01.04.2017 Sukuma-Museum

Dieser Beitrag ist kein Scherz! Nachdem Nicole nun so viel geschrieben hat, melde ich mich tatsächlich auch mal wieder zu Wort. Ich glaube, das Scherze machen am 1.4. kennen die Tansanier hier aber auch gar nicht. Zumindest hat keiner versucht uns zu verarschen.
Nachdem ich gestern Abend noch lange rumgelegen bin, weil ich mich wohl eine Erkältung erwischt hat, ging es mir heute morgen schon besser. Nachdem uns Matthias vom Sukumamuseum erzählt hatte, wollten wir das auch besuchen und so machten wir uns morgens nach dem Frühstück auf den Weg. Zum Leidwesen von Nicole, gab es heute Morgen Mandaazi. Ich mag die Teile gerne, sie aber wohl eher nicht. Mit wenig Plan stiegen wir in ein Daladala Richtung Kisesa. In meinem Reiseführer stand, dass das Museum kurz vor dem Ort ist und man von der Haltestelle aus dorthin laufen kann. Wir trafen einen netten Mann im Daladala, mit dem wir uns etwas unterhielten. Ich hoffte ja, dass er sagen würde, wann wir aussteigen müssen. Leider stieg er dann irgendwann aus. Ich hoffte noch auf den Geldeintreiber im Daladala, da wir ihm auch sagten, dass wir ins Museum wollen, aber auch dieser stieg dann einfach aus. Kurz später war dann auch Endstation und man fragte uns wo wir denn hinwollen. Man zeigte uns die Richtung. Eigentlich wollte der Pikipikifahrer uns da natürlich hinbringen um Geld zu verdienen, aber diese Dinger sind mir nicht so Geheuer und eigentlich sollte der Weg auch nicht weit sein. Mit vielen Rufen wie „Rafiki“, „my friend“, „my sister“ oder auch „Wazungu“, liefen wir ersteinmal in die uns gezeigte Richtung. Zum Glück kam auch bald ein Schild wo Sukumamuseum draufstand. Wir kamen bald an eine Gabelung und liefen geradeaus weiter. Leider war das dann nicht der Weg. Es war sehr ruhig auf dem Weg und wir fragten ein paar Kinder, die dann meinten es sei der falsche Weg. Nungut, immerhin hatten wir ein Wildschwein und ein süßes kleines Ferkel gesehen. Wir liefen zurück zur Gabelung und nahmen den anderen Weg. Wir fragten später auch nochmals einen Mann, der mal wieder sehr viel auf Kiswahili sagte und ich nur den Kopf nickte. Ich hatte zumindest immer gerade weiter aus und dann mal rechts verstanden. Das reichte mir ja auch fürs Erste. Wir kamen dann auch tatsächlich nicht arg viel später an. Dort wurden wir gleich von einer Frau begrüßt, bei der wir dann den Eintritt bezahlten. Sie führte uns anschließend durch das Museum. Es ist ein kleines Museum, aber dennoch sehenswert. Wir konnten einiges über die Kultur der Sukuma lernen. Wir möchten auch gerne nochmal zurück, wenn wir in Erfahrung bringen können wann sie eine Trommel-und Tanzshow dort machen. Sukumas tanzen sogar mit einer lebendigen Python! Wir haben natürlich wieder fleißig Bilder gemacht und möchten euch daran teilhaben lassen.
Das ist ein Bild, worauf man Teile des Museums mit dem Gründer sehen kann.
Sukuma1

Das ist ein Haus der Sukuma
Sukuma2

Das sind Trommeln, die damals zur Kommunikation benutzt wurden
sukuma3

Die Sukuma leben heute noch in vor allem 4 Regionen in Tanzania, darunter auch in Mwanza.

Nach dem Museum gingen wir noch in die Stadt. Dort sind wir eh vorbeigefahren. Wir wollten dort noch etwas essen. Morgens hatten wir extra so gut wir konnten in kiswahili Helen einen Zettel geschrieben, dass wir ins Museum gehen und erst abends zurückkehren werden, damit sie nicht umsonst für uns kochen. Wir sind dann erst noch eine ganze Weile in der Stadt umhergeirrt. Nicole hatte Lust auf einen Burger, aber das ließ sich nicht so leicht finden. Ich werde zwar immer besser darin, mich in der Stadt zurechtzufinden, aber manches ist immernoch schwer. Hier gibt es nämlich keine Schilder für Straßennamen. Deswegen bringt uns eine Stadtkarte auch nicht weiter. Zumal es viel mehr Gassen als eingezeichnete Straßen gibt. Ich versuche mich nun an Hausfarben zu orientieren. Immerhin finde ich zum Daladalastand und zum leckeren Milchshake würde ich auch jeder Zeit wiederfinden 😀 Reicht mir vollkommen 😀
Auf dem Weg nach Hause, haben wir noch ein Kind getroffen. Ich glaube, er meinte, er war im Krankenhaus. Leider ist er noch nicht so alt und kann daher nur wenig englisch verstehen und wir nur wenig kiswahili. Ihm geht es aber gut! Wir sind dann mit ihm nach Hause gefahren. Zuerst wollte er wohl nicht und ist weitergelaufen, wir haben ihn da nicht verstanden. Sind dann hinterhergelaufen und an der nächsten Daladalastation wollte ich aber dann ins Daladala steigen, er sagte aber nur no und hapana. Als wir ihm sagten, wir würden für in bezahlen, kam er dann aber doch mit. Wir gingen dann mit ihm zu FONE und Eddie erklärte uns auch, dass die Kinder eigentlich Geld bekommen wenn sie z.B. wie er ins Krankenhaus fahren müssen. Vllt. werden wir es ja noch rausfinden.