Leider sind die vier Monate Praktikum für mich vorbei. Nun sitze ich am Flughafen in Dar Es Salam und kann es noch gar nicht fassen, das ich Mwanza verlassen habe.
Der letzte Monat verging besonders schnell und mit sehr gemischten Gefühlen für mich. Einerseits freue ich mich jetzt auf meine Familie und Freunde, andererseits vermisse ich jetzt schon die Leute und das Leben in Tansania. Am Montag haben wir erst Helena eine Besucherin verabschiedet und es war ein komisches Gefühl, sie zum Flughafen zu begleiten. Die letzet Zeit mit den Kindern war auch besonders intensiv, jetzt habe ich den Eindruck man ist sich etwas näher gekommen und ich muss das Waisenhaus verlassen.
Meine Abschiedsfeier habe ich am Strand organisiert, das war für alle etwas Besonderes. Ich habe dort eine kleine Hüpfburg mit Rutsche aufbauen lassen und jeder hat eine Soda bekommen. Am Strand konnten wir noch die letzten schönen Abschlussfotos machen. Ich habe mich auch gefreut das die meisten ArbeitskollegenInnen es geschafft haben zur Feier zu kommen und auch in mein Erinnerungsbuch geschrieben haben. Das Erinnerungsbuch habe ich von meiner Tante zu meiner Abschiedsfeier in Deutschland bekommen. In Tansania habe ich mir dieses oft durchgelesen, wenn ich an meine Liebsten gedacht habe. Nun kann ich es schon gar nicht abwarten zu Hause das Buch in die Hand zu nehmen und an Tansania zu denken.
Für zu Hause bzw. für meinen kurzen Urlaub mit meinen Freund und meinen Papa habe ich mir nochmal typisch afrikanische Haare machen lassen.
Insgesamt möchte ich sagen, ich konnte die Kultur Tansanias gut kennen lernen und bereue es nicht diesen Schritt nach Tansania gewagt zu haben. Für mich war es das erste Mal in einem anderen Land mit Einheimischen zu leben und so hätte man als Tourist bestimmt niemals eine Hochzeit oder Beerdigung gesehen. Ich habe nicht damit gerechnet in Tansania oft Erkältungssymptome zu bekommen, da kann ich den nächsten Volontären nur raten etwas dafür mit in die Reiseapotheke mitzunehmen. Für die Zukunft würde ich einen professionellen Sprachkurs belegen, da es für mich schwierig geblieben ist für meine Arbeit notwendige Dinge zu kommunizieren. Eddie hat uns zwar besonders in der Anfangszeit sehr intensiv geschult, jedoch fehlte mir wohl die Struktur. In Tansania gibt es einen Swahilikurs, der auch von einer deutschen Lehrerin angeboten wird. Dieser kostet für 40 h, 250€ und bietet einen guten Überblick.
Die Organisation FONELISCO war für mich in der ganzen Vielfalt spannend kennenzulernen. Besonders an Joseph, konnte ich sehen wie viel ihm an der Organisation liegt. Wünschenswert wäre sicherlich eine stellvertretende Kraft für ihn, da ich ihn eigentlich ununterbrochen arbeiten gesehen habe und er abends immer sehr KO ins Bett gegangen ist. Einige Teammitglieder müssen des Öfteren so genannter Temporary – Arbeit nachgehen um ihre Familien zu ernähren. Die Zahlung der Mitarbeiter ist keinesfalls ausreichend und ich betrachte es als Gefahr ob das Team so konstant die Organisation unterstützen kann wie sie es gerne würden, obwohl man sagen muss das die Jobaussichten in Tansania tendenziell nicht so einfach sind. Im Vergleich zu Deutschland schätze ich die Wichtigkeit von Teamgesprächen und Evaluationsarbeit, so gehen keine wichtigen Informationen verloren und die Arbeit kann reflektiert werden, welches auch zur Motivation anregen kann. Einen großenteil habe ich mit den anderen Mitarbeitenden daran gearbeitet, dass die Kinder ein Sorgfalt- und Verantwortungsbewusstseinsgefühl bekommen. Denn wenn sie Spiele aus dem Büro bekommen, sind diese teilweise nicht wieder im gleichen Zustand zurückgekommen. Ich war auch zunächst etwas enttäuscht, als ich meine gespendeten Schuhe nach wenigen Tagen kaputt oder ohne Schnursenkel gesehen habe, hierbei darf aber der Unterschied in der Erziehung nicht vergessen werden. Schön fand ich, dass die älteren Kinder auf die jüngeren achten und sie alle einen großen Zusammenhalt haben.
Im Gegensatz zu einer Kindereinrichtung in Deutschland, sind nicht alle Materialien jederzeit vorhanden und die Organisation kann diese nicht immer stellen. So wird man auch als Volunteer kreativ oder kauft mal von sich aus ein paar Blätter zum malen.
