Zeit endlich ein Teammeeting an.

Da es solange kein Teammeeting gab, dauerte dies auch bis mittags an. Es war sehr konstruktiv und ich konnte außerdem einige Aufgaben für die kommende Woche mitnehmen. Samstagmittag passierte dann nichts mehr spannendes. Abends gingen wir noch einmal ins Waisenhaus um den Kindern einen Film zu zeigen. Für diese ist das sehr besonders, da sie keinen Fernseher oder PC/Laptop haben und deswegen sonst keine Filme schauen können. Nach ein paar Problemen den Laptop mit Lausprechern zu verkabeln ging es dann doch und die Kinder freuten sich.

Zum Abendessen gab es übrigens Pilau, einen Gewürzreis von hier mit den üblichen Bohnen und Helens Aubergine in Tomatensoße. Das kocht sie auch oft so als Mittagessen zusammen mit Reis oder Spaghetti.

Der Sonntagmorgen begann entspannt. Mittags halfen Silke und ich Helen bei der Herstellung von „Sambusa“. Das sind Teigtaschen, die unterschiedlich gefüllt werden können. Wir füllten sie mit Kraut.
Nach dem Mittagessen sah ich ein von vor einem Jahr aufgenommenes Interview von einem der älteren Kids und Joseph, das noch für andere Zwecke verarbeitet werden muss. Zu meiner Belustigung wurde das hier gefilmt und all der Alltagslärm war darin wie die Kirchenmitglieder, die hier jedes Wochende proben und schreiende Kinder. Zwischendurch lief noch Buddy, der Hund oder ein Huhn durchs Bild.
Anschließend diskutierten Juliane, Dominik, Joseph und ich mit Silke, in was das von ihr gesammelte Geld investiert werden soll.
Den Abend ließen wir im Tunza ausklingen.

Huhu,
heute morgen ging es für mich wieder mit Juliane zu FONE. Nach dem Frühstück für die Kinder unterrichten wir wieder zwei der Jungs. Wir spielten ein Spiel um ihnen die Buchstaben näher zu bringen und machten mit ihnen ein Puzzle mit dem Alphabet.
Währenddessen kamen auch die Kinder von der Primary Shool zurück. Viele suchten sich noch ein Spiel aus. Besonders beliebt waren heute die Wasserfarben. Gegen Mittag gingen wir zurück zum Freiwilligenhaus um zu Mittag zu essen. Heute gab es Reis mit Bohnen und Aubergine in Tomatensoße. Eines meiner Lieblingsessen hier. Da es sonst sehr eintönig ist, haben wir alle zusammen einen neuen Essensplan erstellt. Darauf freue ich mich 🙂
Außerdem brachte Dominik 1kg Heimat -Gummibärchen- mit. Wir vernaschten ein paar und quatschten noch ein wenig. Dominik hatte noch Schreibarbeit zu erledigen und der Rest von uns ging zu FONE. Juliane hatte Blumenableger besorgt, da sich ein paar Kinder Blumen gewünscht haben. Wir schnitten ein paar Flaschen ab um „Blumentöpfe“ zu erhalten. Während der Aktion kam Joseph in das Büro, das leider aufgrund der Aktion und einiger umherstehenden Spiele einem Choas glich. Er brachte einige Kinder mit die neue Schulhefte brauchten. Danach konnte die Blumenpflanzaktion starten. Eddie half bei der Übersetzung. Jedes Kind bekam einen Topf, schrieb seinen Namen darauf, füllte diesen mit Erde, wählte eine Blume, pflanzte diese und zum Schluss sollte sie ein wenig gegossen werden. „Wenig“ schien laut unserer Kinder ein weitaus dehnbarer Begriff zu sein. Ich versuchte daraufhin klarzustellen, dass dies Pflanzen und keine Fische seien. Wir werden sehen!


Am Abend spielten wir noch ein wenig Fußball. Silke blieb noch ein wenig länger, denn sie bietet den Secondarykids Zusatzunterricht in Englisch an.

Im Moment gibt es leider Probleme mit dem Wasser. Bei einem Bau wurden die Rohre beschädigt, was nun erst repariert werden muss. So fehlt uns leider seit vorgestern Wasser. Zum Glück hat das Waisenhaus eine Grundwasserpumpe, sodass es möglich ist ein wenig Wasser zu haben um mich zu waschen. Ich hoffe dennoch, dass das Problem bald behoben werden kann.

