25.03 Die Aussicht über Ilemela

Da Joseph uns sagte, dass wir den Köchinnen aufschreiben können, was wir essen wollen, haben wir das auch getan und heute morgen gab es dann überraschenderweise Brot und Margarine 😀 Das war für uns Beide eine willkommene Abwechslung 😀
Ich bemerkte als erstes, dass mein weißes Shirt riesige gelbe Flecken bekommen hat. Wohl vom Anti-Miskito-Spray oder der Sonnencreme. Also wusch ich als Erstes. Sieht eigentlich schon viel besser aus. Ich weiß ja auch nicht, aber das mit der Wäsche ist echt nervig. Vor allem wenn morgens Zahnpasta oder Sonnencreme auf ein frisch angezogenes Shirt kommt, ärgert mich das wirklich besonders, weil waschen von Hand ist echt anstrengend. Nicole putze noch das Bad und ich wischte den Boden im Zimmer. Anschließend gingen wir in die Stadt. Nicole hatte einen Glasschutz auf ihrem Handy, welcher kaputt ging und den wir erneuern wollten. Außerdem wollte ich Zeugs zum Flicken besorgen, weil so vieles Löcher bekommen hat. Gestern bin ich auch noch mit meinem Rock in einem Dornenbusch hängen geblieben. Aber nun gut.
Auf dem Weg zum Daladalastand trafen wir noch Charles, ein Mitarbeiter von FONE.
Unsere Fahrt in die Stadt begann eigentlich gut. Wir stiegen in das richtige Daladala und der Geldeintreiber da war auch nett und sprach sogar ein wenig englisch. Doch auf dem halben Weg, stand der Mann, der neben Nicole saß auf und bot einer Frau seinen Platz an. So weit ganz nett, aber dann packte er plötzlich einen anderen Mann am Kragen, schrie diesen an und beim nächsten Halt schubbste er diesen nach draußen und fing dann dort an sich mit dem andern zu prügeln! Wir konnten keinen Grund dafür erkennen. Die Tansanier im Daladala diskutierten heftigst bis zur letzten Haltestation, wo wir ausstiegen. Natürlich haben wir kein Wort verstanden. Wir machten uns also auf die Suche nach einem Handyladen für Nicole und einem Supermarkt für mein Nähzeug und meine heiß geliebte Schokolade. Irgendwie blieben die Supermärkte versteckt, aber am zweiten Handyladen wurden wir fündig. Die Männer dort trieben die richtige Schutzhülle auf und brachten sie am Handy an. Sie sprachen dort auch ein wenig englisch und wir unterhielten uns etwas auf halb englisch, halb suaheli. Außerdem kauften wir ein günstiges Handy um die Simkarte, die im Internetstick ist, auch als Handykarte nutzen zu können. Unsere Handys benötigen leider kleine Simkarten und wenn sie diese stanzen würden, würde sie nicht mehr in den Internetstick passen.
Anschließend kauften wir noch eine Ananas auf dem Markt und etwas Popcorn. Später fanden wir dann auch endlich einen kleinen Supermarkt. Leider ohne Nähzeugs im Sortiment, aber dafür kaufte ich dort eine Tafel Schokolade. Nicole nahm sich noch Kakaopulver mit und für unser Brot zum Frühstück nahmen wir noch Marmelade mit. Da es schon ziemlich spät war, gingen wir dann wieder nach Hause. Diesmal ohne Zwischenfall im Daladala. Wir stiegen nur eine Haltestelle zu früh aus, was aber nichts ausmachte, denn so weit weg war die andere nicht. Da dort der Markt ist, kauften wir noch eine Avocado fürs Frühstück. Auf dem Weg sprach uns dann wieder ein junger Kerl an. Ich verstand mal wieder nur die Hälfte, aber er wollte wissen wo wir herkommen und wo wir arbeiten. Er wollte auch unsere Handynummer, aber die rückten wir natürlich nicht heraus.
Zu Hause gab es dann bald Mittagessen, Chipsi Mayai 😀
Dem Mädchen, das wir ins Krankenhaus begleitet haben, geht es inzwischen besser. Der Abzess scheint abzuheilen. Der andere kleine Junge ist allerdings noch im Krankenhaus. Er hat Hepatitis. Ihm geht es zwar schon besser, er muss aber immernoch im Krankenhaus bleiben. Für die medizinische Versorgung werden noch Spenden benötigt. Wer sich vorstellen kann hier zu helfen, kann dies hier genauer nachlesen und helfen https://www.betterplace.org/de/projects/53185-dringend-benotigte-medizinische-behandlung-fur-zwei-waisenkinder
Eddie kam dann noch nachmittags vorbei und wir sind auf einen Hügel gelaufen und haben dort auch den Sonnenuntergang angeschaut. Die Aussicht war mega toll! Könnt ihr auch auf dem Foto sehen.

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