Mir hat es gut gefallen, das ich im guten Kontakt auch zum Fonelisco e.V. in Deutschland stand. Abschließend kann ich sagen, dass ich FONELISCO auf jeden Fall nocheinmal besuchen möchte und auch im Austausch mit den Mitarbeitern, soweit es möglich ist, bleiben möchte.

Asanteni sana nimefurahia kukaa na ninyi!

Am Dienstag sind wir (Pius, Paul, Sibylle, Juliane, die zwei Jungs und ich) ca. 14 h mit dem Bus von Mwanza nach Kampala gefahren. Die Fahrt war anstrengend lang! Es war aber zum Glück ein bequemer Reisebus und wir konnten nette tansanische Musik hören. Das Fernsehprogramm, hat mich hingegen eher abgestoßen, vielleicht auch da ich nicht viel verstanden habe? Ein Passagier hat seinen Laptop verloren und es wurden unsere Taschen kontrolliert, das hat kurzzeitig für Unruhe gesorgt.
Wir sind ungefähr um 20:30 am Busbahnhof angekommen. Von da aus dann nochmal ca 1h mit dem Dalla Dalla zum Hotel gefahren.
Im Hotel wurden wir sehr freundlich empfangen und die Gastwirtin hatte ein gutes Abendessen vorbereitet.
31.5.2017
Wir besichtigten einige Zweigstellen der NGO „Come let’sdance“, die auch Träger der Schule unserer Jungs ist.
Sie haben 5 Schritte, die ihnen wichtig sind. Dazu gehört:
– Essen
– Gesundheit (Haben ihr eigenes Gesundheitszentrum, wo alle sich ziemlich günstig oder gar kostenlos behandeln lassen können)
– Sicheres Wohnen
– Bildung (haben Primary, Secondary und High Shool; hochqulifizierte Lehrer und laden auch Lehrer aus der ganzen Welt ein für Vorträge, Austausch etc))
– Nachhaltigeit z.B. durch Landwirtschaft, Weiterbildung)
Offiziell gibt es die NGO seit 10 Jahren
Sie haben eine Mitarbeiterhierarchie, arbeiten aber eher nach einer flachen Hierarchie, da jeder jeden erreichen können soll und um schneller voranzukommen auch eigenständig arbeitet und entscheiden können soll.
Zuerst konnten wir die Primary, Secondary und High Shool besuchen. Dort haben die Direktorinnen uns etwas über ihre Arbeit erzählt und standen für Fragen bereit. Im Anschluss haben wir die Klassen uns das Gelände angeschaut.
Die Primary Shool ist z.B. privat (wie alle Schulen) und sie verlangen Schulgeld, aber sie haben auch über 100 Plätze für die s.g. vulnerable children, die sie selbst finanzieren und nichts bezahlen müssen. Ansonsten habe ich gesehen, dass sie sehr religiös sind und z.B. jede Woche ein Wochenthema bzw. -spruch haben und den in einer Versammlung auch besprechen. Das Gelände sieht gepflegt und ansprechend aus. In den Klassenräumen hängen viele Plakate und auch Werke der Schüler, was ich sehr schön finde und auch inspirierend für unseren Klassenraum. Alle Mädchen und Jungs haben jeweils einen Raum, in dem alle Kinder schlafen und ein abgeteilten Raum darin in dem jmd. Ist, der auf sie aufpasst.
Die Highshool ist noch sehr jung und sie haben noch nicht so viele Schüler, aber sie wächst. Auch sie nehmen Kinder aus prekären Lebensverhältnissen auf. Hierfür haben sie eine Sozialarbeiterin, die durch die Stadtteile geht und die Familien besucht um herauszufinden welches Kind nun tatsächlich einen Platz erhalten soll und um zu sehen ob es wirklich bedürftig ist. Außerdem fand ich ihre Denkweise sehr fortschrittlich. Wir haben sie unter anderem gefragt, wie sie ihre Schüler bestrafen. Lehrer schlagen die Kinder dort nicht. Sie ziehen ein Gespräch vor um herauszufinden woran es liegt, dass ein Kind auffällig wird und haben Strafen wie z.B. die Klassenräume zu fegen, Toiletten zu putzen etc. Außerdem stehen sie im engen Kontakt zu den Familien in solchen Fällen.

Als letztes haben wir die Stelle besucht, in der Frauen empowert werden. Sie lernen dort zu schneidern und zu nähen und Schmuck herzustellen. Außerdem gibt es auch Englischkurse, an denen auch Männer teilnehmen dürfen. Außerdem haben sie 4 Räume, in denen Frauen und deren Kinder unterkommen können, wenn sie aus einem Stadtviertel, das nicht gut für sie ist wegziehen wollen. Also als Übergangszeit. Sie haben dort rund 15 Frauen, von denen meist aber die Hälfte ihren Abschluss macht.