Vorgestern war ein Feiertag „Nane Nane“. Übersetzt heißt das einfach nur 8.8., weil es am 8.August ist. Es ist ein Tag für die Farmer.
Silke, Juliane, Dominik und ich gingen mit Joseph zum New Land. Silke hatte dieses noch nicht zuvor gesehen. Außerdem konnte Dominik die Fortschritte seit seinem letzten Besuch sehen und mit Joseph über neue Projekte sprechen.

Außerdem holten wir die restlichen Hühner. Für diese wurden gespendet damit die Kinder sie am Feiertag essen konnten. Dafür wurden zunächst die Füße der Hühner zusammengebunden.

Danach wurden sie in den Kofferraum geladen und zu FONE gebracht. Einer der älteren Jungs killte sie und anschließend wurden sie von der Köchin und den Mädchen zubereitet.

Der Feiertag wurde hier auch ordentlich gefeiert. So gab es eine landwirtschaftliche Ausstellung. Viel mehr beeindruckten mich die riesige Menschenmasse. Es tummelten sich hunderte Menschen um die vielen Essens-und Verkaufsstände.

Als wir zurückgehen wollten, konnten wir kein Daladala finden in das wir einsteigen konnten. Die Leute rannen sobald sie eines sahen darauf zu und versuchten sich daran festzuhalten. Wir nahmen dann ein Pikipiki. Zuerst mussten wir mal wieder den Preis verhandeln. Und trotz der Erklärung, dass jeder von uns vier am gleichen Punkt in der Stadt abgesetzt werden soll, klappte dies nicht wirklich.
Zum Abschluss gingen wir noch einen Burger essen.

Huhu,
gestern war ich das erste Mal seit der Sansibarreise bei FONE und die Kinder waren wirklich süß. Sie haben sich sehr gefreut, dass ich wieder da bin und kamen auf mich zugestürmt und haben mich umarmt.
Gestern Abend kam auch Dominik an.
Die Kinder freuten sich sehr über seine Rückkehr.

Wir waren zusammen am Tunza Beach wo er den Kindern noch Popcorn spendierte welches Pius verteilte.

Wir haben außerdem Volleyball und Fußball gespielt. Ganz schön anstrengend im Sand, aber Spaß hat es gemacht!

Morgen ist ein Feiertag, Nane Nane, was übersetzt 8.8 heißt.

Huhu ihr da draussen!
Inzwischen habe ich mich lange nicht mehr gemeldet und es hat sich viel getan. Die zwei dänischen Freiwillige sind abgereist sowie auch eine Besucherin, die einen Monat hier war. Auch Nicole ist wieder in Deutschland. Inzwischen ist eine weitere dänische Prakrikantin gekommen, die bis November bei FONELISCO bleiben wird. Außerdem ist auch Silke angereist. Sie macht eine Auszeit auf der Arbeit und beglückt FONE für drei Monate. Ihr könnt das Wichtigste auch unter News im Newsletter lesen. Bald erscheint der Julinewsletter. Es lohnt sich also kurz vorbeizuklicken!

Im Moment bin ich mit Silke auf Sansibar und mache ein wenig Urlaub. Am Freitag kehren wir Beide zurück. Solange genießen wir den Indischen Ozean, auch wenn es leider häufig kurz regnet.
Gestern waren wir unter anderem auf Prison Island, eine Insel die ein Gefängnis werden sollte, aber eine Quarantänestation wurde. Heute gibt es dort das Gebäude zu sehen und große Schildkröten, die damals ein Geschenk des englischen Königs waren.
Es ist ziemlich komisch die Tourismuswelt zu sehen und wenn man durch das Tor geht, sind dort Dörfer wie auch Ilemela. Es fühlt sich so falsch an, wenn diese zwei Extreme aufeinandertreffen.

Ich versuche hier mal auch per Handy ein Foto hochzuladen.
Wenn nicht, könnt ihr bald wieder aus dem Alltag im Waisenhaus lesen und mich auf den letzten Wochen hier in Ilemela begleiten.


