19.04.2017 Reintegration

Heute bin ich um 4: 30 aufgestanden, um ca. 5 Uhr brachte Joseph; Paul, Eddie, das Kind zur Reintegration und mich zur Busstation. Sibylle hatte leider Magenbeschwerden und konnte uns daher nicht begleiten.
Der Bus ist pünktlich um 6 Uhr losgefahren, Eddie sagte mir das die Busse immer pünktlich sind aufgrund der vielen Haltestellen.
Nach ca. 1 Stunden mussten wir aussteigen um die Fähre zu bezahlen. Das Schiff brachte uns in ca. 30 Minuten auf die andere Seite. Ich fragte das Mädchen ob sie aufgeregt ist und sie bejahte dies. Als wir das Schiff verliessen nahm sie mich an die Hand, da kam ich mir wieder vor wie eine Mutter. Jedoch ist es eigentlich schade, dass ich das Mädchen nicht so gut kenne, so stellte ich ihr über den Tagesverlauf einige Fragen wie z.B. wie alt sie ist, wie lange sie bei Fone ist und wie sie den Kontakt zur Familie hergestellt hat. Leider stellte sich aber im Austausch mit Paul und Eddie heraus, dass sie mich wohl falsch verstand uns sie mir keine richtige Antwort gab. Jetzt habe ich zwar die Informationen von den Männern, hätte aber lieber weiter mit ihr persönlich gesprochen.
Wir fuhren 9 Stunden mit dem Bus. Die Fahrt war aber recht angenehm, denn es war ein normaler Reisebus den ich aus Deutschland gewohnt bin und wir saßen nicht so eng wie sonst zusammen. Außerdem konnte man die Natur wieder bewundern. Eddie fuhr diesen Weg auch zum ersten Mal und nannte ihn „banana land“. Wir konnten auch noch eine Movie schauen, Vokabeln lernen und schlafen So verging die Zeit wie im Flug. Im Town Bukoba angekommen, nahmen wir noch ein Taxi zur Welfare Organisation. Dort gab Paul einen Brief vom Goverment ab und das Mädchen konnte von ihrem Bedürfnis der Reintegration berichten. Leider sagten die Sozialarbeiter im Büro das sie heute keinen sicheren Schlafplatz mehr für das Kind organisieren können. Aus diesem Grund vertrösteten sie uns auf Morgen.
Wir aßen in einem Restaurant zu Mittag, ich nahm eine Tomatensuppe, sehr lecker und mal wieder etwas Neues! Paul sagte er hat einen Freund der in dem Hotel arbeitet und uns einen guten Preis machen wollte. Da er diesen nicht erreichen konnte und die Zimmer zu teuer waren, suchte wir das nächste Hotel auf.
Das Perfekt Hotel war eine super Entscheidung! Wir zahlten 25000 TSH für ein Zimmer mit Dinner und Breakfast inklusive. Das Problem war nur, dass das Kind nicht mehr zum Schlafen eingerechnet war, sodass ich das Geld vorgestreckt habe.
Am Abend konnte ich dann noch frittierte Kochbananen testen und Tilapia Fisch, ein besonderer Fisch den ich unbedingt bei Eddie probieren sollte, hat sich gelohnt!
Eddie und ich schauten am Abend noch die Movie zu Ende, da im Bus der Akku nicht gehalten hat. Paul erklärte mir wenn jmd. an die Tür klopft soll ich erst nach dem Namen fragen, da Leute gerne in ein Zimmer kommen, da sie denken Leute im Hotel haben Geld. Wenn ich alleine im Zimmer bin schließe ich schon aus Gewohnheit ab, aber Eddie bestand auch darauf abzuschließen, als wir zusammen im Zimmer waren, was für mich etwas komisch gewesen ist.
Die Nacht hat stark geregnet und am Morgen hatte ich keinen Strom, auch Klopapier gab es nicht im Hotel? Hier nur der Tipp an die nächsten immer Papier mitnehmen, außerdem kann ich zusätzlich tragbare Akkus empfehlen.
Ich war als erste beim Frühstück und vergas mal wieder die Afrikatime.
Zum Frühstück wurden gesüßte Spaghetti, Kochbananen, Mandazis und Toast serviert, sowie Kaffee und Tee.
Die Welfare Organisation nahm uns heute wieder im Empfang und wir sollten uns in ein Gästebuch eintragen. Sie waren nur noch nicht bereit für den Transport für die Vermittlung des Mädchens aufzukommen, sodass Paul mich nach Geld fragte. Paul und Eddie hinterließen ihre Kontaktdaten und wir verabschiedeten uns.
Sie sagten, dass der einzige Bus zurück um 10 Uhr fuhr. Ich glaube Eddie und Paul währen noch gerne ein paar Stunden in dem, Ort gewesen, da sie sagten: „hier kommt man nicht so schnell wieder hin vielleicht kann man irgendwann mal Urlaub machen hier.“ Auf der Rückfahrt waren nur noch Plätze hinten im Bus frei, dort wurde ich regelrecht nach oben aus dem Sitz gepuscht. Es war schon etwas lustig, teilweise hat es mich an Achterbahn fahren erinnert? Aber ich konnte mit der Position auch nicht so gut meinen Laptop bedienen.
Wir sind wieder gut zu Hause angekommen.