Am Abend konnte ich noch meinen Zwischenbericht fertig schreiben und Sibylle hat einmal drüber gelesen.
01.06.2017
Am Donnerstag sind wir zur Farmer school gefahren.
Die Farm gibt es seit 10 Jahren und es sind dort 8 Mitarbeiter beschäftigt. Das Training auf der Farm gibt es seit 7 Jahren. Es sind 2-6 Schüler, die gleichzeitig ausgebildet werden. Die Ausbildung dauert ein halbes Jahr von Juni bis November. Die Jungs haben ihren Abschluss in der ersten Novemberwoche. Sie pflanzen unter anderem Bohnen, Tomaten, Gurke, Mais, Äpfel, Kasava, Süßkartoffel, Ananas, Passionsfrucht und Kürbis. Die Schule heißt „double portionfarm“ bzw. „Farming godsway“ weil sie eine spezielle Art der Anpflanzung haben. Sie haben auf der Farm auch zwei Maisfelder, die zeigen was bedeutet ohne Gods way und mit godsway anzupflanzen. Es ist ersichtlich, dass der Mais, vom Feld in godsyway deutlich kräftiger ist. Ich habe verstanden, dass dies daran liegt, dass mehr Nährstoffe im Boden erhalten bleiben. Sie halten außerdem auch Tiere dort. Es ist geplant die Schule weiter auszubauen und sie haben auch noch mehr Hektar zur Verfügung, die sie aber aufgrund der wenigen Mitarbeiter/Schüler nicht bepflanzen können.
Wir haben einige Passionsfrüchte auf dem Boden gefunden und Sie schmeckten unbeschreiblich gut!
Zum Abschied haben wir noch gemeinsame Fotos gemacht.
Dann sind wir weiter in das Manhatan Guest House gefahren, da dies näher an der Stadtmitte gelegen ist. Den Abend haben wir in einer Bar ausklingen lassen.
2.6.17
Am Freitag haben wir wieder um 9 Uhr gefrühstückt, im Hotel gab es getoastetes Toast, Marmelade, Omelette, Kaffee und Tee.
Da wir wieder etwas W- LAN hatten, konnte ich meinen Bericht verschicken.
Sibylle, Juliane und ich haben uns dann auf zur Stadterkundung gemacht. Der Verkehr ist sehr unübersichtlich und hektisch. Zuerst haben wir einen Fair Trade laden gesucht, den es aber anscheinend nicht mehr gibt. Bei der Rast in einem Hotel ist uns aufgefallen, das Sie die Hälfte der Zutaten die auf der Speisekarte stehen haben, nicht vorrätig haben. Da es auf der Straße so hektisch gewesen ist haben wir etwas Grünes gesucht und eine Pause, mit frischer Mango, in einem kleinen Park gemacht.
Im Anschluss waren wir noch im Supermarkt. Wir haben uns sehr über die große Auswahl gefreut und haben bei den Süßigkeiten ordentlich zugeschlagen.
Als wir uns dann auf den Weg ins Hotel machen wollten, haben wir leider die Orientierung verloren. Da es hier immer zeitig dunkel wird, haben wir uns dann auf die Suche nach einem Taxi gemacht. Die Einheimischen waren wieder sehr hilfsbereit, aber es hat etwas gedauert bis jmd. den Weg des etwas außerhalb liegenden Gasthauses beschreiben konnte. Letztendlich war die einzige Möglichkeit ein Picki Picki zu nehmen. Diese Motorradfahrer sind mir hier zwar keinesfalls seriös aber es war definitiv ein Abenteuer, zu dritt darauf zu sitzen und wir sind ja zum Glück heile angekommen??
Wir haben bis spät in die Nacht Karten gespielt, damit wir müde für die lange Busfahrt sind.
Zu Hause haben uns die neue Volontärin Helena und natürlich alle anderen herzlich empfangen.

Am Morgen unterrichteten Sibylle und ich erst die zwei Jungen. Im Anschluss liehen sie sich Spiele aus. Ich suchte nach Vorlagen für Accessoires einer Fotobox, da wir mal neue Fotos auf unserer Homepage benötigen. Um 11 Uhr erreichte die neue Volontärin das Haus und somit habe ich wieder eine Mitbewohnerin. Sie kommt aus Dänemark, studiert Pädagogik und ist nun für ein halbes Jahr hier. Wir konnten uns super mit ihr austauschen und schon viele Fotos zeigen.