Liebe Familie, Freunde und Leser,
es ist viel Zeit vergangen als wir das letzte Mal geschrieben haben. Es ist auch einiges passiert! Wir waren nochmals auf dem New Land mit Matthias und Nana zusammen und haben eine „Send-off“-Party einer Braut besucht. D.h. sie feierte, dass sie bald in die Heimat des Bräutigams reist und ihn dort heiratet und wohnt. Das war sehr interessant und ein schöner Abend 🙂
Nana, Matthias und Nicole haben zusammen mit Eddie und Paul auch das Nachtleben weiter erkundet und waren in einer Disco. Ich hatte da keine Lust dazu.
Die Kinder waren sehr beschäftigt die Hundewelpen aufzuziehen, da die Hundemutter leider weggelaufen ist. Trotz allen Bemühungen haben die Kleinen leider nicht überlebt.
Joseph sowie FONELISCO e.V. versuchen weiterhin das Problematik rund um Hepatitis in den Griff zu bekommen. Es werden Spenden gesammelt damit alle Kinder getestet werden können, ob sie sich angesteckt haben und wenn nicht, dass sie geimpft werden können.

Ansonsten gibt es nicht so viel zu erzählen. Uns geht es gut und wir melden uns wieder, wenn wir Lust haben zu schreiben oder es spannende Neuigkeiten gibt!

Gestern war ein ereignisreicher Tag. Als wir ankamen standen viele Kinder am Brunnen, wo man Wasser heraufpumpen kann. Dort ist ein kleines Häuschen. In der Nacht hat Puppy, der Hund, Welpen bekommen. Wir haben schon vorher bemerkt, dass der Bauch immer dicker wird und den Tag zuvor konnte ich die Welpen im Bauch bewegen spüren, aber dass es so schnell geht, damit hat keiner gerechnet. Nun ja, nun haben wir also sechs kleine quietschende Welpen.
28.8Welpen
Nicole sich auch etwas um den Medikamentenbestand gekümmert. Sie hat handschriftlich geschriebene Zettel, die über die Medikamente informieren, abgetippt. Dies ist wichtig, da oftmals Volontäre Medikamente mitbringen, aber die Beipackzettel dementsprechend auf einer anderen Sprache sind. Daher hatten auch schon vorherige Volontäre angefangen, aufzuschreiben welches Medikament für was gut ist und in welcher Dosierung. So können es alle Volontäre auf Englisch lesen und auch alle Mitarbeiter auf Kiswahili. Wir wollen bald auch nachsehen ob alle vorhandenen Medikamente übersetzt worden sind. Ein Junge half ihr später dabei und hatte große Freude am Laptop zu schreiben, was die Kinder sonst ja gar nicht kennen.
In der Zeit überwachte ich das Ausleihen der Spiele. Wir haben noch etwas Mühe, dass alles geordnet abläuft und alle Spiele wieder zurückkommen, aber wir sind auf einem guten Weg.
Da Eddie nicht da war, übernahmen wir den Matheunterricht. Wie immer war dies ein wenig chaotisch, da trotz dass alle Kinder in derselben Klasse sind, diese unterschiedliche Niveaus haben. Das führt dazu, dass einige schon längst mit der Aufgabe fertig sind während andere sich noch wundern wie man die erste Aufgabe rechnet. Außerdem entwarf ich einen neuen Mülleimer. Die Kinder spitzen sonst ihre Stifte immer im Klassenraum und der Müll liegt überall herum. Da ich keine Lust habe den Klassenraum immer zu fegen und es auch nicht sehr sinnvoll finde, das andere das tun, schnitt ich den oberen Teil einer Flasche ab. So kann man nun über der Flasche spitzen und es entsteht kein Dreck auf dem Boden.
Anschließend gingen wir zum Mittagessen. Danach liehen wir wieder Spiele aus. Willi war auch wieder kurz vorbeigekommen. Willi ist ein weiterer Mitarbeiter, der Musik studiert und deshalb auch viel mit den Kindern tanzt oder musiziert. Zur Zeit kümmert er sich aber um ein erkranktes Familienmitglied, weshalb er nur kurz zu Besuch kam. Wir spielten viel mit den Kindern und ich musste die kleinen Welpen natürlich auch immer wieder sehen, denn ich finde es wirklich spannend, da ich noch nie so kleine Welpen gesehen habe und bin sehr gespannt wie sie sich entwickeln werden.
Abends war die Willkommensparty für Nana und Matthias. Die war wirklich schön! Die Kinder bemalten sich mit Asche und verkleideten sich teilweise etwas um später Tänze aufzuführen und zu singen. Willi und Elias trommelten dazu. Anschließend stellten sich auch alle Mitarbeiter vor und hießen die Beiden willkommen.