22.05.2017 -25.05.2017 Ukerewe Island
22.05.2017
Am Montag sind wir um 8:30, drei Stunden mit der Fähre zur Insel Ukurewe gefahren. Dort angekommen, haben wir uns mit dem typischen Essen chipsy mayai gestärkt. Von dort wurden wir von einem Taxi zum Hotel Monarch gebracht, diesmal mal nicht alle in ein Auto gedrängt? Der Fahrer hat darauf bestanden 2x zu fahren. Das Hotel war direkt am Strand gelegen und wir machten erst einmal ein paar Fotos. Ein Guide vom Hotel kam und erklärte uns die Möglichkeiten der restlichen Tagesgestaltung. Wir haben uns dann Fahrräder geliehen. Es war richtig abenteuerreich, wobei mich der Linksverkehr am wenigsten verwirrt hat. Es waren eher die hügeligen Straßen und der Sand der die Streckte anstrengend machte. Wir haben an einem Hafen gehalten. Dort konnten wir Fischern bei der Arbeit zusehen und Fragen stellen. Natürlich haben wir im Anschluss noch in das Gästebuch geschrieben, was hier in Tansania jeder führt. Die Tour haben wir mit einem Sonnenuntergang auf einem Felsen beendet. Abends waren wir in einer zentralen Bar.
23.05.2017
Im Hotel gab es Chapati, Brot, Bananne, Wassermelone, Saft mit Avocado und Maracuja, Cafe, Tee und Kakao zum Frühstück. Ab 10 Uhr trafen wir uns wieder mit dem Guide. Auf dem Tagesplan stand als erstes die Besichtigung einer Kokussnussplantage. Dies habe ich mir etwas anders vorgestellt, leider waren die Kokussnüsse noch nicht reif zum Essen, aber auch dort konnten wir wunderschöne Fotos von den Palmen machen. Von da aus konnten wir wieder einen Felsen sehen, auf den ich mit den Männern geklettert bin. Ich liebe klettern! Und hier muss man nicht dafür zahlen im Gegensatz zu Deutschland. Eddie zeigte uns noch Pflanzen; die süßkartoffelpflanze und die Cassava.
Anschließend haben wir ein altes Königschlosses besichtig. Dies war leider nicht so gut erhalten und bewohnt von vielen Fledermäusen. Im Schloss konnten wir den Königsthron sehen und verschiedene Trommeln, die als Kommunikationsmittel genutzt wurden. Auf dem Weg haben wir traditionell in einem kleinen Haus gegessen. Ich bestellte Ugali mit Schweinefleisch. Nachdem sind wir zum Strand gefahren, an dem direkt ein Wald angebunden war. In dem Wald konnten wir leider nicht mehr die Affen die dort leben sehen, da sie schon geschlafen haben. Den Abend haben wir wieder in der Bar ausklingen lassen. Für mich war es Wochenendfeeling, die Bar war auch gar nicht so leer und wir konnten nett tanzen.

24.05.2017
Mittwochmorgen bin ich alleine Fahrrad gefahren, da Sibylle keine Lust hatte und die anderen noch geschlafen haben. Da ich große Befürchtungen hatte die Orientierung zu verlieren, bin ich einfach jede Gabelung einmal abgebogen und habe mir keine große Tour zugetraut. Um 14:30 haben wir uns eine traditionelle Tanzshow angeschaut. Es war richtig toll da sie uns alle mit tanzen lassen haben, ganz schön anstrengend! Ich musste viel lachen, besonders bei den typischen Rufen zwischendurch. Am Ende wollten Sie ein Feedback von uns und gaben ihre Facebookseite:
25.05.2017
Am Donnerstagmorgen bin ich mit Eddie und Sibylle nochmal Fahrradfahren gegangen. Es machte mir großen Spaß, Eddie kennt sich auch ein bisschen aus und wir konnten eine schöne Strecke genießen. Auf dem Weg haben wir Zuckerrohr gekauft.
Um 13:30 brachte die Fähre uns sicher zurück nach Hause.
Insgesamt hat uns der Aufenthalt sehr gut gefallen! Es ist auch interessant zu erfahren, dass dies Trip zu unserem Praktikum dazugehört, dass ist wieder ein kultureller Unterschied.

Heute ist ja, wie gestern schon erwähnt die Erinnerung an die Vereinigung von Sansibar und Tansania. Also waren wieder alle Kinder bei FONE und wir konnten neue Spiele ausprobieren. Am Morgen kauften wir dann zuerst etwas Süßes für die Mannschaften. Die Lieblingsbonbons der Kinder sind hier „Ivori Buttermilk“, die Sibylle und ich, zu deren Glück gar nicht mögen ?
Für heute planten wir vor allem Staffelspiel.
Das Erste war „Stadt, Land, Fluss“, wir vergasen dabei, dass nicht alle schreiben können, fanden aber schnell eine Lösung. Sie konnten immer zu zweit zu dem Blatt mit der Tabelle rennen und das ältere Kind hat geschrieben. In der Auswertung stimmten alle 29 Kinder mit einem sehr gut ab.
Danach mussten Sie als Schubkarre rennen. Dies fanden 27 sehr gut und zwei so mittelmäßig.
Als nächstes erfolgte ein Zeitungslauf. 15 Kinder waren begeistert, 8 bewerteten dies mit mittelmäßig und zwei mochten dieses Spiel nicht.
Der nächste Durchlauf erfolgte rückwärts, welches wieder alle positiv abstimmten.
Zu Letzt mussten sie ein vorgegebenes Bild auf den Rücken eines anderen Kindes malen und dieses zum Schluss aufzeichnen. Dieses Spiel fanden auch alle sehr gut.
Ich würde zusammenfassend sagen, es war ein gelungener Morgen.
Nane und Matthias wurden von Paul durch das Volontärhaus geführt und wir gingen gemeinsam zum Mittagessen.
Nach dem Mittagessen erkundeten die beiden mit Joseph und Paul die Stadt, Sibylle und ich gingen wieder zu FONE. Dort fragten die Kinder wieder nach Spielen aus dem Office, auch einige Nachbarskinder waren zum Spielen rübergekommen. Außerdem wurden die Haare der Kinder wieder abrasiert.
Abends kamen auch die anderen beiden wieder und wir spielten gemeinsam mit den Kindern.
Zeitungslauf schubkarre

Bis bald!

Heute Morgen halfen wir einem Kind, einen Bewerbungsbogen auszufüllen. Er möchte etwas mit Gartenlandschaft studieren. Am Abend zuvor besprachen wir einige vorgegebene Fragen mit ihm z.B. warum er das studieren möchte und einige Fragen zu seiner Person.
Anschließend machten wir uns wieder auf den Weg in die Uni. Heutige Thema: „Some of the Factors behind Crime causation in society today“ Der Lehrer sah mir glaube ich einmal an, dass ich etwas nicht verstanden habe, denn er ist auf mich zugekommen ? Dann sagte er, dass wir nicht schüchtern sein sollen und fragte nach unseren Namen. Naja aber soweit gut verständlich, teilweise hat er eine andere Aussprache, sodass ich nicht immer mitkomme. Er sagte zum Ende das am Mittwoch aufgrund des Feiertages kein Unterricht ist. SIibylle und ich wussten zu dem Zeitpunkt noch nicht welcher Feiertag ist. (Eddie erklärte uns später das an die Vereinigung von Sansibar und Tansania gedacht wird.) Nächste Woche Dienstag schreibt die Klasse einen Test, sodass wir erst dann die Woche Mittwoch in die Uni gehen.
Nach der Uni sind wir zum Mittagessen in die Stadt gegangen. Wir haben einen Burger gegessen, zwar etwas trocken aber sonst echt gut! Dieser hat mit Pommes umgerechnet gerade mal 3€ gekostet. In der Post war leider heute nichts für mich, aber Freunde sagten mir ich soll immer mal wieder nachschauen gehen.
Im Supermarkt gibt es nun leider seit einigen Tagen nicht mehr unsere Lieblingsschokolade, die weiße mit Smarties?
Bei FONE haben wir den Kindern noch Spiele aus dem Büro gegeben. Ich spielte etwas mit einem Jungen Federball. Wir besprachen am Abend alle gemeinsam nochmal die Regeln des Spiele Ausleihens, da das bisher noch etwas chaotisch verläuft.
Gegen 20 Uhr erreichten Matthias und Nanne, zwei neue Volontäre, das Volontärhaus. Sie kommen aus Dänemark. Die beiden waren aber auch ganz schön K.O. von der Reise, sodass sie sich schnell hingelegt haben.

Der Gesundheitsstatus zu Hause sieht gerade nicht so gut aus, es fühlen sich drei weitere Leute nicht so gut. Hierbei ist mir nochmal bewusstgeworden, das sie hier gar keinen Hausarzt kennen und direkt ins Krankenhaus gehen, wenn sie sich nicht wohlfühlen. Sibylle sagte das es ihr etwas besser geht und sie mit zur Arbeit kommen mag.
Dort fragten mich alle nach der Reise. Viele waren noch am Frühstück und ich setzte mich gemütlich zu ihnen an einen Baumstamm gelehnt in die Sonne. Als ich aufgestanden bin hatte ich überall Ameisen und die Kinder halfen mir diese abzuschütteln??
Anschließend schaute und spielte ich mit einigen Kindern Fingerfußball. Sie haben im Sand ein Spielfeld aufgemalt und mit Kronkorken eine Murmel weggestoßen, sehr kreativ die Kinder! Außerdem hat ein Junge mir noch gezeigt, wie er täglich im Garten um das Zuckerrohr mit einer Schaufel den Boden auflockert. Er hatte großen Spaß darin mich anzuleiten. Ich war aber auch froh wenn ich wieder abgelöst wurde, das ist ganz schön anstrengend:D
Heute sollten die Kinder aber auch noch neue Spiele kennenlernen.