28.4trommeln

28.4tanzen

Dann war auch schon Abendessenszeit für die Kinder und wir gingen nach Hause. Willi, Eddie und Joseph begleiteten uns. Nana, Matthias, Nicole und ich quatschen noch lange mit Willi und Eddie.

Liebe Leser und Leserinnen,
natürlich möchte ich auch gerne über unser Osterfest schreiben! Ich möchte auch hier nochmals Nicoles Freund und meinen Eltern für die finanzielle Hilfe danken. Ohne sie hätten die Kinder kein Osterfest gehabt. Wie schon geschrieben überlegten wir abends zusammen was die Kinder gerne essen und mögen und kalkulierten was wir brauchen. Da noch ein kleiner Restbetrag fehlte, einigten sich die Mitarbeiter darauf, auch noch etwas dazuzugeben.
Morgens ging Helen schon ein paar Zutaten für das Essen kaufen, vor allem Reis und Bohnen, da diese sehr lange kochen müssen. Paul, Eddie, Nicole und ich gingen los und besorgten Fleisch, Gemüse und Obst. Wir brachten es anschließend zu FONE, wo die größeren Mädels schon fleißig kochten. Am Wochenende ist die Köchin nicht da und so kochen die Kinder mit Hilfe der Mitarbeiter selbstständig. Nicole und ich halfen auch mit abzuspülen, das Fleisch zu richten und das Gemüse zu schneiden.

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Es sind auch noch ein paar Kinder angereist, die sonst im Internat wohnen. Das sind vor allem ältere Kinder, die auch englisch sprechen. Sie mögen es Fotos zu machen und Thema Nummer eins ist Fußball. Ich glaube sie können mehr Fußballvereine und Spieler aus Deutschland nennen als ich 😀 Außerdem lieben sie Fotos machen und Selfies.

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Wir beschlossen noch einmal loszuziehen und ein paar Süßigkeiten für die Kinder zu besorgen um diese zu verstecken. Als wir zu Hause die Tüten richteten, rief uns Eddie zu Essen. Wir eilten zurück zu FONE und aßen mit den Kindern. Sie haben wirklich toll gekocht  Es gab Pilau (ein speziell gewürzter Reis), Bohnen, Fleisch, Spinat mit Kraut und Karotten und Ananas, Banane und Wassermelone. Es gab für jeden einen großen Teller. Die Kinder genossen es sehr. Auch wenn für so manch einen das Essen vielleicht nicht speziell klingen mag, so mag ich anmerken, dass die Kinder hier sonst immer Pilau. Dazu gibt’s Fisch oder etwas Gemüse. Morgens gibt es Porridge. Daher freuten sich die Kinder morgens auch sehr über Tee und Maandazi.

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Nach dem Mittagessen packten wir die restlichen Tüten zusammen und gingen anschließend zurück. Da jemand meinte es wäre gut, die Tüten mit Namen zu versehen, so dass jeder seine eigene Tüte hat, trommelten wir die Kids zusammen und schrieben jeden Namen auf. Wir packten dann in jede Tüte einen Namen und anschließend ging Manton mit den Kindern nach draußen damit wir die Tüten verstecken konnten. Als wir fertig waren, stürmten alle Kinder in den Hof und begannen sofort mit der Suche. Die Kinder waren echt schnell! Wir hatten gar nicht daran gedacht, dass wir auch unsere Tüten suchen müssen und hatten nicht darauf geachtet wo wir sie versteckt haben. So halfen uns die Kinder bei der Suche. Nicoles und Fatus Tüte blieben allerdings verschollen. Da wir aus Versehen zwei Tüten mit Kennedy beschrifteten gaben wir eine Fatu und Nicoles fanden wir später noch im Büro. Allerdings freuen sich die Kinder bestimmt wenn sie Fatus Tüte später finden.