Zuerst spielten wir Personenmemory im Anschluss Zombieball. Beide spiele evaluierten wir mit einer kurzen Aufstellung nach sehr gut, gut und nicht so gut. (Memory: 14 sehr gut / 8 gut/ 7 nicht gut; Zombieball: 15 sehr gut/ 8 gut / 1 nicht gut)
Nach der Mittagspause, wollten wir Ihnen noch weitere neue Spiele zeigen.
Wir begannen mit dem Spinnennetz. Für dieses Spiel befestigten wir an einem Tor viele Wollfäden. Die Auswertung ergab 18 x sehr gut, 8 x gut und 4 x nicht so gut.
Nach diesem Spiel erklärten wir den Gordischen Knoten, das hat aber leider nicht wie gewohnt funktioniert. Nach drei, vier Versuchen gingen wir in ein anderes Spiel über und erklärten Völkerball. An diesem Spiel beteiligten wir uns aber nicht mehr aktiv. Denn wir müssen noch unsere Mitarbeiterbefragung zu Ende bringen, am Morgen sprach ich einen Kollegen an ob er dafür Zeit hätte und er sagte das es ihm später besser passte. Nach der kurzen Befragung hat der Kollege erzählt, dass er bald heiraten wird. Er zeigt uns eine Karte, die für uns aussah wie eine Einladungskarte. Doch nach Eddies Erklärung bekommt man erst eine Karte, in der der Monat der Feier steht und der Gast Geld reinlegt. Nachdem er diese Karte zurückgegeben hat, bekommt der Gast eine richtige Einladungskarte. Der zukünftige Ehemann erzählt uns, das er 200 Gäste eingeladen hat. Wir dachten, dass er uns diese nur zeigen möchte, doch dann fragte er uns nach unseren Namen für die Karte. Wir bemerkten beide, dass wir dafür nicht die passsende Kleidung mithatten. Es schloss sich ein Gespräch mit Eddie über die Unterschiede von Hochzeiten in Deutschland und Tansania an.
Am Abend war ich mit Eddie joggen und später schauten wir zu dritt einen Film.
spidergame

Heute bin ich um 4: 30 aufgestanden, um ca. 5 Uhr brachte Joseph; Paul, Eddie, das Kind zur Reintegration und mich zur Busstation. Sibylle hatte leider Magenbeschwerden und konnte uns daher nicht begleiten.
Der Bus ist pünktlich um 6 Uhr losgefahren, Eddie sagte mir das die Busse immer pünktlich sind aufgrund der vielen Haltestellen.
Nach ca. 1 Stunden mussten wir aussteigen um die Fähre zu bezahlen. Das Schiff brachte uns in ca. 30 Minuten auf die andere Seite. Ich fragte das Mädchen ob sie aufgeregt ist und sie bejahte dies. Als wir das Schiff verliessen nahm sie mich an die Hand, da kam ich mir wieder vor wie eine Mutter. Jedoch ist es eigentlich schade, dass ich das Mädchen nicht so gut kenne, so stellte ich ihr über den Tagesverlauf einige Fragen wie z.B. wie alt sie ist, wie lange sie bei Fone ist und wie sie den Kontakt zur Familie hergestellt hat. Leider stellte sich aber im Austausch mit Paul und Eddie heraus, dass sie mich wohl falsch verstand uns sie mir keine richtige Antwort gab. Jetzt habe ich zwar die Informationen von den Männern, hätte aber lieber weiter mit ihr persönlich gesprochen.
Wir fuhren 9 Stunden mit dem Bus. Die Fahrt war aber recht angenehm, denn es war ein normaler Reisebus den ich aus Deutschland gewohnt bin und wir saßen nicht so eng wie sonst zusammen. Außerdem konnte man die Natur wieder bewundern. Eddie fuhr diesen Weg auch zum ersten Mal und nannte ihn „banana land“. Wir konnten auch noch eine Movie schauen, Vokabeln lernen und schlafen So verging die Zeit wie im Flug. Im Town Bukoba angekommen, nahmen wir noch ein Taxi zur Welfare Organisation. Dort gab Paul einen Brief vom Goverment ab und das Mädchen konnte von ihrem Bedürfnis der Reintegration berichten. Leider sagten die Sozialarbeiter im Büro das sie heute keinen sicheren Schlafplatz mehr für das Kind organisieren können. Aus diesem Grund vertrösteten sie uns auf Morgen.
Wir aßen in einem Restaurant zu Mittag, ich nahm eine Tomatensuppe, sehr lecker und mal wieder etwas Neues! Paul sagte er hat einen Freund der in dem Hotel arbeitet und uns einen guten Preis machen wollte. Da er diesen nicht erreichen konnte und die Zimmer zu teuer waren, suchte wir das nächste Hotel auf.
Das Perfekt Hotel war eine super Entscheidung! Wir zahlten 25000 TSH für ein Zimmer mit Dinner und Breakfast inklusive. Das Problem war nur, dass das Kind nicht mehr zum Schlafen eingerechnet war, sodass ich das Geld vorgestreckt habe.
Am Abend konnte ich dann noch frittierte Kochbananen testen und Tilapia Fisch, ein besonderer Fisch den ich unbedingt bei Eddie probieren sollte, hat sich gelohnt!
Eddie und ich schauten am Abend noch die Movie zu Ende, da im Bus der Akku nicht gehalten hat. Paul erklärte mir wenn jmd. an die Tür klopft soll ich erst nach dem Namen fragen, da Leute gerne in ein Zimmer kommen, da sie denken Leute im Hotel haben Geld. Wenn ich alleine im Zimmer bin schließe ich schon aus Gewohnheit ab, aber Eddie bestand auch darauf abzuschließen, als wir zusammen im Zimmer waren, was für mich etwas komisch gewesen ist.
Die Nacht hat stark geregnet und am Morgen hatte ich keinen Strom, auch Klopapier gab es nicht im Hotel? Hier nur der Tipp an die nächsten immer Papier mitnehmen, außerdem kann ich zusätzlich tragbare Akkus empfehlen.
Ich war als erste beim Frühstück und vergas mal wieder die Afrikatime.
Zum Frühstück wurden gesüßte Spaghetti, Kochbananen, Mandazis und Toast serviert, sowie Kaffee und Tee.
Die Welfare Organisation nahm uns heute wieder im Empfang und wir sollten uns in ein Gästebuch eintragen. Sie waren nur noch nicht bereit für den Transport für die Vermittlung des Mädchens aufzukommen, sodass Paul mich nach Geld fragte. Paul und Eddie hinterließen ihre Kontaktdaten und wir verabschiedeten uns.
Sie sagten, dass der einzige Bus zurück um 10 Uhr fuhr. Ich glaube Eddie und Paul währen noch gerne ein paar Stunden in dem, Ort gewesen, da sie sagten: „hier kommt man nicht so schnell wieder hin vielleicht kann man irgendwann mal Urlaub machen hier.“ Auf der Rückfahrt waren nur noch Plätze hinten im Bus frei, dort wurde ich regelrecht nach oben aus dem Sitz gepuscht. Es war schon etwas lustig, teilweise hat es mich an Achterbahn fahren erinnert? Aber ich konnte mit der Position auch nicht so gut meinen Laptop bedienen.
Wir sind wieder gut zu Hause angekommen.

Heute Morgen habe ich das Office aufgeräumt, das hat den ganzen Morgen gedauert. Aber es hat sich gelohnt! Neue Spiele entdeckt: Federball, eine kleine Autorennbahn und das Beste für die Girls ein paar Puppen! Die zwei jährige hat die Woche jeden Morgen wenn wir kamen nichts anderes gesagt als Ndole ? Die Puppe die ich ihr gegeben hatte, nutzten aber auch weitere Mädchen zum Spielen, sodass ein Mädchen mir diese immer wieder aus ihrem Schrank für die Kleinste gab.
Sibylle hat am Morgen die Personalsituation, im Worddokument formatiert. Wir haben festgestellt das uns diese Arbeit beide sehr zum Fluchen bringen kann. ??
In der Mittagspause habe ich mich über die vielen Nachrichten auf meinem Handy gefreut und gewundert, da ich gar nicht mehr daran dachte das Karfreitag ist und in Deutschland nicht alle arbeiten müssen.
Bei Fone fragten die Kids wieder nach Spielen aus dem Office. Ich war eine längere Zeit damit beschäftigt die Spiele rauszugeben, da ich nun wo das Office aufgeräumt ist auch sehr darauf bestehe, das sich immer nur ein Kind ein Spiel aussucht und die anderen vor der Tür warten.
Wir erzählten Eddie von der gefundenen Autorennbahn und er sagte er hat sie noch nie zuvor gesehen. Also wollten wir sie direkt testen. Leider sind die Batterien ausgelaufen, aber wir kauften schnell neue. Die Autos wollten aber auch mit einer neuen Batterie nicht fahren, haben aber zumindest schon mal geleuchtet. Sibylle und Eddie gaben sich echt sehr viel Mühe die Autos auseinanderzunehmen. Eine Kinderschah schaute interessiert zu. (siehe Foto) Da ich nicht groß helfen konnte und meine Technik auch nicht mein Talent ist, lernte ich ein paar Vokabeln. Schlussendlich möchte Eddie sich noch einmal in Ruhe daransetzen, ich bin überzeugt er bekommt das hin. Denn er ist unser Meister im Reparieren!