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Außerdem gaben wir den Kindern anschließend unsere Kleiderspenden. Wir dachten es passt gut zu Ostern, dass die Kinder ein Geschenk bekommen. Eddie half uns bei der Wahl der Kinder, denn die Mitarbeiter wissen am Besten welches Kind Kleidung braucht. Wir konnten viele Kinder glücklich machen. Vor allem Nicoles Handtücher und Fußballschuhe waren beliebt. Hier haben die wenigsten Kinder ein Handtuch und auch Schuhe gibt es wenige. Einige Kinder haben nur ihre Schulschuhe, die dann leider schneller kaputt gehen. Und da die Jungs eh Fußball lieben, sind Fußballschuhe natürlich besonders toll 😀 Auch die Kleidung kam gut an und die Kinder zogen sie gleich an.

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Wir spielten anschließend noch ein wenig mit den Kindern. Seilspringen war bei ein paar angesagt und ein größeres Mädchen kam später mit einem Buch in kiswahili, das ich ihr vorlesen sollte. Sie übersetzte mir einiges ins Englische. Zwischendurch bemalte ich das Gesicht der 2-Jährigen mit Sonnencreme. Weiße Creme passt einfach super zu dunkler Haut wie ich finde! Wir Beide hatten riesen Spaß dabei 😀

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Paul organisierte währenddessen mit den größeren Jungs Soda Und Eddie kümmerte sich um die Musik. So wurde abends noch zu Musik getanzt und jedes Kind konnte eine Soda trinken. Tanzen lieben die Kinder hier. So viele Kinder versammelten sich in dem kleinen Klassenraum und tanzten zwei Stunden lang, bis es solangsam Zeit fürs Bett wurde.
Wir hatten wirklich ein schönes Osterfest und die Kinder waren sehr glücklich und dankbar dafür, dass sie so ein schönes Osterfest haben konnten. Die Mitarbeiter und wir waren natürlich auch sehr glücklich darüber, dass die Kinder sich so freuten. Und sie waren auch sehr dankbar über die Spende, dass das ermöglicht werden konnte.
Nun hoffe ich, dass ihr bald von unsrem Osterfest lesen könnt, denn das Internet streikt leider wieder. Ich hoffe ihr hattet auch alle ein schönes Osterfest und wünsche euch noch frohe Ostern!
Bis bald!

P.S.: Unser Internet geht nun wieder, unser Datenvolumen war aufgebraucht!

Heute war wieder eher weniger los. Eigentlich wurde auf 10Uhr eine Teambesprechung einberufen. Um 10:10Uhr kam dann ein Mitarbeiter, Joseph kam um 11.30Uhr und der Rest wurde nach 12Uhr angerufen. Da haben wir herausgefunden, dass zwei Mitarbeiter keine Zeit haben und so wollten sie die Besprechung auf 16Uhr verlegen. Es kam dann noch ein Sozialarbeiter, der ein social welfare officer ist. Dieser hat uns Unterlagen vom Staat gebracht mit aktuellen Richtlinien und Gesetzten in der Sozialen Arbeit mit Kindern. Zwischendurch gab es dann Mittagessen, wir schaute etwas TV und besorgten Wasser und kauften uns ein Snickers. Damit warteten wir dann um 16Uhr auf die Besprechung. Um 17Uhr war –wie schon am Morgen- nur Eddie da. Wir riefen also Joseph an, der noch mit dem social welfare officer unterwegs war und uns dann mitteilte, dass sie das Meeting abgesagt haben. Schönen Dank auch. Ich hasse Warten. Ich habe dann meine Wäsche gewaschen. Eddie versuchte mir beizubringen wie das so super schnell funktionieren soll, aber so einfach wie das aussieht ist das gar nicht! Er hat dann gewaschen und ich habe die Sachen im klaren Wasser ausgewaschen und aufgehangen.
Nun ist es auch schon spät und wir warten immernoch auf das Treffen zur Osterplanung. Morgen ist ja schon Ostersonntag und es soll auch etwas Besonderes für die Kinder gestaltet und besorgt werden.
Das Treffen ist nun vorbei und für Ostern ist geplant was gekocht werden soll und wer was besorgt. Um 8Uhr geht’s los!
Joseph sagte noch, es wird heute Nacht regnen und morgen wohl leider auch. Ich hoffe ja nicht! Außerdem hatte ich noch Wäsche draußen, die noch gar nicht trocken war nun. Nun gleicht mein Bett wieder eher einem Wäscheständer. Richtig zu waschen und auch zum richtigen Zeitpunkt zu waschen, haben wir echt noch nicht drauf!