Als Paul kam, berichtete ich ihm das schon einige meiner Familie und Freunde gespendet haben. Seine freudige Reaktion war für alle sichtbar, denn er nahm mich hoch und lief mit mir kurz über den Hof und bedankte sich vielmals? Wir finden es schon gut, dass es nicht als selbstverständlich angesehen wird, da der Verein ja nun mal auf Spenden beruht.
Wir benötigten Paul als unseren Supervisor aber auch nun dringend für unsere weitere Projektplanung. Vor der Durchführung müssen wir nämlich auch die Kids nach ihren Erwartungen, Ressourcen und Zielvorstellungen fragen. Ich finde dabei haben die Kinder richtig gut mitgewirkt und wir konnten sehr viel von ihnen notieren.
Abends brachte uns Eddie wieder nach Hause, wie er das übrigens immer macht, wenn es dunkel wird. Joseph sagte gerade um die Ostertage sei es abends besonders gefährlich auf der Straße.
Einne lustige Sache diesbezüglich habe ich im letzten Bericht vergessen zu erwähnen. Wir sind die Woche zweimal alleine nach Hause gelaufen, als es noch hell gewesen ist. Auf diesem Weg kamen ganz viele Kinder (schätze 10) zu uns angerannt und nahmen unsere Hände und begleiteten uns nach Hause. Das war vielleicht ein Bild?? ich hätte so gern ein Foto gemacht hatte aber leider keine Hand frei!
So und jetzt muss ich etwas Ordnung in meine angefangenen Berichte bringen. Ich bin auch schon sehr gespannt morgen auf unser erstes Teammeeting.
Ich wünsche Euch allen schon mal schöne Ostertage!

Sorry die Tage habe ich nicht immer Zeit gefunden den Blog zu schreiben, aber wir sind noch da und es geht uns gut!
Also die Ferien haben begonnen! Einige neue Kindergesichter für uns, bedeutet noch mehr Namen lernen?
Es ist so schön mal Zeit für alle Kinder zu haben. Die ersten Tage fragten Sie viel nach Spielen aus dem Office, wir haben einige Puzzle, Malbücher, Uno, Mensch ärgere Dich nicht, Springseile und Seifenblasen. Wir fertigten eine Liste an, mit ausgeliehenen und zurückgebrachten spielen.
Für unsere Berichte müssen wir zur Personalsituation schreiben. (Alter, Ausbildung, Seit wann bei FONE) Eddie übersetze uns die Fragen auf Swahili und ist wieder unser Begleiter, damit wir auch die antworten verstehen konnten. Diese Tabelle bearbeiteten wir jetzt immer, wenn ein MitarbeiterIn gerade Zeit hat.
Am Dienstag kam ein Bus von einer christlichen Privatschule und brachte Spenden. Ein Schüler sagte zu Ostern müssen wir drei Dinge tun: beten, spenden und fasten. Es waren wieder sehr tolle, nützliche Sachen dabei wie Hefte, Stifte, Seifen und Schuhcreme.
Einige Jungen tanzten gestern mit Begleitung von Will zur Musik. Will haben wir als Staffmitglied bisher noch nicht kennengelernt, da er bei seiner Familie ist und nun zwei Tage nach Fone geschaut hat.
Wir konnten den Kids neue Spiele zeigen besonders gefallen hat ihnen Brennball. Ansonsten haben wir auch das beliebte Wasserspiel kennengelernt. Bei diesem Spiel hat jeder eine Wasserflasche in der Hand und rennt hinter die anderen her um diese nass zu machen. Das war sehr lustig auch wenn ich am Anfang keine Flasche hatte und sehr schnell nass wurde ?
Weitere Spielen waren: Fischer fischer welche Farbe weht heute? Blinzeln, Bowlen, Aufstellung nach Größe /Namen. Wir hoffen, dass sie diese spiele auch in Erinnerung halten, da uns besonders gefallen hat keine Materialien zu benötigen.
Zu Ostern, von zu Hause kenne ich das die Geschäfte voll mit Osterhasen sind und daheim dekoriert wird. Hier könnte man den Tag fast vergessen. Wir machen uns viele Gedanken, wie wir das Fest schön gestalten können. Traditionell wird eine Ziege geschlachtet, Pilau gekocht, getanzt und getrommelt. Wie wir erst spät erfahren haben, hängt dies immer von finanziellen Möglichkeiten ab. Wir haben noch Freunde und Familie bzgl. der geringen Finanzen angeschrieben, vor Ort können wir auch sehen wo das Geld hinfließt. Außerdem haben wir unsere Kleiderspenden für den Tag aufgehoben. Bei unseren Teammeeting am Samstag werden wir das auf jeden Fall noch einmal ansprechen.